Das schottische Urgestein wurde nach Gelegenheitsjobs, Schauspielstudium, kleinen Rollen in Film und TV über Nacht mit der Figur des britischen Geheimagenten James Bond 007 zum Weltstar. Das Image des eleganten, cleveren und Luxus liebenden Spions in einer der erfolgreichsten Reihen der Filmgeschichte verhalf Connery aber nicht nur zu Ruhm, sondern blieb auch auf Jahrzehnte an ihm kleben. Durch Charakterrollen wie die des Mark Rutland in Hitchcocks "Marnie" konnte sich Connery schließlich von diesem stereotypen Rollenimage befreien. Seine ungewöhnliche Spannbreite an Darstellungen umfasst Actionfilme, Psychothriller und Western ebenso wie Abenteuerfilme, Krimis und Dramen.
Seine bereits über Jahrzehnte andauernde Karriere verdankt der 1,91 Meter große Weltstar zu einem guten Teil seiner charismatischen Leinwandpräsenz, die weit über seine Rollen hinausgeht. 1987 erhielt er den "BAFTA-Award" für seine Rolle des Mönchs in "Der Name der Rose" sowie den Lifetime Achievement Award der British Academy of Film and Television Arts. Im Jahr darauf ehrte ihn Hollywood mit "Oscar" und "Golden Globe" für die beste Nebenrolle in "The Untouchables - Die Unbestechlichen". Connery wurde in die französische Ehrenlegion aufgenommen und erhielt den Titel Commandeur des Arts et des Lettres.
An Filmen wie "Die Wiege der Sonne", "Im Sumpf des Verbrechens" und "The Rock" beteiligte er sich als Produzent, um gezielter Einfluss nehmen zu können. Ausgezahlt hat sich dies auch bei "Verlockende Falle", in dem zwischen Connerys alterndem Gentleman-Gauner und der von Catherine Zeta-Jones gespielten Versicherungsdetektivin, die ihn zu einem Raubzug überreden will, die Funken fliegen. Weniger erfolgreich war hingegen Gus Van Sants Intellektuellen-Drama "Finding Forrester", in dem Connery als zurückgezogen lebender, legendärer Autor von einem 16-jährigen Afroamerikaner aufgespürt wird und Freundschaft mit ihm schließt. Hinter den Erwartungen zurück blieb in den USA auch Steven Norringtons Comic-Verfilmung "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen", in der Connery als Indiana Jones-Vorvater Alan Quatermain mit anderen Helden der Literaturgeschichte nicht nur dem gefährlichen Phantom das Handwerk legen soll, sondern offenbar - nicht zuletzt dank seiner Funktion als ausführender Produzent - auch hinter den Kulissen so manchen Strauß mit Regisseur Norrington ausfocht.
"Highlander"-Remake geht langsam voran
Da hat einer ordentlich Respekt vor dem Original...
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Kultfilm der 80er: Was Christopher Lambert wohl vom geplanten "Highlander"-Remake hält? (Foto: Fox)
Zweihänder-Klingen klirren gegeneinander, blutige Köpfe rollen durch New York, blaue Blitzkaskaden flirren über die Leinwand: "Highlander" setzte in den 80er-Jahren neue Maßstäbe in Sachen epischer Fantasy.
Darum gab es unter den Fans auch einen Aufschrei des Entsetzens, als Hollywood die Pläne für ein Remake des Klassikers mit Christopher Lambert und Sean Connery bekannt gab. Denn schon die Kinofortsetzungen und zahlreiche TV-Ableger schadeten dem Mythos eher, als dass sie spannende Geschichten aus der damals erfundenen Welt der unsterblichen Recken erzählten.
Tony Stark trifft Connor McLeod
Dessen scheint sich der Regisseur der Neuauflage des Schwert-Spektakels auch voll bewusst zu sein. Justin Lin gilt nach seinen letzten drei "Fast & Furious"-Abenteuern als Filmemacher mit Blockbuster-Qualitäten und darf sogar den fünften "Terminator" inszenieren. Doch wenn es um "Highlander" geht, gibt sich der Taiwanese extrem vorsichtig:
"Die Produktionsfirma hat mir zum Glück sehr viel Zeit gegeben", erklärt Justin Lin. "Ich arbeite mit den 'Iron Man'-Autoren Art Marcum und Matt Holloway am Drehbuch. Wir wollen dabei ein Niveau erreichen, von dem wir so überzeugt sind, dass wir den Film mit Selbstvertrauen und Begeisterung drehen können."
Wem das zu sehr nach Durchhalteparolen für ein schwieriges Projekt klingt, den beruhigt Justin Lin: "Obwohl ich auch 'Terminator 5' und eine Reihe anderer Filme plane, ist 'Highlander' schon an einem sehr ordentlichen Punkt der Entwicklung. Hinter mir steht ein exzellentes Team und wir arbeiten hart daran. Es müssen nur noch ein paar Dinge angestoßen werden, damit wir den Film drehen können."