Ihre eigentliche Heimat ist das Melodram der gequälten Herzen. Zart, gebrechlich und leicht trotzig wirkend, gehörte die 1949 geborene Sissy Spacek... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max08/kuk08/kuk11/u0811052/b150x150.jpg Sissy Spacek

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Sissy Spacek


  • Bürgerlicher Name
    Mary Elizabeth Spacek
  • Geburtstag
    25.12.1949
  • Geburtsort
    Quitman nahe Austin, Texas

Ihre eigentliche Heimat ist das Melodram der gequälten Herzen. Zart, gebrechlich und leicht trotzig wirkend, gehörte die 1949 geborene Sissy Spacek zur Ära des New Hollywood, wo sie mit Martin Sheen in Terrence Malicks "Badlands" eines der typischen Freiheit und Sinn im Road Movie suchenden Paare jener kreativen Epoche spielte. Doch den Weltruhm erlangte sie als besessenes junges Mädchen in Brian de Palmas Horrorfilm "Carrie".

Spacek spielte in anspruchsvollen Filmen von Robert Altman und Alan Rudolph, gewann den Oscar als beste Hauptdarstellerin aber für ihre Rolle der Country-Sängerin Loretty Lynn in "Nashville Lady". Spacek war in den 60er-Jahren selbst erfolglos als Sängerin unter dem Namen Rainbo aufgetreten. Sie behauptete sich an der Seite von Jack Lemmon als eine ihren verschollenen Mann in Chile suchende Frau in Costa-Gavras' "Missing", als Farmersfrau neben Mel Gibson in "Menschen am Fluß" und als jüngste Schwester von Diane Keaton in dem Melodram "Verbrecherische Herzen".

Nachdem Spacek in den 90er-Jahren vornehmlich für das Fernsehen gearbeitet hatte, fand sie mit kleineren Rollen (u.a. als frustrierte Schnapsdrossel in der Komödie "Eve und der letzte Gentleman" und "langsame" Tochter von Richard Farnsworth in "Eine wahre Geschichte") auf die Leinwand zurück. Das eigentliche Comeback gelang ihr mit Todd Fields Kleinstadtdrama "In the Bedroom": Für ihre Rolle als trauernde Mutter, die nach dem Mord an ihrem Sohn ihren Ehemann zur Vergeltung drängt, erhielt sie ihren dritten Golden Globe (nach "Nashville Lady" und "Verbrecherische Herzen")

Spacek ist mit dem Bühnenbildner und Regisseur Jack Fisk verheiratet, in dessen Filmen sie regelmäßig spielt. Eine ihrer beiden gemeinsamen Töchter, Schuyler Fisk, ist ebenfalls Schauspielerin.

  • Bürgerlicher Name
    Mary Elizabeth Spacek
  • Geburtstag
    25.12.1949
  • Geburtsort
    Quitman nahe Austin, Texas
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Seit 1974 mit Jack Fisk (Art Director, Ausstatter) verheiratet; Kinder: Schuyler Fisk (w) und Madison Fisk (m) (beide Schauspieler)
  • Autogrammadresse
    c/o Creative Artist Agency
    9830 Wilshire Boulevard
    Beverly Hills, CA 90212
    USA

…sie waren jung und brauchten das Geld!

Zu Halloween feiert der Horrorfilm hohes Fest. Auch zartbesaitete Gemüter verirren sich dann ins Grusel-Genre. Für alle lohnt es sich, ganz genau hinzuschauen, denn häufig finden sich altbekannte Gesichter in unerwarteten Rollen.

Großansicht Schreien allein bringt weder im Film noch für die Karriere was! (Foto: Warner)

Schreien allein bringt weder im Film noch für die Karriere was! (Foto: Warner)

Oftmals sind es nämlich nicht die Scream Queens und Hauptdarsteller der großen Horrorklassiker, die den Durchbruch im Filmgeschäft schafften, sondern die Schauspieler in den Nebenrollen, bzw. in den No-Budget-Filmen.

Die Karrieren von Jamie Lee Curtis ("Halloween"), Sissy Spacek ("Carrie") und Neve Campbell ("Scream") sind tatsächlich die Ausnahmen. Heather Langenkamp lässt heute meist nur noch bei Spezialisten die Glocke bimmeln, dabei spielte sie das final girl in "Nightmare - Mörderische Träume". Den Nebendarsteller des von Freddy schnell und blutig dahin gemetzelten Glen Lantz dagegen erkennt heute beinahe jedes Kind: Johnny Depp.

Großansicht Freddy macht's vor: Der echte Star ist immer der Killer (Foto: VCL)

Freddy macht's vor: Der echte Star ist immer der Killer (Foto: VCL)

Silikon fürs Film-Nirvana

Das Horror-Genre, vor allem der Teenhorror und das Slasher-Subgenre, ist nicht als Star-Vehikel geplant. Im Zentrum steht der Killer/das Monster, wichtig sind die perfiden Tötungen und die Effekte, mit der die meist attraktive, wenn weiblich, tunlichst vollbusige Opferschar ins Jenseits befördert wird. Ehe dann das attraktivste und vollbusigste Opfer den Killer/das Monster töten darf - Auferstehung zur Fortsetzung inklusive.

Dementsprechend beliebt waren und sind diese Filme - mit wenigen Ausnahmen - auch bei den Schauspielern. Allein, jung und mittellos hatte so mancher spätere Star keine Wahl und verdingte sich widerwillig dennoch als dritter menschlicher Messerblock von links für des grimmen Rippers scharfe Klinge. Und diese Perlen nun wieder auszubuddeln, macht an Halloween gleich noch viel mehr Spaß.

Großansicht ...da, da, da... ganz links, da ist sie: Keira Knightley (Foto: Tobis)

...da, da, da... ganz links, da ist sie: Keira Knightley (Foto: Tobis)

Leatherface jagte Nurse Betty

Mal ehrlich, wer erinnert sich schon noch, dass Keira Knightley vor noch nicht einmal fünf Jahren die gepushte Quoten-Blondine in dem Klaustrophobie-Thriller "The Hole" gab. Und sie ist in bester Gesellschaft: Renée Zellweger brillierte dereinst jung und schmollmundig in "Texas Chainsaw Massacre: The Next Generation" - an der Seite des ebenfalls damals noch reichlich unbeleckten Matthew McConaughey. Da gleitet sogar Leatherface die Kettensäge aus der Hand.

Apropos Stars in schlechten Fortsetzungen von Kultklassikern: Patricia Arquette stand ebenfalls mal auf Freddy Kruegers Schlachtplan, in "Nightmare III". Ihr Bruder David Arquette ist ein echter Aficionado was Horror-Schinken betrifft, von der "Scream-Trilogie über den Kannibalen-Reißer "Ravenous" bis zu "Eight Legged Freaks".

Großansicht Dereinst auch im Banne der Dämonen: Hilary Swank (Foto: Kurt Krieger)

Dereinst auch im Banne der Dämonen: Hilary Swank (Foto: Kurt Krieger)

Schlachter, Spinnen, Blutsauger

Seine ersten Gehversuche unternahm er jedoch in einem echten Horror-Flopp: "Buffy the Vampire Slayer". Der Kinofilm von 1992 hat bis auf das Setting nichts mit der Fernsehserie zu tun, und auch Sarah Michelle Gellar wirkt nicht mit. Dafür graut es einem anderen Hollywood-Superstar im Wartestand vor Blutsaugern: Hilary Swank - ja, ja zwei Oscars hatte ihr mit Sicherheit nach diesem Rohrkrepierer niemand vorausgesagt.

Haargenau so erging es Tom Hanks. Von "He knows you're alone" ist's noch ein verdammt langer weg bis "Philadelphia" und "Forrest Gump".

Ebenso düster sah es für John Travolta aus. Mit "The Devil's Rain" feierte er ein heute höchst interessantes, im Jahre 1975 aber kaum beachtetes Leinwanddebüt, da konnte auch William Shatner nichts mehr daran ändern. Überraschend durfte Travolta ein Jahr später dann noch in der Stephen King-Adaption "Carrie" ran, die ihn wiederum für "Saturday Night Fever" samt folgender Weltkarriere qualifizierte.

Großansicht Jason stellte ebenfalls späteren Stars nach (Foto: Promo)

Jason stellte ebenfalls späteren Stars nach (Foto: Promo)

Bacon wird Hackfleisch

Einen echten Kultfilm suchte sich Kevin Bacon als Debüt aus. Nicht "Footloose" - wie dem Publikum heute in schlecht recherchierten 80er-Revival-Shows vorgegaukelt wird - sondern "Freitag, der 13." markierten seine ersten Schritte auf die große Leinwand. Wenn es auch verflucht kleine waren.

Demi Moore mit "Parasite" und Linda Hamilton ("Children of the Corn") wären garantiert froh darüber. Geradezu ein Schweigegelübde über ihre Frühwerke scheinen Jim Carrey und Charlie Sheen abgelegt zu haben: Carreys "Einmal beißen bitte" ist der Brüller jeder Halloween-Party und Sheens "Grizzly II" harrt heute sogar noch seiner Video-Veröffentlichung.

Großansicht Hartes Los zum Karriere-Start: George Clooney (Foto: Kurt Krieger)

Hartes Los zum Karriere-Start: George Clooney (Foto: Kurt Krieger)

George Clooney, King of Horror

Dabei weist dieser Film sogar noch den absoluten und ungeschlagenen Champion der Karriere-Fehlstarts im Horror-Genre auf. Ladies and Gentleman, die "Ed Wood Gedächtnis-Medaille in Gold" geht an: George Clooney! Applaus!

Neben "Grizzley II" wirkte Clooney in der Frühphase seiner Laufbahn noch im ebenso unnachahmlichen wie unfassbaren "Return to Horror High" mit, sowie in "Return of the Killertomatoes". Und dieser Film gilt nicht nur als schlechtester Film aller Zeiten, er allein soll der Grund sein, warum 1988 gar der mieseste Jahrgang der Filmhistorie überhaupt sein soll. Clooney hat es nicht geschadet.


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