Er ist eine der Ikonen des US-Independent-Films und einer der gefragtesten Nebendarsteller Hollywoods. Mit seiner hageren Figur, den verschatteten... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max09/kuk09/kuk07/u0907106/b150x150.jpg Steve Buscemi

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Steve Buscemi


  • Geburtstag
    13.12.1957
  • Geburtsort
    Brooklyn, New York

Er ist eine der Ikonen des US-Independent-Films und einer der gefragtesten Nebendarsteller Hollywoods. Mit seiner hageren Figur, den verschatteten Augen und den krummen und schlechten Zähnen spielte Steve Buscemi vor allem lebensfrohe Loser, ein Widerspruch, der beinahe alle seine ambivalenten Charaktere kennzeichnet. Buscemi war lebensmüder Sänger ("The Impostors"), Barhocker in Kneipen, arbeitsloser Bowling-Spieler ("The Big Lebowski"), Hotelangestellter, Kleingauner und Drifter, er verzehrte sich nach Elvis Presley ("Mystery Train"), spielte überkandidelte Regisseure ("Living in Oblivion"), heruntergekommene Drehbuchautoren ("In the Soup") und überforderte Entführer und Erpresser ("Fargo"). Buscemi war auch der Mr. Pink in Quentin Tarantinos "Reservoir Dogs". In Hollywood-Großproduktionen war Buscemi u.a. als Serienkiller in "Con Air" und als einer der Ölbohrer/Astronauten in "Armageddon" zu sehen. 1996 stellte er seine erste Regiearbeit "Trees Lounge" vor, in der er einen arbeitslosen Mechaniker spielte.

Vier Jahre später folgte sein nächster Film "Animal Factory", ein bedrückendes Drama über den amerikanischen Strafvollzug mit einem kahlrasierten Willem Dafoe und dem seit Jahren "verschwundenen" Mickey Rourke. Vor der Kamera war er 2000 in "28 Tage" als Psychologe und Klinikleiter Cornell und ein Jahr später in "Ghost World" als Außenseiter Seymour zu sehen, wofür er für den Golden Globe nominiert und mit dem Chlotrudis Awards sowie vielen weiteren Preisen ausgezeichnet wurde. Buscemi führte auch in einigen Folgen der erfolgreichen US-Serie "Sopranos" Regie und übernahm in der fünften Staffel die Rolle des Tony Blundetto, eines Cousins des Hauptdarstellers, der jahrelang im Knast war. "Lonesome Jim" (2004) war seine nächste Regiearbeit: Besetzt mit Casey Affleck und Liv Tyler wird die Geschichte von einem erfolglosen Schriftsteller erzählt, der von New York wieder in seinen Geburtsort, einem Provinznest in Indiana, zurückkehrt. Leider blieb es nur bei der Nominierung zum Grand Jury Preis beim Sundance Filmfestival. Gemeinsam mit David Schechter schrieb er das Drehbuch für seinen 2007 inszenierten Film "Interview". Buscemi spielt den Journalisten Pierre Peders, der eine aufsteigende Soap-Opera-Schauspielerin (Sienna Miller) interviewen soll, was schlussendlich in amüsanten und dramatischen Match zweier Egos mündet.

Der Schauspieler ist seit 1987 mit Jo Andres verheiratet und hat zusammen mit ihr ein Kind.

  • Geburtstag
    13.12.1957
  • Geburtsort
    Brooklyn, New York
  • Geburtsland
    USA

"Paris je t'aime" eröffnet Un Certain Regard

Während noch über mögliche Cannes-Wettbewerbsbeiträge spekuliert wird, sorgt die Festivalleitung auf einem wichtigen Nebenschauplatz für Klarheit.

Großansicht Liebeserklärung an eine Stadt - Eröffnungsfilm "Paris je t'aime" (Foto: X-Verleih)

Liebeserklärung an eine Stadt - Eröffnungsfilm "Paris je t'aime" (Foto: X-Verleih)

Der Episodenfilm Paris, je t'aime wird die Reihe Un Certain Regard am 18. Mai, dem zweiten Festivaltag an der Croisette, eröffnen.

"Paris je t'aime", der von Claudie Ossard (bekannt für ihre Arbeiten mit Jean-Pierre Jeunet) und Emmanuel Benbihy produziert wurde, erzählt in 20 Episoden unterschiedlicher Regisseure von den ebenso vielen Bezirken der Stadt. Jeweils fünf Minuten hatten die Filmemacher für ihre Kurzfilme. Vertreten sind Regisseure wie: Alfonso Cuaron, Gurinder Chadha, Gus Van Sant, Joel und Ethan Coen, Nobuhiro Suwa, Alexander Payne, Richard LaGravenese, Tom Tykwer, Vincenzo Natali, Walter Salles, Wes Craven, Olivier Assayas, Sylvain Chomet, Gerard Depardieu und Bruno Podalydes.

Zu den großen Namen auf der Besetzungsliste zählen unter anderem Juliette Binoche, Maggie Gyllenhaal, Nick Nolte, Steve Buscemi und Willem Dafoe. In der Episode "True" von Tom Tykwer spielen Natalie Portman und Melchior Beslon ein Liebespaar. Bereits 2004 war die Episode als Vorfilm von "Was nützt die Liebe in Gedanken" in deutschen Kinos zu sehen gewesen.


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