The Game - eigentlich Jayceon Taylor - wuchs in Compton, Kalifornien auf. Mit sieben Jahren kam er zusammen mit seiner Schwester in ein Kinderheim. Das Viertel war nicht gerade das allerbeste, und der kleine Jayceon geriet mit den dortigen Gangs in Berührung, als sich sein älterer Halbbruder "Big Fase Hunned" einer Bande namens "The Bloods" anschloss. Der Heranwachsende Chuck, wie er nun auf Grund seiner Liebe zum Baseball und den gleichnamigen Schuhen genannt wurde, trieb gern Sport, engagierte sich an der Schule. Doch der Sog des Verbrechens, des verherrlichten Gangster-Lebensstils sollte zunächst stärker sein. Chuck folgte bald seinem großen Bruder. 2001 wurde er während eines Drogengeschäftes in der gemeinsamen Wohnung fünfmal angeschossen. Während er anschließend im Krankenhaus liegen musste, überdachte er sein Leben und beschloss, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Er entdeckte sein Interesse am HipHop und begann, selbst zu rappen - für viele Schwarze der einzige Ausweg aus dem Ghetto. Er fing an, Texte zu schreiben und entwickelte schließlich seinen eigenen Stil. Das frühere N.W.A.-Mitglied, der Rap-Pionier Dr. Dre, entdeckte den Newcomer per Demo-Tape. Als The Game (ein von der Großmutter verliehener Name) unterschrieb er bei dessen Label Aftermath Entertainment. Unter dem Markennamen G-Unit arbeitete The Game nun zunächst mit dem Kollegen 50 Cent zusammen, der zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreicher Rap-Star war. Die Rechnung ging auf, und The Game gedieh unter den Fittichen des Meisters so prächtig, dass im Frühjahr 2005 sein erstes eigenes Album auf den Markt kommt. "The Documentary" wurde satte 70 Minuten lang und bietet eine Gästeliste von Eminem bis Mary J. Blige. In der ersten Woche gehen in den Staaten 600 000 Einheiten über die Ladentische. The Game betreibt seit Kurzem das Projekt "Black Wall Street", mit dem er sich für Sozialarbeit und Sozialwohnungen einsetzten will.