Von der Soul-Legende zum klassischen Streicher.
Als Ray Charles erspielte sich Jamie Foxx einen Oscar, nun will er beweisen, dass er auch mit klassischer Musik das Kinopublikum verzaubern kann. Dafür hat er sich die Lebensgeschichte eines Mannes ausgesucht, dessen Schicksal ganz danach klingt, als könnte Foxx damit in Hollywood erneut groß abräumen:
Mitte der 70er-Jahre studierte Nathaniel Ayers am renommierten New Yorker Juilliard-Konservatorium Geige und Cello - doch im zweiten Jahr entwickelte er eine schwere schizophrene Störung. Ayers musste seine Ausbildung abbrechen und fand sich wenig später als obdachloser Straßenmusiker in Los Angeles wieder. Der Journalist Steve Lopez schrieb mehrere Artikel in der L.A. Times über den gefallenen Konzertgeiger - und stieß damit auf große Resonanz in der Bevölkerung. Lopez griff dem Musiker unter die Arme, vermittelte ihm sogar die Chance, gelegentlich mit Profis zu spielen. Dennoch schläft Ayers auch heute noch in einem Pappkarton auf dem Bürgersteig und vertraut, wie er sagt, "auf den Schutz von Beethovens Geist".
Ein solch dramatisches Schicksal ist natürlich eine Paraderolle für Jamie Foxx. Das Drehbuch zu "The Soloist - der Solist" stammt zudem von Susannah Grant, die schon mit "Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte" ein rührseliges Einzelschicksal erfolgreich auf die große Leinwand gebracht hat. Wer den findigen Journalisten spielen soll, ist derzeit noch unklar. Aber bei einer solch prestigeträchtigen Story dürfte die Hollywood-Prominenz bei den Machern bald Schlange stehen...