Sam Rockwell

Sam Rockwell

Leben & Werk

Independent-Star, Buddy von George Clooney und mit Darstellerpreisen der Filmfestivals von Berlin, Montréal und Barcelona ausgezeichnet, gehört Sam Rockwell zu den vielseitigen US-Schauspielern, die zwischen kleinen Produktionen und Mainstream-Filmen mühelos wechseln. Mit seinen weichen Gesichtszügen, die je nach Lage sanft, verloren, träumerisch, selbstvergessen, listig, leutselig oder verschlagen wirken, kann Rockwell verschiedenartigste Facetten seiner Figuren herausarbeiten.

Seine wichtigste und größte Rolle war bislang die des authentischen TV-Produzenten und Moderators Chuck Barris, der in George Clooneys Regiedebüt “Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind” parallel zur Fernsehkarriere als Killer für den CIA arbeitet und Reisen für das Handwerk des Tötens nutzt. Für die Darstellung von Barris’ Sexsucht, Selbstüberschätzung und schwarzen Scherzen bei Game-Shows im Studio wurde Rockwell 2003 als Bester Darsteller der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Rockwell studierte an der “High School for Performing Arts”, gab sein Debüt 1988 in Victor Salvas “Clown House” und fiel nach zahlreichen Nebenrollen in Filmen wie “Letzte Ausfahrt Brooklyn“, “In the Soup” oder “Light Sleeper” in John Duigans “Lawn Dogs – Heimliche Freunde” als einsamer Gärtner auf, der als Außenseiter eine von der Umwelt misstrauisch beäugte Freundschaft mit einer renitenten Zehnjährigen eingeht. Die Darstellerpreise in Montréal und Barcelona förderten seine Karriere nur indirekt, es blieb bei Independent-Arbeiten.

In Tom Di Cillos “Box of Moonlight” war Rockwell der junge Wilde Kid, der mit Hippie-Haaren im Trapper-Outfit von US-Frontier-Held Davey Crockett in einem Wohnwagen am Waldrand lebt, der bürgerlichen Gesellschaft den Rücken gekehrt hat, ohne Führerschein Auto fährt, weder Freunde noch Kreditkarten besitzt und mit einem Kästchen den Mondschein einfangen will. In Saul Rubineks “Tom und Jerry” fing Rockwell als Gebrauchtwagenhändler nachts Schlägereien an.

In größeren Produktionen fiel Rockwell als Gauner in David Mamets Big Caper Movie “Heist” auf, der Gene Hackman die Geliebte ausspannt, von dessen Coup (Überfall auf einen Goldbarrentransport) profitieren will und seinerseits reinfällt. In “3 Engel für Charlie” war er der reiche Playboy und diabolische Mastermind Eric Knox, den die “Engel” im Hubschrauber zur Strecke bringen, im Gefängnisfilm “The Green Mile” als ‘Wild Bill’ der unkontrollierbare Gefangene im Todestrakt.

Nach TV- und Theaterarbeiten lernte Rockwell bei den Dreharbeiten zur Krimikomödie “Safecrackers”, wo er den an Selbstüberschätzung leidenden Kirmes- und Amateurboxer Pero spielte, der mit anderen Luschen auf Raubzug geht, George Clooney kennen, der den Film mitproduzierte. Clooney setzte auf Rockwell, gab ihm die Hauptrolle in “Confessions” – und der Goldene Bär der Berlinale 2003 war die Belohnung. Im gleichen Jahr sah man Rockwell als Trickbetrüger in der Ridley Scott-Komödie “Tricks”, bevor er 2005 in der erfolgreichen Verfilmung des SF-Kultbuchs “Per Anhalter durch die Galaxis” als galaktischer Präsident Zaphod Beeblebox mitwirkte.

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