Die in Heilbronn als Tochter türkischer Eltern geborene Sibel Kekilli gab 2004 mit der weiblichen Hauptrolle in Fatih Akins "Gegen die Wand" ein... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max11/kuk11/kuk07/u1107105/b150x150.jpg Sibel Kekilli

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Sibel Kekilli


  • Geburtstag
    16.06.1980
  • Geburtsort
    Heilbronn

Die in Heilbronn als Tochter türkischer Eltern geborene Sibel Kekilli gab 2004 mit der weiblichen Hauptrolle in Fatih Akins "Gegen die Wand" ein sensationelles Spielfilmdebüt, das viel zu den zahlreichen Auszeichnungen des Films beitrug. Ihre von Power, Drive, Temperament, Energie, Kühnheit und Körperbewusstsein bestimmte Darstellung der jungen Deutschtürkin, die, von Lebenswut und Liebeslust aufgezehrt, in einer Scheinehe scheitert und nach verzweifeltem Aufbegehren in Istanbul landet, ist von fiebriger Leidenschaft erfüllt und gehört zu den größten Leinwanddebüts überhaupt. Fatih Akin soll die Essener Verwaltungsangestellte mit den sehnsuchtsvollen Mandelaugen und den schmalen Gesichtszügen in einem Einkaufszentrum entdeckt und von der Straße weg engagiert haben.

Direkt nach der Premiere des Films auf der Berlinale 2004 ging Sibel Kekilli durch die Hölle einer Hetzkampagne der "BILD"-Zeitung, die ihr Intermezzo in sechs Pornofilmen unter dem Namen Dilaria für einen schäbigen Versuch missbrauchte, ihre Leistung durch den Ruch der Vergangenheit zu schmälern - zum Glück vergeblich. Kekilli gewann drei Monate später den Deutschen Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin, wurde als Beste Darstellerin auf dem deutsch-türkischen Filmfestival in Nürnberg ausgezeichnet, gewann den von der Illustrierten "Bunte" gestifteten "New Faces Award" als populärste Nachwuchsschauspielerin und wurde mit dem Bambi 2004 als Shooting Star geehrt.

In der Komödie "Kebab Connection" hat Kekilli einen Gastauftritt als junge Mutter, deren Baby in einer Parodie der Freitreppenszene aus Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" mit dem Kinderwagen eine Treppe in Hamburg hinunterrollt, aus dem Kinderwagen fliegt und in den Armen eines Griechen landet, der die Mutter heiraten wird.

  • Geburtstag
    16.06.1980
  • Geburtsort
    Heilbronn
  • Geburtsland
    BRD
  • Familie
    Lebenspartner: Michael
  • Autogrammadresse
    c/o Wasted Management
    Gotzkowskystrasse 20/21
    10555 Berlin
  • Links
    http://www.sibel-kekilli-fan.de ( Fan-Seite)

"Die Fremde" ist deutscher Oscar-Kandidat

Mit "Gegen die Wand" sorgte Sibel Kekili für viel Aufmerksamkeit in Deutschland. Bald könnte sie bei Milliarden Menschen in aller Welt berühmt sein.

Großansicht "Die Fremde": von Deutschland eingereicht, um für den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film nominiert zu werden (Foto: Majestic (Fox))

"Die Fremde": von Deutschland eingereicht, um für den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film nominiert zu werden (Foto: Majestic (Fox))

Denn Sibel Kekillis Glanzleistung als Türkin, die vor ihrer einengenden Ehe in Istanbul nach Berlin flieht, könnte für einen Auslands-Oscar sorgen: Das Drama "Die Fremde" wird Deutschlands Vorschlag in der begehrten Kategorie! Eine unabhängige Fachjury, die den deutschen Beitrag im Wettbewerb um den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film auswählt, hat sich für Feo Aladags bereits vielfach ausgezeichnetes Drama um eine Grenzgängerin zwischen zwei Kulturen entschieden.

"'Die Fremde' ist ein außerordentlich gut geschriebener, stimmig inszenierter und berührender Film mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen. Der Film behandelt auf höchst dramatische und subtile Weise den Kampf einer jungen deutsch-türkischen Mutter um ihre Selbstbestimmung in zwei Wertesystemen", heißt es in der Begründung. Der Film lief Mitte März in den deutschen Kinos.

Oscarreif schon beim Debüt

Auch Österreich und die Schweiz haben ihren Kandidaten auserkoren, Tizza Covis und Rainer Frimmels Drama über eine Wanderzirkusfamilie, "La Pivellina", und Stephanie Chuats und Veronique Reymonds Drama um die Beziehung eines alten Mannes zu seiner Krankenschwester, "La petite chambre". Besonders spannend: Alle drei Filme aus dem deutschsprachigen Raum stammen von Erstlingsregisseuren.

Unter allen nationalen Einreichungen nominiert die Academy of Motion Pictures Arts and Sciences am 25. Januar 2011 jene fünf Filme, die an der Endauswahl des Wettbewerbs um den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film teilnehmen. Der Sieger aus den fünf Nominierten wird dann bei der glamourösen Verleihung der Goldjungen am 27. Februar 2011 im Kodak Theatre zu Los Angeles gekürt.

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