Britische Schauspielerin. Sie eroberte 2008 die Berlinale im Sturm: Sally Hawkins gewann mit ihrer unerschütterlich lebenslustigen und vitalen... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max09/kuk09/kuk04/u0904019/b150x150.jpg Sally Hawkins

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Sally Hawkins


  • Geburtstag
    27.04.1976
  • Geburtsort
    London

Britische Schauspielerin. Sie eroberte 2008 die Berlinale im Sturm: Sally Hawkins gewann mit ihrer unerschütterlich lebenslustigen und vitalen Grundschullehrerin Poppy in Mike Leighs "Happy-Go-Lucky" den Silbernen Bären als Beste Darstellerin. Die Lebensfreude von Poppy geht einher mit jenen schlagfertigen Dialogen, die Hawkins in ihren vorhergehenden Arbeiten mit Leigh kultivierte: In ihrem Spielfilmdebüt "All or Nothing" (2002) als arbeitslose Samantha und in "Vera Drake" (2004) als Susan, der "Engelmacherin" Imelda Staunton illegal die Last ungewollter Schwangerschaft nimmt.

Sally Hawkins wurde 1976 in London als Tochter von zwei Kinderbuchillustratoren geboren und wuchs im Südosten der Stadt auf. Sie besuchte die James Allen's Girl School, schloss 1998 ihre Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts ab und stand in Stücken von Shakespeare, Tschechow und Brecht auf der Bühne. Hawkins spielte für das Fernsehen in vier Folgen der Comedy-Serie "Little Britain" (2003-05), war Lesbe in "Tipping the Velvet" (2003), "Frankenstein"-Autorin Mary Shelley in "Byron" (2003, mit Johnny Lee Miller), Diebin in "Fingersmith" (BBC 2005) und Jane Austens skeptische Heldin Anne Elliot in "Persuasion" (ITV 2007), die ihr die Goldene Nymphe auf dem Monte Carlo TV-Festival einbrachte.

Im Kino gehörte Hawkins als Slasher zur Gang von James Foreman, die in Matthew Vaughns meisterhaftem Gangsterthriller "Layer Cake" (2004) Kokainhändler Daniel Craig in Schwierigkeiten bringt. 2007 spielte sie die Verlobte von Colin Farrell in Woody Allens Bruderdrama "Cassandras Traum". 2008 steht sie mit Orlando Bloom, Emma Thompson, Rosamund Pike und Peter Sarsgaard für Lone Scherfigs Verfilmung von Nick Hornbys "An Education" vor der Kamera, in der es ums Erwachsenwerden im London der 60er-Jahre geht.

Sally Hawkins schrieb für BBC Radio 4 Texte für die Comedy Show "Concrete Cow" und 2007 das Drehbuch für den TV-Film "The Everglades".

Sally Hawkins liebt Malkunst und Schwarzweißfilme der 40er-Jahre, die sie in ihrer Kindheit im Fernsehen sah.

  • Geburtstag
    27.04.1976
  • Geburtsort
    London
  • Geburtsland
    Großbritannien

Heath Ledger gewinnt Golden Globe

Viele hatten auf ihn getippt und die Jury hatte tatsächlich den Mut für eine postume Auszeichnung - jetzt deutet auch alles auf einen Oscar für Heath Ledger hin.

Großansicht Einfach beeindruckend: Die Rolle als Joker bringt dem verstorbenen Heath Ledger einen Golden Globe (Foto: Warner)

Einfach beeindruckend: Die Rolle als Joker bringt dem verstorbenen Heath Ledger einen Golden Globe (Foto: Warner)

Normalerweise ist der Preis für den besten Nebendarsteller eine Randnotiz bei der Verleihung der Golden Globes. Doch dieses Jahr war es die meistbeachtete Kategorie bei der Zeremonie in der Nacht zum Montag in Los Angeles: Die Vertreter der Auslandspresse, die die Globes vergeben, ehrten Heath Ledger für seine Rolle als Joker in "The Dark Knight" als besten Nebendarsteller. Ledger war vor knapp einem Jahr unter tragischen Umständen an einem tödlichen Cocktail von Schlaf- und Schmerzmitteln gestorben. Postume Ehrungen sind sowohl bei den Globes als auch bei den Oscars - für die Ledger nun ebenfalls als Favorit gilt - eine große Ausnahme.

In den Königskategorien dominierte ansonsten der Independent-Film: "Slumdog Millionär" über einen Jungen, dem beim indischen "Wer wird Millionär" Betrug vorgeworfen wird, wurde zum besten Drama gekürt. Woody Allens zynischer Reigen um Liebe und Untreue "Vicky Cristina Barcelona" ist nach Meinung der Jury die beste Komödie. Bester Animationsfilm wurde "WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf".

Altstar Rourke und die doppelte Kate

Als bester Schauspieler setzte sich Mickey Rourke in seiner Rolle als alternder Catcher im anrührenden Drama "The Wrestler" überraschend gegen Sean Penn ("Milk") durch. Beste Schauspielerin ist Kate Winslet für das starke Beziehungsdrama "Zeiten des Aufruhrs", in dem sie neben ihrem "Titanic"-Partner Leonardo DiCaprio zu sehen ist. Dazu gewann Winslet für die Romanverfilmung "Der Vorleser" auch den Preis als beste Nebendarstellerin. Bester komischer Schauspieler ist Colin Farrell für "Brügge sehen... und sterben?", Sally Hawkins setzte sich mit "Happy-Go-Lucky" durch.

Die deutsche Hoffnung "Der Baader Meinhof Komplex" ging leider leer aus. Das RAF-Drama musste sich im Rennen um den besten ausländischen Film der deutschen Koproduktion "Waltz With Bashir" geschlagen geben, die für Israel ins Rennen gegangen war.

Der beste Film "Slumdog Millionär" bescherte auch seinem Regisseur Danny Boyle einen Globe - seinen ersten. Zudem wurden Drehbuchautor Simon Beaufoy und Komponist A. R. Rahman ausgezeichnet. Der beste Song stammt von Bruce Springsteen für "The Wrestler".

Die Golden Globes gelten insgesamt als wichtiger Fingerzeig für die Oscar-Verleihung, die in der Nacht des 22. Januar vergeben werden.


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