Terence Stamp

Terence Stamp

Leben & Werk

Seine Charaktere haben etwas von einem blonden Engel, der wenig oder gar nichts redet und mit seinen wasserblauen Augen, dem lakonischen Auftreten und mit leichter Melancholie die Menschen um sich auf ihn reagieren lässt.

Terence Stamp, geboren 1939 als Sohn eines Themse-Schleppbootführers in Ost-London, wurde von Peter Ustinov auf einer Repertoire-Bühne entdeckt und debütierte in dessen “Billy Budd – Die Verdammten der Meere” als Matrose, der Opfer der britischen Admiralität wird. Stamp erhielt sogleich eine Oscar-Nominierung. Um bei seinem guten Aussehen einer Typisierung zu entgehen, pausierte er drei Jahre, und war erst wieder als Schmetterlingssammler in “Der Fänger” zu sehen, gefolgt von dem lässig absolvierten Part des Geheimagenten und Sidekick von Monica Vittis komischer Superagentin “Modesty Blaise”.

Stamp war der Kavallerist, der Julie Christie in “Die Herrin von Thornhill” umwirbt, der Kleingauner in Ken Loachs “Poor Cow”, der junge mexikanische Bandit in dem Western “Inferno am Fluß” und der zu einer Ikone der 60er-Jahre gewordene stumme Fremde in Pier Paolo PasolinisTeorema“, der eine bourgeoise Familie heimsucht, alle Mitglieder einschließlich des Dienstmädchens sexuell beglückt und radikale Veränderungen bei ihnen bewirkt. Danach zog sich Stamp für zehn Jahre zurück, um als General Zod in den beiden ersten “Superman”-Filmen zum Film zurückzukehren.

Stamp spielte in relativ wenig Filmen, bestätigte aber durch seine außerordentliche Präsenz seinen Star-Status, ohne je Kassenmagnet geworden zu sein. In Stephen Frears’ “The Hit” war er der aus Madrid entführte Ex-Gangster und Schriftsteller, in “Staatsanwälte küsst man nicht” der Böse, in “Karen McCoy – Die Katze” der Einbrecherpartner von Kim Basinger. Sein Galaauftritt als alternder Transvestit in “Priscilla, Königin der Wüste” liegt auf einer Qualitätsebene mit Michel Serraults Rolle des Albin in den “Käfig voller Narren”-Filmen. Gast in “Star Wars: Episode I”, wurde Steven Soderberghs “The Limey”, in dem er einen Knastveteranen mit Rachegedanken spielte und der für ihn entworfen wurde, zu einer einzigen Hommage an den in Ehren ergrauten Elder Statesman des britischen Films, der sich mit Gegenspieler Peter Fonda einen “Clash der Titanen” (Soderbergh) liefert.

Dass er sich damit jedoch nicht aufs Altenteil zurückgezogen hatte, bewies er im Anschluss als Teil der Astronauten-Crew im Mars-Actioner “Red Planet” und mit dem Okultthriller “Revelation”. Eine ironische Darstellung seiner eigenen Person als charmanter, alternder Schauspieler gab er in der französischen Komödie “Mein Frau die Schauspielerin”, in der er die Eifersucht des Ehemanns (Yvan Attal, auch Regie) einer Schauspielerin (Charlotte Gainsburg) in ungeahnte Höhen treibt. Außerdem war er als unaustehlich-diktatorischer Chef in der US-Komödie “Partyalarm – Finger weg von meiner Tochter” sowie als verknöcherter Butler in der “Geistervilla” zu sehen. In “Elektra” sorgte er als blinder Sensei mit magischen Kräften für die Auferstehung seiner titelgebenden Schülerin (Jennifer Garner), die eigentlich im Vorgänger “Daredevil” umgekommen war.

In Christopher Cains Historienfilm “September Dawn” über das Massaker an amerikanischen Siedlern in Utah hatte er 2006 als religiöser Führer der Mormonen eine tragende Rolle. 2008 war er gleich in zwei Kinofilmen vertreten: In “Get Smart” stand Stamp als Anführer der Verbrecherorganisation KAOS Alan Arkin als Chef des Geheimdienstes CONTROL gegenüber. Zusammen mit James McAvoy und Anglina Jolie sah man außerdem in “Wanted”, einem furiosen Actionfilm unter der Regie von Timur Bekmambetov (frei nach dem Comicroman von Mark Millar)..

Am Silvestertag 2002 heiratete Stamp Elizabeth O’Rourke. Die Ehe wurde aber im April 2008 wieder geschieden. Stamp tritt häufig im Theater auf. Von 1987 bis 1989 erschienen seine dreibändigen Memoiren. Stamp hat auch einen Roman und ein Kochbuch veröffentlicht.

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