2004 ging's für Silbermond rasant nach oben: Im Fahrwasser von Wir sind Helden rückten die vier Sachsen mit eingängigen Rocksongs und teenie-... - Foto: Daniel Lwowski http://images.kino.de/flbilder/max12/mbiz12/mbiz05/z1205145/b150x150.jpg Silbermond

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Silbermond


2004 ging's für Silbermond rasant nach oben: Im Fahrwasser von Wir sind Helden rückten die vier Sachsen mit eingängigen Rocksongs und teenie-tauglichen Texten in die erste Garde der neuen Deutsch-Popbands vor. Aufgewachsen sind die vier Silbermond-Musikanten Stefanie Kloß (Gesang), Andreas Nowak (Schlagzeug), Johannes Stolle (Bass) und sein Bruder Thomas (Gitarre) im ostsächsischen Bautzen. Sie lernten sich bei einem Musikprojekt namens TenSing kennen und beschlossen, eine eigene Band zu gründen.

Mit der Formation Jast, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der Bandmitglieder ergab, konzentrierten sich die vier hauptsächlich auf Coverversionen sowie auf eigene Songs mit englischen Texten. Bereits drei Monate nach Bandgründung konnten sie den ersten Erfolg feiern: Jast belegten beim Bandwettbewerb "Beat" des Landkreises Bautzen den ersten Platz. Es sollte nicht der einzige siegreiche Talent Contest bleiben. Nachdem sie ihre ersten Demos aufgenommen hatten, räumten sie den zweiten Platz beim "Soundcheck 2001" ab. Nur wenige Wochen später standen sie beim "Music Act 2001" ein weiteres Mal ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Im Jahr 2001 entschloss sich die Band, künftig auf Deutsch zu texten und erhielt prompt Schützenhilfe von einer der dienstältesten Deutschrockbands: Die Puhdys engagierten die Gruppe als Support für ihr Konzert in Kamenz, und Jast spielten ihr bis dahin größtes Konzert vor rund 10.000 Zuschauern. Um der neuen textlichen Ausrichtung Rechnung zu tragen, beschloss die Band, ihren alten Namen abzuwerfen und nannte sich fortan Silbermond. Ihren musikalischen Stil hatte die Gruppe mittlerweile im alternativ-angehauchten Rockbereich gefestigt. Selbst beschreiben sie ihre Musik mitunter als "Avril Lavigne mit deutschen Texten". In der Folgezeit arbeiteten Silbermond weiter eifrig an neuen Songs und erspielten sich bei zahlreichen Live-Konzerten eine ansehnliche Fangemeinde. Ihren Plattenvertrag verdankte die Band schließlich einem Zufall: Eine ehemalige Mitarbeiterin aus der BMG-Rechtsabteilung in München besuchte eines der zahlreichen Silbermond-Konzerte im Osten der Republik. Die paragraphenfeste Talentspürnase stammte ebenfalls aus Bautzen, hatte sogar die gleiche Schule wie Schlagzeuger Andreas Nowak besucht und stellte dann den Kontakt mit einem A&R-Manager des Labels her. Der ließ sich bei mehreren Konzertbesuchen vom musikalischen Potenzial der jungen Band überzeugen und nahm sie unter Vertrag.

Gemeinsam mit den Erfolgsproduzenten Ingo Politz und Bernd Wendlandt (u.a. Jeanette, Bell Book & Candle, Alphaville) machten sich Silbermond an die Aufnahmen für ihr Debütalbum. Im Frühjahr 2004 erschien die erste Single "Mach's dir selbst" aus der Feder von Kiss-Gitarrist Paul Stanley, die Silbermond mit einer Platzierung auf Rang 56 der deutschen Singles-Charts einen ersten Achtungserfolg bescherte. Auf ihrer ersten großen Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz im Vorprogramm von Jeanette Biedermann vergrößerte die Band ihre Anhängerschaft deutlich. Schon die nächste Single, "Durch die Nacht" , rückte bis in die Top 20 vor. Im Juli folgte das Debütalbum "Verschwende deine Zeit", das die Charts aus dem Stand auf Position fünf erreichte. In der Folgezeit ging es steil bergauf für Silbermond: Mit umjubelten Konzerten und anhaltender Unterstützung der Medien vergrößerte die Band ihre Fanbasis beständig. Die sorgte auch dafür, dass sich die CD rund 16 Wochen in den Top Ten hielt und im Herbst sogar bis auf Platz drei vorrückte.

Angefeuert wurden die Verkäufe im Herbst noch einmal von der dritten Single, der pompös produzierten Ballade "Symphonie" , die auf Position fünf und damit auf die bis dahin höchste Platzierung der Band in den Singles-Charts kletterte. Rund acht Wochen verbrachte der Song in den Top Ten. Es folgten Nominierungen für zahlreiche Musik-Awards, darunter die Eins Live Krone und der Viva-Comet. Nur vier Monate nach Veröffentlichung durften Silbermond im November 2004 bereits eine Platinauszeichnung für über 200.000 verkaufte Exemplare von "Verschwende Deine Zeit" in Empfang nehmen. Mit "Laut gedacht" erschien im Frühjahr 2006 das langerwartete zweite Album der Band, auf dem Silbermond erneut mit einer Mischung aus kecken Pop-Songs und eindrucksvollen Balladen zu gefallen wussten. Mit dem direkten Einstieg auf Platz eins der MusikWoche Top 100 Longplay, zeigten Silbermond endgültig, dass sie längst zur Top-Liga der deutschen Popmusik zu zählen waren.

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