Der Mann aus Venedig prügelt sich mit Begeisterung, ist ansonsten faul und störrisch wie ein Esel und macht sich munter über seine meist dummen... - Foto: Scotia http://images.kino.de/flbilder/max05/auto05/auto44/05440281/b150x150.jpg Terence Hill

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Terence Hill


  • Geburtstag
    29.03.1939
  • Geburtsort
    Venedig

Der Mann aus Venedig prügelt sich mit Begeisterung, ist ansonsten faul und störrisch wie ein Esel und macht sich munter über seine meist dummen Gegner lustig. Terence Hill wurde mit Italo-Western populär, die er um die pikareske Seite bereicherte und lieferte in den 70er- und 80er-Jahren an der Seite von Partner Bud Spencer oder auch allein zahlreiche Kassenerfolge ab. Das Paar war aufeinander eingespielt wie Laurel & Hardy und garnierte die flotten Slapstick-Abenteuer und turbulenten Prügelballaden mit saftigen Sprüchen und jeder Menge Komik, als wären sie ein Ehepaar im verflixten siebten Jahr. Die Schelmenstücke von Hill/Spencer mit Titeln wie "Zwei wie Pech und Schwefel" wurden meist von den Regisseuren E.B. Clucher (= Enzo Barboni), Sergio Corbucci oder Giuseppe Colizzi inszeniert.

Mario Girotti, der seinen Namen 1967 in Terence Hill änderte, wurde 1939 geboren und lebte als Kind einige Jahre in Deutschland, bevor die Eltern 1947 wieder nach Italien zogen. Er debütiert 1952 im Film und tritt in Nebenrollen in Genrefilmen und als Offizier in Luchino Viscontis "Der Leopard" (1962) auf. Im Karl-May-Western "Winnetou II" schnappt der gut aussehende blauäugige Hill Pierre Brice die Indianerbraut Ribanna (Karin Dor) weg. In "Gott vergibt...Django nie!" und "Django und die Bande der Bluthunde" kämpft sich Hill 1967 als Rächerfigur durch die härtere Variante der Italo-Western, bis mit "Vier für ein Ave Maria" 1968 eine Wende zu komödiantischeren Versionen beginnt, als deren Höhepunkte "Die rechte und die linke Hand des Teufels" und "Vier Fäuste für ein Halleluja" (1971) gelten. Als "der müde Joe" legt er Gauner mit Köpfchen rein und ist nicht aus der Ruhe zu bringen. Aber wenn er gefordert ist, zieht er schneller als sein Schatten und verteilt Backpfeifen wie Regentropfen.

Sergio Leone sorgte als Produzent mit den beiden "Nobody"-Western (1973/76) für die mythische Überhöhung von Hills Western-Persona, wenn er im Staubmantel an der Seite von Henry Fonda kämpft oder mit artistischen Kunststücken, die er ohne Double ablieferte, beeindruckte. 1986 lief die Welle der Hill/Spencer-Komödien aus, ein Nachklang wurde 1995 die Western-Komödie "Die Troublemaker" (mit Hill im "Nobody"-Outfit).

Als Regisseur war Hill weniger glücklich mit seinen Versuchen als "Lucky Luke" (1991) an den Erfolg der Comic-Book-Reihe und mit "Keiner haut wie Don Camillo" an den der "Don Camillo und Peppone"-Serie mit Fernandel als tatkräftigem Dorfpfarrer und Gino Cervi als kommunistischem Bürgermeister anzuknüpfen. Hill und Spencer über ihre Erfolge: "Die Kloppereien in unseren Filmen sind wie im Comic-Strip: unwahrscheinlich, unblutig und unernst. Wir entschärfen die Gewalt auf die einfachste und verblüffendste Form: Wir geben sie der Lächerlichkeit preis. Das mögen unsere Fans."

  • Geburtstag
    29.03.1939
  • Geburtsort
    Venedig
  • Geburtsland
    Italien

Spencer und Hill wiedervereint

Alte Liebe rostet nicht, auch nicht die zwischen den Schauspieler-Kollegen Bud Spencer und Terence Hill. Das Kult-Prügelduo hat sich wiedergefunden und dreht endlich wieder einen Film zusammen.

Großansicht Kaum zu glauben aber Terence Hill und Bud Spencer wollen es noch einmal wissen (Foto: Warner)

Kaum zu glauben aber Terence Hill und Bud Spencer wollen es noch einmal wissen (Foto: Warner)

Erwartet hat das niemand mehr, aber gehofft haben insgeheim viele darauf: Ein Comeback der zwei italienischen Prügelknaben Bud Spencer und Terence Hill. 14 Jahre nach dem letzten gemeinsamen Film können Fans wieder jubeln: Jetzt ist es soweit! Spencer gab in einem Interview mit Tele 5 bekannt, dass er und Hill einen weiteren gemeinsamen Film planen.

Es soll eine witzige Neuverfilmung von "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" werden, in dem die beiden als Dr. Jekyll und Mr. Hyde im Gefängnis sitzen. Ein Arzt dort erfindet zwei Pillen, die jeweils das Gute oder das Böse im Menschen hervorbringen. Er verliert die Tabletten jedoch und das Ergebnis ist, dass sich die Charaktere der beiden Gefangenen vermischen.

Der Roman "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson wurde bereits mehrmals verfilmt, erstmals 1932. Neun Jahre später spielte Spencer Tracy den Wissenschaftler, dessen böses Alter Ego - Mr. Hyde - durch ein misslungenes Experiment Besitz von ihm ergreift. Bud Spencer wird dies sicher besonders freuen, da er ein großer Fan von Tracy ist. Der Italiener, dessen gebürtiger Name Carlo Pedersoli ist, hat sich sogar bei der Wahl seines Künstlernamens für Tracys Vornamen entschieden.

Fäusteschwingen mit 78

Ob und wie viele der typischen Prügelszenen von Bud Spencer und Terence Hill in ihrer "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"-Version vorkommen, ist noch nicht klar. Dem mittlerweile 78-jährigen Spencer und dem zehn Jahre jüngeren Hill würden solche Szenen sicherlich nicht mehr so leicht fallen. Doch ein Film, in dem die beiden ihre vier Fäuste nicht schwingen lassen, das wäre wie ein "Rocky"-Film ohne Boxkampf.


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