Die Fortsetzung des größten Sandalenepos aller Zeiten ohne den Superstar? Diese fixe Idee hatte in Hollywood lange für kollektives Kopfschütteln gesorgt. Doch jetzt haben die Macher eine Story ausgetüftelt, die alle Probleme löst.
Denn obwohl Russell Crowe die Leinwand nicht ein weiteres mal formatfüllend und oscarreif veredeln wird, sorgt er zumindest höchstselbst für die Legitimität seines Nachfolgers. Und das geht so:
Der kleine Blondschopf Lucius aus dem ersten Teil wird kurzum zum Star in Teil 2 befördert. Lucius ist der letzte rechtmäßige Erbe des Kaiser Marcus Aurelius. So weit so gut, doch der Clou ist laut Drehbuchautor John Logan:
"Historisch ist es so, dass die Prätorianer die Macht in Rom übernehmen. Und jetzt raten Sie mal, wer sich dabei als wirklicher Vater von Lucius herausstellt..."
Dass so ein Geniestreich der Feder von John Logan entspringt, verwundert kaum: Schon die Arbeit an "Gladiator" hatte ihm eine Oscarnominierung eingebracht. Zuvor hatte Logan "An jedem verdammten Sonntag" geskriptet, außerdem zeichnet er für das Drehbuch von "Star Trek X: Nemesis" verantwortlich.
Das Problem dabei: Teil 2 spielt 11 Jahre später und damit muss für Lucius auf jeden Fall ein neuer Darsteller gesucht werden: Denn Spencer Treat Clark, der im ersten Streich den Jungrömer gegeben hatte, ist Baujahr 1987 - und wer will schon einen aknegeplagten Naseweis als ultimativen Arenenhelden sehen...