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Die Wahrheit über die Raptoren von "Jurassic Park"

Achtung: Am Ende der News sind die Leser um zwei Informationen reichen – und um zwei Illusion ärmer. Ob das ein gutes Geschäft ist, muss jeder selbst entscheiden. Und zwar genau jetzt.

Sam Neill in der Klemme: Dank ihres Jagdgebells sind Raptoren im Film hinterhältige Gegner Bild: Universal Pictures

Seinen Gänsehaut-Effekt bezog “Jurassic Park” vor allem aus zwei dramaturgischen Faktoren: Den unglaublich realistischen Bildern, mit denen Regisseur Steven Spielberg seine Urzeitriesen zum Leben erweckte – und nicht zuletzt die atemberaubende Sounduntermalung. Wenn der T-Rex den Menschen seine massive Kraft und buchstäblich urtümliche Aggression entgegen brüllte, bebte die Erde – man wollte instinktiv aus dem Kinosaal flüchten. Und wenn die Velociraptoren sich mit ihren eigentümlichen Bell-Lauten zur gemeinsamen Jagd auf Menschen abstimmten, konnte man ihre fiesen Absichten förmlich heraushören.

Zumindest bis jetzt. Doch Sounddesigner Gary Rydstrom, 20 Jahre lang einer der anerkannt besten Soundbastler Hollywoods, offenbarte jetzt die desillusionierende Wahrheit über die Laute – speziell zu den prägnanten Jagdruf der Raptoren. Und wer jemals wieder “Jurassic Park” ohne unterdrücktes Kichern genießen möchte, sollte jetzt besser nicht weiterlesen.

Denn dem Tonzauberer zufolge lautet die bittere Wahrheit: “Es ist ein klein wenig peinlich. Aber wenn die Raptoren sich anbellen um miteinander zu kommunizieren, sind das in Wahrheit Schildkröten beim Sex. Die habe ich im Freizeitpark Marine World aufgenommen. Klingt wie ein Witz, dazu kann die Paarung von Schildkröten wirklich lange dauern. Aber so hat man viel Zeit herumzusitzen, zu gucken – und sie dabei aufzunehmen.”

Unwissenheit ist ein Segen

Mit diesem Wissen werden die spannenden Jagdszenen Raptoren vs. Mensch nie mehr dieselben sein. Und um noch eine andere Szene für immer zu entzaubern: “Wenn die Raptoren sich im Türrahmen der Küche zeigen, stammt das Schnauben von einem Pferd. Das Pferd haben wir für drei, vier Dinosauriern verwendet.” Und das markerschütternde Brüllen des T-Rex? Die Schildkröten beim…? Nein, besser nicht fragen. Speziell in der Traumfabrik ist gnädiges Nichtwissen um die wahre Natur der Effekte oftmals ein Segen. Zu viele faszinierende Szenen könnten jeden Zauber verlieren, wenn man wüsste, welche profanen Haushaltsgegenstände oder Tierlaute hinter Hollywoods Ton-Magie stecken.

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