Sie sind die Blaupause aller No Angels und Bro'Sis: Im März 1994 wird in London von dem Musikmanager Chris Herberts und dessen Vater Bob die... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max07/mbiz07/mbiz38/z0738404/b150x150.jpg Spice Girls

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Spice Girls


Sie sind die Blaupause aller No Angels und Bro'Sis: Im März 1994 wird in London von dem Musikmanager Chris Herberts und dessen Vater Bob die Girlgroup Spice Girls aus der Taufe gehoben, um ein weibliches Pendant zur Boygroup-Hysterie zu schaffen. Ursprünglich unter dem Namen Touch, dann als Spice und schließlich als Spice Girls entwickelt das Quintett aus Geri "Ginger" Spice (bürgerlich: Geraldine Halliwell), Mel B "Scary" Spice (Melanie Janine Brown), Mel C "Sporty" Spice (Melanie Jayne Chisholm), "Posh" Spice (Victoria Adams) und Emmie "Baby" Spice (Emma Lee Bunton, welche für die kurz nach Bandgründung ausgeschiedene Michelle Stephenson einspringt) jedoch bald ein Eigenleben und tauscht das Vater-Sohn-Gespann gegen Simon Fuller, den Manager von Annie Lennox, aus. Unter dessen Regie wird in Zusammenarbeit mit einem Team etablierter Ghostwriter aus dem Girlie-Projekt ein Kassenschlager: Bereits die erste Single "Wannabe" vom Debüt-Album "Spice" klettert im Jahr 1996 weltweit an die Spitze der Hitparaden. Soul, Funk und Disco, gemischt mit etwas Rap sowie einer Portion Aufmüpfigkeit und Sex sorgen für Umsätze bei einem gemischtgeschlechtlichen Teenagerpublikum und deren Eltern. Noch bevor es zu einem ersten Auftritt des Damen-Quintetts kommt, stürzt sich die britische Musikpresse auf die Spice Girls, die inzwischen schon eifrig T-Shirts, Tassen und Puppen mit ihrem Logo verkaufen. Kurz darauf unterschreibt die Gruppe Werbeverträge mit Pepsi, Sony und einem Süßigkeitenhersteller. Das Jahr 1997 erscheint rückblickend wie eine zeitlich geraffte Karriere: Das zweite Album, "Spice World", erscheint, der gleichnamige Film kommt in die Kinos, die Truppe trennt sich von ihrem Manager, es kommt zu internen Rangeleien um den Führungsanspruch. 1998 ist beinahe schon wieder alles vorbei: Geraldine Halliwell verlässt die Gruppe, die mittlerweile rückläufige Verkaufszahlen zu beklagen hat und fortan als Quartett weiterwurstelt. Im November 2000 erscheint noch ein Album, "Forever", danach legen die Sängerinnen das Projekt auf Eis - jede um mindestens einen zweistelligen Millionbetrag reicher.

Spice Girls erobern die USA

"Spice Up Your Live" war die Devise, die fünf charmante Gören aus Großbritannien in der ganzen Welt verbreiten wollten.

Großansicht Die Spice Girls versprühen auf der Leinwand gute Laune (Foto: Universal)

Die Spice Girls versprühen auf der Leinwand gute Laune (Foto: Universal)

Am 23. Januar 1998 starteten die Spice Girls mit ihrem ersten Kinofilm "Spice World" in den amerikanischen Kinos, nachdem sie bereits in ganz Europa für gute Stimmung und klingelnde Kassen gesorgt hatten. Was dem überwiegend jungen Publikum recht gut gefiel, kam bei den Kritikern jedoch gar nicht gut an.

Sieben Nominierungen für die Goldene Himbeere folgten, von denen Mel C., Mel B., Emma, Geri und Victoria immerhin den als schlechteste Hauptdarstellerinnen entgegen nehmen durften. Dafür stiegen die Verkaufszahlen des zweiten Albums "Spiceworld" erneut in die Höhe, aus dem viele Titel für den Soundtrack verwendet wurden.


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