Sir Alec Guinness

Sir Alec Guinness

Leben & Werk

Einer der wandlungsfähigsten englischen Schauspieler, dessen “Gesicht hinter der Maske” (dt. Titel seiner Autobiografie, 1985) verschwinden mag, aber dennoch unverkennbare Züge trug. Wie sein Kollege Marcello Mastroianni war Guinness der Ansicht, er sei das Blatt Papier, auf dem seine Regisseure schreiben müssten. Diese Auffassung führte in seinen englischen Jahren zu einer Reihe vornehmlich von den Ealing-Studios produzierter Komödien, von denen “Adel verpflichtet“, in dem er in acht Rollen auftrat und acht Mal ermordet wird, und die weltberühmten “Ladykillers”, in dem er sich grandios wiederholt in seinem Schal verheddert, herausragen. Seit dem Erfolg von David LeansDie Brücke am Kwai” (1957), in dem er stur, arrogant und tragisch den britischen Offizier spielte, der die titelgebende Brücke baut und sprengt, war der 1914 geborene Guinness, der bereits 1959 in den Adelsstand erhoben wurde, vornehmlich in internationalen Großproduktionen zu sehen, von denen David Leans “Lawrence von Arabien“, “Doktor Schiwago” und “Reise nach Indien” die bekanntesten sind. Für bewunderndes Erstaunen sorgte er als weiser Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi in dem bahnbrechenden ersten Teil der “Star Wars”-Saga. Guinness, der sich auch für Gastauftritte und Nebenrollen nicht zu schade war, erhielt 1980 den Ehren-”Oscar” und prägte in seinen TV-Rollen als denkender Meisterspion George Smiley wesentlich die Figuren aus John Le Carre’s Agentenromanen. Der Urbrite war mit seinem Understatement uneitel bis zur Selbstverleugnung. Im August 2000 verstarb Guinness, der seit mehreren Jahren an Krebs litt, im Alter von 86 Jahren.

Bilder

News & Stories

Filme

Weitere anzeigen

Weitere Stars

Kommentare