Allround-Talent, dem der erfolgreiche Übergang vom Stand-up-Comedian über Filmkomiker hin zu ernsthaften, dramatischen Hauptrollen gelungen ist.... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max05/kuk05/kuk51/u0551001/b150x150.jpg Steve Martin

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Steve Martin


  • Bürgerlicher Name
    Stephen Glenn Martin
  • Geburtstag
    14.08.1945
  • Geburtsort
    Waco, Texas

Allround-Talent, dem der erfolgreiche Übergang vom Stand-up-Comedian über Filmkomiker hin zu ernsthaften, dramatischen Hauptrollen gelungen ist.

Mit zehn Jahren arbeitete Martin in Disneyland, studierte später Philosophie und finanzierte seinen Lebensunterhalt, indem er Gags für Fernsehshows und andere Komiker schrieb. Er trat als Stand-up Comedian auf und absolvierte zahlreiche Auftritte in TV-Shows, u.a. in der legendären Talentschmiede "Saturday Night Live", die schon so manchem späteren Superstar (z. B. John Belushi oder Eddie Murphy) den Weg ins Showbiz geebnet hat.

Bis Steve Martin 1979 der Durchbruch mit "Reichtum ist keine Schande" gelang, bei dem er auch für die Story verantwortlich zeichnete, tourte er mit seinem Programm durch die Staaten und brachte Live-Mitschnitte heraus.

Martin setzte Jerry Lewis' Körperkomik im modernen Habitus fort, baute in seine Komödien akrobatische und artistische Elemente wie Jonglieren ein und ist zunehmend auch in ernsteren Rollen ("Grand Canyon") zu sehen.

Eine "Oscar"-Nominierung konnte er indirekt für den Kurzfilm "The Absent-Minded Waiter" (1977) verbuchen; es folgten "Golden-Globe"-Nominierungen für "Solo für Zwei" (1984) - dafür auch "Best Actor Award" der "National Board of Review" und "New York Film Critic Association" -, "Roxanne" (auch "Best Actor Award" der "Los Angeles Film Critics Association" und Drehbuchpreis der "Writer's Guild of America"), "Eine Wahnsinnsfamilie" und "Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2" sowie einen "Emmy" für das beste TV-Drehbuch ("The Smothers Brothers Comedy Hour").

Äußerst amüsant waren seine Moderationen bei den Oscar-Verleihungen in den Jahren 2001 und 2003, 2010 darf er wieder ran im Duett mit Alec Baldwin, an dessen Seite er den Komödienerfolg "Wenn Liebe so einfach wäre" landete.

Weniger souverän denn als Showmaster agiert er als kurzzeitig alleinerziehender zwölffacher Familienvater in "Im Dutzend billiger". Die Komödie war vor allem in Amerika erfolgreich, was 20th Century Fox zu einer Fortsetzung im Jahre 2005 veranlasste. Anhand eines von Martin selbst verfassten Drehbuchs erschien im selben Jahr die Filmkomödie "Shopgirl", für die er und seine Kollegen Claire Danes und Jason Schwartzman für den Satellite Award nominiert wurden.

In einem Remake von "Der Rosarote Panther" übertrug ihm Regisseur Shawn Levy und im Nachfolgefilm "Der Rosarote Panther 2" (Premiere auf der Berlinale 2009) Regisseur Harald Zwart die Rolle des Inspektors Clouseau.

Sein Theater-Debüt am Broadway gab Martin 1988 in "Warten auf Godot", 1993 brachte er sich mit dem Theaterstück "Picasso at the Lapin Agile" auch als Schriftsteller ein. Nach einer achtjährigen Ehe mit der britischen Schauspielerin Victoria Tennant ist Steve Martin seit 2007 mit der Journalistin Anne Stringfield verheiratet.

  • Bürgerlicher Name
    Stephen Glenn Martin
  • Geburtstag
    14.08.1945
  • Geburtsort
    Waco, Texas
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Vater: geboren 1914

    Ehefrau: Victoria Tennant (Schauspielerin, 1986 bis 1994)
  • Autogrammadresse
    P.O. Box 929
    Beverly Hills, CA 90213
    USA
  • Links
    http://www.stevemartin.com/ (Offizielle-Seite)

Oscars: "Hurt Locker" sticht "Avatar" aus, Preise für Bridges, Bullock und Waltz

Eigentlich sollte die Nacht der Nächte in Hollywood diesmal nicht golden werden, sondern blau. Doch die Academy kürte nicht den Publikumsrenner "Avatar" zum großen Oscar-Sieger, sondern den Irak-Kriegsfilm "The Hurt Locker".

Großansicht Die großen Sieger bei den Schauspielern: Heath Ledger, Kate Winslet und Sean Penn (Foto:  © A.M.P.A.S.)

Die großen Sieger bei den Schauspielern: Heath Ledger, Kate Winslet und Sean Penn (Foto: © A.M.P.A.S.)

Je länger der Abend dauerte, um so frostiger wurde das Gesicht von James Cameron - bis ihm bei der Auszeichnung des Konkurrenten "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" als bester Film schließlich das mühsame Lächeln endgültig einfror: Die Academy hat sich einmal mehr gegen den großen Publikumsrenner, "Avatar - Aufbruch nach Pandora", entschieden und statt des erfolgreichsten Films aller Zeiten das ambitionierte Irak-Kriegsdrama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" über ein Team von Bombenexperten mit Oscars überhäuft. Und das, obwohl Produzent Nicolas Chartier im Vorfeld mit einer Anti-Avatar-E-Mail an Jury-Mitglieder für reichlich Unmut gesorgt hatte und dafür von der Oscar-Gala verbannt worden war.

Sechs Oscars an der Zahl gab es für "Hurt Locker", darunter die beiden Preise in den Königsklassen Bester Film und Beste Regie für Kathryn Bigelow. Damit gewann erstmals eine Frau diesen begehrten Oscar - pikanterweise James Camerons Ex-Gattin, der dieser den Regie-Award allerdings im Vorfeld sogar selbst als "verdient" zugesprochen hatte. "Avatar" erhielt drei Preise, allerdings nur in eher technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera und Ausstattung.

Jeff Bridges wurde für seine herausragende Leistung als versoffener Country-Veteran in "Crazy Heart" nach der fünften Nominierung endlich mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller geehrt. Das gesamte Kodak-Theatre würdigte den "Dude" mit stehenden Ovationen, Bridges bedankte sich ausführlich, kämpfte mit den Tränen.

Gleich im ersten Anlauf durfte dagegen Sandra Bullock den Goldjungen für die beste weibliche Hauptrolle in Empfang nehmen. Das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", in dem sie nach einer wahren Begebenheit ein afroamerikanisches Talent unter ihre Fittiche nimmt, traf den Nerv der sportbegeisterten US-Amerikaner. Bullock hielt die emotionalste Dankesrede des Abends, als sie ihrer Mutter weinend für eine Erziehung im Geist von Toleranz und Gleichberechtigung dankte. Auf dem Roten Teppich hatte Sandra zuvor ihre große Nervosität gestanden und verkündet, dass sie sich nach der Verleihung "erstmal eine Ladung Pommes und einen Milchshake" gönnen werde.

 
 
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Der Österreicher Christoph Waltz heimste nach der Palme in Cannes wie erwartet auch den Oscar für die beste Nebenrolle ein. Als schauriger SS-Mann in "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino, dem Waltz überschwänglich dankte, überzeugte Waltz auch die Oscar-Jury. Ein Kommentar auf dem Roten Teppich dürfte bei aller Freude über den Preis für einen deutschsprachigen Schauspieler manchem hiesigen Filmschaffenden Kopfzerbrechen bereiten, denn Christoph Waltz meinte: "In den USA werden Filme als Kunstwerk gemacht und wie eine Handelsware verkauft - in Deutschland ist es genau andersherum."

Auch bei den weiblichen Nebendarstellerinnen setzte sich mit Mo'Nique die Favoritin durch. Sie mimt im Drama "Precious - Das Leben ist kostbar" eine beängstigend brutale Mutter.

Die großen Verlierer des Abends waren George Clooneys "Up in the Air", der trotz sechs Nominierungen komplett leer ausging und "Inglourious Basterds", der bei sage und schreibe acht Nominierungen nur den Preis für Christoph Waltz verzeichnen konnte.

Der deuschte Beitrag "Das weiße Band" hatte zwar im Vorfeld als Favorit für den Auslands-Oscar gegolten, zog aber gegen den argentinischen Thriller "El secreto de sus ojos" den Kürzeren. Einen der größten Lacher einer an Höhepunkten eher armen Gala erzielte dabei Regisseur Juan José Campanella, als er der Academy dankte, dass diese Na'vi nicht als Fremdsprache anerkannt hatte und "Avatar" deshalb nicht für den Auslands-Oscar zuließ.

Als bester Animationsfilm wurde wie erwartet "Oben" ausgezeichnet, dazu gab's noch den Oscar für die beste Filmmusik.

Das Moderatorenduo Steve Martin und Alec Baldwin konnte leider bei Weitem nicht an die turbulente Show von Hugh Jackman im vergangenen Jahr heranreichen, wirkte brav und hausbacken. Als die beiden bei der Begrüßung von James Cameron 3D-Brillen aufsetzten und Nominierungs-Königin Meryl Streep als "die Schauspielerin mit den meisten Oscar-Niederlagen" verhöhnten, gab's zumindest verhaltenen Beifall.

Highlight des Abends war eine dem aktuellen Trend geschuldete Rückschau auf Hollywoods Horrorklassiker, präsentiert von den "Twilight"-Stars Kristen Stewart und Taylor Lautner. Als Ausschnitte aus "Der weiße Hai", "Shining", "Nightmare on Elm Street", "Halloween", "Sleepy Hollow", "Psycho", "Alien", "Der Exorzist" und "Bram Stoker's Dracula" über die Leinwand flimmerten, kletterte der Puls das einzige Mal spürbar nach oben.


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