Sigourney Weaver

Sigourney Weaver

Leben & Werk

Mit der Rolle der Astronautin Ripley in Ridley Scotts “Alien”, die im Lauf dreier Fortsetzungen zur Mutter der Aliens wird, wurde Sigourney Weaver, geboren 1949 in New York, zur Hauptfigur einer der erfolgreichsten Reihen des Horror-SF-Genres. Dabei demonstrierte sie auch als langlebige Weltraumfahrerin jene Qualitäten, die sie in Nicht-Genre-Filmen zeigte: Junge, selbstbewusste Frauen, karrierebewusst, hart, erprobt im Mobbing und herablassend mit Stil und Boshaftigkeit, wie sie es gesammelt in Mike Nichols’ “Die Waffen der Frauen” gegenüber Melanie Griffith vorführte.

Ihre komische Seite zeigte Weaver in zwei “Ghostbuster”-Filmen, als Präsidentengattin in “Dave”, die ihren ausgetauschten Mann scheinbar nicht wiedererkennt, als leidgeprüfte, ehemalige Darstellerin einer “Star Trek”-ähnlichen TV-Serie, die auf Fan-Konventen auftreten muss, in der Parodie “Galaxy Quest”, wo sie blondiert und mit Push-up-Bra ihr Image karikiert, und als nach höherem strebende Lehrersgattin in “Cuba libre”, die ihren Gatten dazu treibt, sich als CIA-Agent auszugeben. Sie riskierte die schwierigen Dreharbeiten als Primaten-Forscherin Dian Fossey in “Gorillas im Nebel” und spielte in Roman Polanskis “Der Tod und das Mädchen” das Opfer der chilenischen Militärjunta, die plötzlich ihrem Folterer von damals gegenübersteht und ihn gefangen nimmt. Hier wie als Geliebte und Nachbarin von Kevin Kline in Ang Lees “Der Eissturm”, die desillusioniert das Zusammenbrechen der Gesellschaftsstrukturen in einer durch den Eissturm isolierten Gemeinde erlebt, erreichte Weaver jene dramatische Intensität, die man in ihren Genrefilmen ahnt.

Nach einer Reihe komischer Rollen – als Hälfte eines Mutter-Tochter-Gespanns auf Heiratsschwindlertour in “Heartbreakers – Achtung: scharfe Kurven!”, Objekt der sexuellen Begierden ihres 15-jährigen Stiefsohns Oscar im Sundance-Erfolg “Alle lieben Oscar” und unerbittliche Leiterin eines Jugendstraflagers, die ihren Nagellack in “Das Geheimnis von Green Lake” mit Klapperschlangengift mixt – war Weaver unter der Regie von Ehemann Jim Simpson im Drama “The Guys” zu sehen, in dem sie einem Feuerwehrmann (Anthony LaPaglia) nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 hilft, Nachrufe auf seine verstorbenen Kollegen zu schreiben. Weaver gehörte ebenso zum Ensemble von M. Night Shyamalans “The Village” über eine Dorf, das von unheimlichen Kreaturen bedroht wird, wie zu dem des Familiendramas “Imaginary Heroes”, in dem sie als sarkastische Mutter mit nie wirklich ausgelebter Hippievergangenheit glänzte.

Weaver, die eine langjährige Karriere auf der Bühne hinter sich hat und nie im Fernsehen auftrat, ist seit “Alien 3″ auch als Produzentin tätig.

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