Verschlossen bis zum Stehkragen - wenn der amerikanische Cowboy einen hätte - sind die einsamen, grüblerischen, harten, asketischen und niemals... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz27/z0227526/b150x150.jpg Sam Shepard

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Sam Shepard


  • Bürgerlicher Name
    Samuel Shepard Rogers
  • Geburtstag
    05.11.1943
  • Geburtsort
    Fort Sheridan, Illinois

Verschlossen bis zum Stehkragen - wenn der amerikanische Cowboy einen hätte - sind die einsamen, grüblerischen, harten, asketischen und niemals lachenden Figuren, die Sam Shepard als Schauspieler verkörpert. Sie sind sich und der Welt fremd, entfremdet und ihr Ernst resultiert nicht ausschließlich aus gewonnener Lebenserfahrung, sondern auch aus trotzigem Stoizismus als Lebenshaltung. So ist Sam Shepard, obwohl Amerikaner, paradoxerweise der ideale Darsteller einer europäischen Figur, nämlich Max Frischs "Homo Faber" in der Verfilmung durch Volker Schlöndorff geworden: als der Mann, der nur das Realitätsprinzip gelten lässt und mit seiner Tochter schläft.

Shepard wurde 1943 geboren und war der einsame Farmer in Terrence Malicks "In der Glut des Südens" und der einsame Cowboy, der Kim Basinger mit dem Lasso einfängt, in Robert Altmans "Fool for Love", er spielte als einsamer Landarzt neben Diane Keaton in "Baby Boom" (und bewies, dass Komik nicht seine Sache ist), und er war der einsame Juraprofessor neben Julia Roberts in "Die Akte". Seit Ende der 90er-Jahre war Shepard als Nebendarsteller in Filmen wie Sean Penns "Das Versprechen", Ridley Scotts "Black Hawk Down" oder Nick Cassavetes "Wie ein einziger Tag" zu sehen.

Shepards Regieversuche blieben beide erfolglos, sein Western "Schweigende Zunge" kam nur wegen des Todes von Hauptdarsteller River Phoenix in die Kinos. Shepard lebt seit 1982 mit der Schauspielerin Jessica Lange zusammen (zwei gemeinsame Kinder) und ist Autor mehrerer Theaterstücke sowie Kurzgeschichten. Für Wim Wenders verfasste er das Drehbuch zu "Paris, Texas" sowie fast zwanzig Jahre später gemeinsam mit ihm das Buch zu "Don't Come Knocking", in dem er selbst die Hauptrolle übernahm: Als abgehalfterter Westerndarsteller Howard begibt sich Shepard darin auf eine Reise in die Vergangenheit, im deren Verlauf er nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit Sohn und Tochter von verschiedenen Frauen konfrontiert und von seiner Ex-Geliebten (Lange) zurückgewiesen wird.

  • Bürgerlicher Name
    Samuel Shepard Rogers
  • Geburtstag
    05.11.1943
  • Geburtsort
    Fort Sheridan, Illinois
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Lebt mit Jessica Lange, gemeinsame Kinder: Hannah Jane und Samuel Walker
    1969 Hochzeit mit O-Lan Jones (geschieden ''84), Sohn Jesse Mojo
  • Autogrammadresse
    c/o Lois Berman Little Theatre Bldg.
    240 W 44th.St.
    New York, N.Y. 10036
    USA

Fatih Akin in der Jury von Cannes

Ein deutscher Film im offiziellen Wettbewerb, zwei deutsche Beiträge in den Nebenreihen und ein gebürtiger Hamburger in der Jury: Das 58. Festival de Cannes erweist dem oft geschmähten heimischen Kino seinen Respekt.

Großansicht Wird den Wettbewerb kritisch beäugen: Fatih Akin (Foto: timebandits films)

Wird den Wettbewerb kritisch beäugen: Fatih Akin (Foto: timebandits films)

Fatih Akin, der mit "Gegen die Wand" auf der Berlinale 2004 zum umjubelten Jungstar aufstieg, darf seinen Filmverstand ab 11. Mai in der Jury von Cannes unter Beweis stellen. Dabei ist der Regisseur in illustrer Gesellschaft, denn der Kreis der Juroren ist so hochkarätig wie selten:

Neben Akin und dem Vorsitzenden Emir Kusturica werden beispielsweise Action-Zauberer John Woo aus China und die amerikanische Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrison ("Liebe", "Jazz") über die Vergabe der begehrten Goldenen Palme entscheiden. Dazu gesellen sich die mexikanische Schauspiel-Göttin Salma Hayek ("Frida") und der Spanier Javier Bardem, der sich als Titelheld des grandiosen Dramas "Das Meer in mir" im Februar über den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film freuen durfte.

Die Macht ist stark, an der Croisette

Komplettiert wird die Jury durch die französische Regisseurin Agnès Varda, die auch als Ko-Autorin von "Der letzte Tango in Paris" bekannt ist, ihren Landsmann und Kollegen Benoît Jacquot ("Sade") sowie die indische Darstellerin Nandita Das, die mit dem homoerotischen Emanzipationsdrama "Fire - Wenn Liebe Feuer fängt" in den deutschen Kinos war.

Kein Wunder also, dass Akin sich sehr freut, dass ihn der künstlerische Leiter des Festivals, Thierry Frèmaux, nominiert hat: "Für mich ist das eine große Ehre", sagte Akin. "Ich freue mich auf diesen intensiven Workshop!"

Wer bei den gestrengen Juroren das Rennen machen wird, ist indes völlig offen. Das Comic-Spektakel "Sin City" von Robert Rodriguez mit seiner Parade von US-Superstars hat wohl nur Außenseiterchancen. Cannes-Lieblinge wie Gus Van Sant ("Last Days"), Jim Jarmusch ("Broken Flowers") und Lars von Trier ("Manderlay") gehören auch dieses Jahr zum Favoritenkreis. Nicht zu vergessen Wim Wenders, der für seine erneute Zusammenarbeit mit Sam Shepard in "Don't Come Knocking" nach der Goldenen Palme für "Paris; Texas" wieder auf Palmzweige in Edelmetall hofft.

Klar ist nur, dass es den größten Rummel um einen Film geben wird, der an der Côte d'Azur außer Konkurrenz läuft: "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith".


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