Mit der Figur des Boxers "Rocky" und der des Vietnam-Veteranen "Rambo" schuf Sylvester Stallone zwei Ikonen des Action-Films der 80er-Jahre und wurde durch sie über drei Jahrzehnte einer der populärsten und kassenträchtigsten Hollywood-Stars neben Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger.
Der athletische, dunkelhaarige und gutmütig wirkende Stallone, geboren 1946, hatte in einem Sexfilm debütiert, weshalb ihm der Spitzname "The Italian Stallion" anhängt, und trat in mehreren Nebenrollen (darunter als Rowdy in Woody Allens "Bananas") auf. Er wollte das Metier aufgeben und schrieb dafür das Drehbuch zu "Rocky", das 1976 verfilmt und ein Sensationserfolg wurde (vier "Oscars", darunter für Stallone). Eine typisch amerikanische Erfolgsstory mit biblischen Anklängen, hatte "Rocky" fünf, teils von Stallone inszenierte und produzierte Fortsetzungen, zuletzt unter dem Titel "Rocky Balboa" im Jahr 2006.
1982 gab Stallone als gedemütigter Vietnam-Veteran "Rambo" dem Gefühl der Nation Ausdruck, diesen Krieg unehrenhaft verloren zu haben, und entwickelte in den beiden Folgefilmen einen Gewalt-Macho, dessen Action-Aktionen die verlorene Ehre wiederherstellen. "Rambo" wurde eine der sprichwörtlichen Figuren des US-Kinos.
In diesem Genre variierte Stallone seine Künste vom Alpinisten ("Cliffhanger") bis zum Zukunfts-Cop ("Demolition Man"), wobei er die Rollen stoisch, hart und effektiv anging. Zu den wenigen, kommerziell nie erfolgreichen Ausbrüchen aus seinem Image gehören der singende Taxifahrer an der Seite von Country-Star Dolly Parton ("Der Senkrechtstarter") und der Gauner im Nadelstreifen in John Landis' "Oskar".
Nach einigen Gastauftritten war er in "Get Carter - Die Wahrheit tut weh", einem Remake des Klassikers von Mike Hodges, als rächender Gangster zu sehen, der im Faustkampf mit Mickey Rourke alias Cyrus Paice beeindruckt. "Driven", ein Film über die Rituale des Autorennens, wurde nach einem Drehbuch von Stallone produziert. Er selbst spielte den alten Rennfahrerhasen Joe Tanto.
2003 treffen wir ihn in "Mission 3 D", einem Computerspielen nachempfundenen Film, als einen in seiner Imagination gefangenen Spieleentwickler, der bezeichnenderweise "Toymaker" genannt wird. Dreißig Jahre nach seinem sensationellen Erfolg übernahm Sylvester Stallone Regie und Hauptrolle zu "Rocky Balboa" und wiederholte die Boxersaga diesmal als alternder ehemaliger Box-Champion, der in den Ring steigt, um den aktuellen Champ zu schlagen. Mit "John Rambo" verpasste er zudem seiner Saga um den Kriegsveteranen einen brachialen Abschluss.
Für den Action-Kracher "The Expendables" gelang es Sylvester Stallone sensationell, seine alten 80er-Konkurrenten Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger für Gastauftritte zu gewinnen. Die Saga um einen von Stallone angeführten Söldnertrupp in Südamerika hat daüberhinaus Action-Ikonen wie Jason Statham, Dolph Lundgren, Mickey Rourke und Jet Li zu bieten.
Für Teil 2, kamen außerdem noch - nach Fanwunsch - Chuck Norris und Jean-Claude van Damme hinzu, als die Veteranen erneut von Bruce Willis in eine scheinbar unlösbare Mission geschickt wurden.
Für Genre-Experte Walter Hill mimt Stallone nun in "Shootout - Keine Gnade" einen altgedienten Profikiller, der sich ausgerechnet mit einem Cop zusammentun muss, um Rache an dem Mann zu nehmen, der den Partner des Polizisten eliminieren ließ und nun auch noch die Tochter des Killers ins Visier nimmt.
Sylvester Stallone war kurzzeitig mit dem dänischen Busenstar Brigitte Nielsen verheiratet und ist in dritter Ehe mit Jennifer Flavin 2002 noch einmal Vater einer Tochter geworden. Mit Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger hatte Stallone die berühmte Restaurant-Kette "Planet Hollywood" gegründet.
Bruce Willis bläst zur dritten "R.E.D."-Attacke Erst am 12. September kommt "R.E.D. 2" in die Kinos - doch den Machern ist das noch lange nicht genug Oldie-Action ...
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Sieht dreimal R.E.D.: Bruce Willis mit Marie-Louise Parker und John Malkovich (Foto: Concorde)
Keine killt so schön wie Helen Mirren und niemand so irre wie John Malkovich. Klar, dass Bruce Willis mit den beiden ein drittes Ding drehen möchte.
Vor drei Jahren riskierte die Produktionsfirma Sumnit Entertainment 58 Millionen Dollar für "R.E.D. - Älter. härter. besser.". Der Film spielte weltweit 200 Millionen ein und da waren die Video- und TV-Umsätze noch gar nicht drin. Keine Frage, dass ein zweiter Teil schnell ausgemachte Sache war.
Nun ist man sich der Sache bei Sumnit so sicher, dass jetzt ein dritter Teil in Auftrag gegeben wurde - bereits zwei Monate bevor "R.E.D. 2" in den USA und vier Monate, bevor der Film bei uns in die Kinos kommt. Die R.E.D.-Autoren Jon und Erich Hoeber sind schon fleißig dabei, ein neues skurriles Abenteuer für die drei Killer-Rentner auszubrüten.
Bruce Willis - König der Action-FortsetzungenDrehstart für "R.E.D. 3" soll frühestens im Januar 2014 sein. Zwar ist mit den Stars der Serie noch kein Vertrag ausgehandelt, aber das sollte nur Formsache sein. Schließlich hat das Action-Schlachtross Bruce Willis großen Gefallen an Serien mit Oldie-Appeal gefunden.
Neben der nun frischgebackenen "R.E.D."-Trilogie hegt und pflegt er seine eigene "Stirb langsam"-Reihe und zählt im "Expendables"-Söldnerensemble von Kumpel Sylvester Stallone noch zu den jüngsten.
"R.E.D. 2", bei uns ab 12. September in den Kinos, wartet neben den drei Stars Willis, Mirren und Malkovich mit Catherine Zeta-Jones und Anthony Hopkins als Schurken auf. Auch "G.I. Joe"-Schwertmeister Byun-Hun Lee kämpft mit - den kennt Bruce Willis ja schon aus der - natürlich - gemeinsamen Fortsetzung.