Spannung und Suspense sind seine erklärten Ziele, die er in Thrillern, Actionfilmen, Science-Fiction- und Horrorszenarios von Film zu Film professioneller und straffer inszenierte. Verkannte die Kritik seinen Afrika-Film "Der Geist und die Dunkelheit" als Steppen-Version des "Weißen Hai", so fand der Psychothriller "Under Suspicion" verdiente Anerkennung. Regisseur Stephen Hopkins ist ein internationaler Filmemacher, der auf Jamaica geboren wurde, in England und Australien aufwuchs und vor seinem Umzug in die USA als mehrfach ausgezeichneter Regisseur von Werbefilmen, Musikvideos und Theaterproduktionen sowie im Fernsehen arbeitete. Der multimediale Einfluss sollte sich in seinen Filmen widerspiegeln. Hopkins debütierte als Spielfilmregisseur mit dem noch in Australien entstandenen Action-Thriller "Dangerous Game", in dem ein Polizist in einem nächtlichen Kaufhaus Jugendlichen nachstellt. Sein US-Debüt wurde der fünfte Teil der Freddy-Krueger-Saga "Nightmare on Elm Street", dem der zweite Teil um das Monster "Predator" folgte, Filme, in denen Hopkins die Splatter-Effekte auskostete, aber schon den charakteristischen temporeichen Actionstil erkennen ließ. In der Stephen-King-Verfilmung "Judgement Night" (1993) erleben vier Jugendliche eine albtraumartige Hetzjagd durch die Nacht, die äußerst spannend und raffiniert konstruiert, einen weiteren Fortschritt in Hopkins' Entwicklung bedeutete. Mit Tommy Lee Jones und Jeff Bridges als Sprengstoffexperten, die sich ein atemberaubendes Duell liefern, dem u.a. Bridges' Vater Lloyd und Forest Whitaker zum Opfer fallen, inszenierte Hopkins "Explosiv - Blown Away", ein pures Spannungsszenario aus dem irischen Milieu. Val Kilmer und Michael Douglas müssen in dem nach einem authentischen Fall von 1896 gedrehten Abenteuer "Der Geist und die Dunkelheit" als Ingenieur und Großwildjäger gegen zwei blutrünstige Löwen kämpfen, wobei Douglas zerfleischt auf der Strecke bleibt. Hopkins gelangen abermals pure Spannungsmomente und seinem Kameramann Vilmos Zsigmond wunderschöne Afrikabilder. Die SF-Saga "Lost in Space", eine Großproduktion nach einer TV-Serie, führte William Hurt und Mimi Rogers mit ihrer Robinson-Familie in eine andere Galaxie und wies zahlreiche innovative Spezialeffekte, ein eindrucksvolles Design und ein "Tut mir Leid"-Video des Vaters auf, der nie Zeit für seine Kinder hat. Der Psycho-Thriller "Under Suspicion", das Remake des französischen Krimiklassikers "Das Verhör" (1981), geriet Hopkins zu einem beeindruckenden Schauspielerduell zwischen Gene Hackman als Mordverdächtigem und Morgan Freeman als untersuchendem Polizeiinspektor, die beide ein verkorkstes Privatleben haben. Mit zahlreichen Rückblenden und parallelen Zeitebenen in einem Bild gelang Hopkins erneut eine straffe und temporeiche Inszenierung. Zudem hielt in Gestalt der schönen und verführerischen Monica Bellucci ("Der Zauber von Malèna") als Hackmans Ehefrau die Erotik Einzug in Hopkins' Filme. Erst 2004 erschien Hopkins wieder auf der Bildfläche, mit der
Swank mit multipler Persönlichkeit
Ob als Boxerin in "Million Dollar Baby" oder als Mädchen, das gerne ein Junge wäre, in "Boys don't cry": Hilary Swank hat ein Händchen für außergewöhnliche Figuren.
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Eine viel beschäftigte Frau: Hilary Swank (Foto: Kurt Krieger)
Jetzt wird Hilary in dem Remake des französischen Films "Dédales" die Hauptrolle spielen. Im Mittelpunkt des Psycho-Thrillers steht eine junge, emotional gestörte Frau, die mehrere Identitäten gebildet hat.
Sie soll 27 Menschen kaltblütig ermordet haben. Jetzt versucht ein Psychologe, mehr über das Motiv und den Zustand der Frau herauszufinden. Wer allerdings die Rolle des Seelenklempners übernehmen wird, ist noch nicht bekannt.
Auch sind die Produzenten des Films noch auf der Suche nach einem Regisseur. Russell Gewirtz, der Drehbuchautor von "Inside Man", wird das Skript verfassen.
Job ist die beste Ablenkung
Nach den privaten Querelen Anfang dieses Jahres - Swank trennte sich von ihrem Ehemann Chad Lowe - stürzte sich die 31-Jährige in die Arbeit. Bereits abgedreht ist der Thriller "The Black Dahlia", der am 30. August die 63. Filmfestpiele von Venedig eröffnet und zusammen mit den anderen Wettbewerbsbeiträgen für den Goldenen Löwen antritt.
Ebenfalls in der Postproduktion befindet sich der Horrorfilm "The Reaping" unter der Regie von Stephen Hopkins. Im Herbst beginnen die Dreharbeiten zu dem Drama "P.S. I Love You", in dem Hilary eine Witwe spielt, die entdeckt, dass ihr verstorbener Ehemann ihr zehn Briefe hinterlassen hat.