Die Indiepop-Band Texas wird im Jahre 1986 in Glasgow von dem Bassisten Johnny McElhone gegründet, der sich bereits mit Altered Images einen Namen in der Szene gemacht hat. Zu dem etwas irreführenden Gruppennamen lässt sich die Band angeblich von Wim Wenders' Film "Paris, Texas" inspirieren. Für den Platz am Mikrofon engagiert McElhone die Sängerin und Gitarristin Sharleen Spiteri, welche er für Publikum und Presse später ganz in den Vordergrund stellt. Ihren ersten Auftritt absolvieren Texas 1988 an der Universität von Dundee. Bereits ein Jahr später gelingt der Band mit ihrem Debüt-Album "Southside" und der Single "I Don't Want A Lover" überraschend der Durchbruch. Das Album erreicht den dritten Platz in den britischen Charts. Trotz anhaltenden Erfolges, einer treuen Fangemeinde und regelmäßigen Veröffentlichungen wie "Mother's Heaven" (1991) und "Rick's Road" (1993) gelingt es Texas jedoch nicht, Superstar-Status zu erreichen. Mit der Veröffentlichung des Albums "White On Blonde" kündigt sich 1997 jedoch ein Wandel an, der 1999 mit "Hush" abgeschlossen ist: Aus der einstigen Indie-Kapelle mit Damengesang ist die Begleitband für eine Diva geworden, die nun im Video zur Single "Summer Son" lasziv für die Kameras posiert. Eine Rolle, die Sharleen Spiteri bislang standhaft verweigert hatte. Auch die Musik hat sich gemausert: Der ohnehin nicht gerade kantige Indie-Pop ist einem noch radiotauglicheren Chartfutter gewichen, welches die Kapelle schließlich zu internationalem Erfolg führt. Von dem im Jahr 2000 erschienenen Album "Greatest Hits" gehen weltweit satte fünf Millionen Einheiten über die Ladentische. Dem folgen 2003 das wieder etwas experimentellere "Careful What You Wish For" und 2005 schließlich "Red Book" - melodiöser, eingängiger Elektropop mit einer Prise Kate Bush.