Stéphane Audran

Stéphane Audran

Leben & Werk

Die Augen fast immer nach innen gerichtet und gesenkt, strahlt Stéphane Audran mit ihrer kühlen Eleganz und diskreten Beherrschung eine Aura von Gelassenheit aus, die zugleich erotische Versprechungen beinhaltet. Diese können urplötzlich ausbrechen, wenn sie sich z.B. in “Blutige Hochzeit” mit Michel Piccoli wie ausgehungert auf den heimlichen Geliebten stürzt und im Ufergebüsch oder lustvoll im Prachtbett eines Schlosses Liebe macht.

Audran, als Colette Suzanne Jeannine Dacheville 1932 geboren, war mit Jean-Louis Trintignant liiert, als sie 1958 mit “Schrei, wenn du kannst” eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit mit Regisseur Claude Chabrol begann. Als unverzichtbare Schauspielerin für Chabrol, heiratete sie ihn 1964, um sich 1980 wieder von ihm zu trennen. Bis zu “Betty” (1991) war sie in den meisten Filmen Chabrols zu sehen und bereicherte dessen Oeuvre durch außerordentlich differenzierte Spielarten der weiblichen Psyche, für die sie wiederholt mit europäischen Filmpreisen ausgezeichnet wurde. Zu den besten Arbeiten mit Chabrol gehören die Pariser Verkäuferin in “Die Unbefriedigten”, die titelgebende Ehebrecherin in “Die untreue Frau”, die Lesbierin in “Zwei Freundinnen”, die Dorflehrerin in “Der Schlachter“, die listige Provinzlerin in “Blutige Hochzeit” und die Schmuddelmutter von Isabelle Huppert in “Violette Nozière”. Sie gehörte zum Ensemble von Luis Bunuels “Der diskrete Charme der Bourgeoisie” und trat seit den 70er-Jahren vermehrt in internationalen Filmen auf. Ihr größter Erfolg war die in Dänemark gestrandete Pariser Köchin in “Babettes Fest” (1987).

Bilder

Filme

Weitere anzeigen

Weitere Stars

Kommentare