Außenseiter, Soziopathen, Teenager in Trouble, unangepasste Drifter, jugendliche Provokateure und Künstlerseelen in Aufruhr gehören zum bevorzugten... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max11/kuk11/kuk28/u1128034/b150x150.jpg Ryan Gosling
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Ryan Gosling

  • Geburtstag
    12.11.1980
  • Geburtsort
    London, Ontario

Außenseiter, Soziopathen, Teenager in Trouble, unangepasste Drifter, jugendliche Provokateure und Künstlerseelen in Aufruhr gehören zum bevorzugten Rollenrepertoire von Ryan Gosling, der seine Charaktere zwischen wildem Aufgebehren und selbstzerstörerischer Rebellion anlegt.

Gosling leidet als New Yorker Kunststudent in "Stay" an Weltschmerz, gibt bizarre Vorhersagen von sich und bringt das Leben des ihn behandelnden Psychiaters (Ewan McGregor) aus den Fugen; er legt sich wegen seines Selbsthasses als jüdischer Skinhead Danny in "The Believer" mit dem eigenen Glauben an; er ersinnt in Barbet Schroeders Thriller "Mord nach Plan" (nach einem authentischen Fall, der Alfred Hitchcock zu "Cocktail für eine Leiche" inspirierte) einen perfiden perfekten Mord an einem Kommilitonen und führt die ermittelnde Tatortexpertin (Sandra Bullock) in überheblicher Arroganz auf seine Spur; in "The United States of Leland" ersticht er einen 15-Jährigen und landet im Jugendvollzug.

Ryan Gosling wurde 1980 im kanadischen Ontario geboren und wuchs in einer Mormonenfamilie auf. Als Zwölfjähriger sprach er für eine Rolle in Disneys "Mickey Mouse Club" vor, zog nach Florida und war neben Britney Spears und Justin Timberlake Mitglied dieser TV-Show. Etliche TV-Rollen später trat er in den Serien "Kung Fu", "Herkules" und in der Titelrolle als "Young Hercules" auf.

Im Spielfilm debütierte Gosling 2000 als Spieler im Football-Drama "Gegen jede Regel". Der Skinhead Danny in "The Believer" (2002) brachte ihm über Nacht einen Namen, den Jury-Preis von Sundance, Nominierung beim Independent Spirit Award und den Goldenen Widder russischer Kritiker.

Einem größeren Publikum wurde Gosling an der Seite von Rachel McAdams in "The Notebook - Wie ein einziger Tag" (2004) bekannt, Geschichte einer großen Sommerliebe, die beginnt, als Gosling droht, sich vom Riesenrad zu stürzen, wenn Rachel nicht mit ihm ausgeht. Der leidenschaftliche Kuss im Regen brachte dem Paar, auch im Leben liiert, den MTV Movie Award 2005 für "Best Kiss" ein, sie spielten ihn auf der Bühne nach. Gosling und McAdams wurden in dem Krankenhaus geboren, in dem "The Notebook" spielt.

2006 ist Gosling drogenabhängiger Lehrer in "Half Nelson", stellvertretender Staatsanwalt in "Fracture" und in Steven Soderberghs "Guerilla" der bolivianische Colonel Ramirez, der den Revolutionär Ernesto Che Guevara zur Strecke brachte.

Dann bricht eine Phase in Goslings Karriere an, die ihn in den Augen vieler Kritiker in den Rang eines schauspielerischen Ausnahmekönners erhebt: Er verliebt sich als Einzelgänger in "Lars und die Frauen" in eine Sexpuppe, er bietet Michelle Williams im Beziehungsdrama "Blue Valentine" einen Gegenpart, der ihre Oscar-Nominierung erst ermöglichte. Nach einem Ausflug ins Komödiengenre, als er Steve Carrell in "Crazy, Stupid, Love" die Schürzenjagd lehrte, brillierte er in George Clooneys Politdrama "The Ides of March - Tage des Verrats" als politisches Wunderkind, das als Strippenzieher hinter den Kulissen des US-Präsidentenwahlkampfs über seine Selbstüberschätzung und die Fallstricke politischer Ränkespiele stolpert.

Für das dänische Regiewunderkind Nicolas Winding Refn ("Walhalla Rising") gibt Gosling nun in dessen US-Debüt "Drive" (Regiepreis in Cannes!) einen Stuntman, der nachts als Fahrer der Mafia unterwegs ist, und beweist, dass atemberaubende Action und nuancierte Darstellkunst sich keinesfalls widersprechen müssen.

Gosling, privat eine Zeit lang mit Sandra Bullock verbunden, ist versierter Jazzgitarrist. Sein Lieblingsfilm ist "Jenseits von Eden" mit James Dean.

  • Geburtstag
    12.11.1980
  • Geburtsort
    London, Ontario
  • Geburtsland
    Kanada
  • Familie
    Vater: Thomas Gosling (Arbeiter einer Papierfabrik)
    Mutter: Donna Gosling (Sekretärin)

    Schwester: Mandi Gosling
  • Autogrammadresse
    1118 15th St #1
    Santa Monica CA 90403
    USA
  • Links
    http://www.ryangosling.co.uk (Fan-Seite)
Ryan Gosling träumt vom Bankraub

Vor dem Knast hat Ryan Gosling viel zu viel Angst und lässt lieber die Finger von den Banken.

Großansicht Ryan Gosling in "The Place beyond the Pines" (Foto: Studiocanal)

Ryan Gosling in "The Place beyond the Pines" (Foto: Studiocanal)

In seinem neuen Film "The Place beyond the Pines" räubert Ryan Gosling jede Menge Banken aus - ein toller Job, wie der Schauspieler findet: Im wirklichen Leben ist Bankräuber nämlich Ryan Goslings heimlicher Fetisch den auszuleben - also mit allem Drum und Dran - er sich aber einfach nicht traut:

"Ich hatte schon immer so eine Fantasie vom Bankraub", so Gosling. "Aber ich fürchte mich vorm Gefängnis. Ich würde das in Wahrheit niemals machen, hätte aber total Lust dazu, wenn mir da nicht der Knast winken würde."

Doch dafür ist man ja schließlich Schauspieler und so hatte Ryan Gosling an den Bankraub-Szenen auch richtig viel Freude, denn die wurden am Stück gedreht und bescherten ihm einen ganz realen Eindruck: "Ich bin so nah es ging an diese Erfahrung heran gegangen so nah, wie ich das nie wieder machen werde. Und jetzt habe ich diese Idee auch von meiner Karte gelöscht."

Kein Tattoo für die Ewigkeit

Weniger schön war der Dreh allerdings in Bezug auf eine andere Filmanforderung: Für seine Rolle des Motorradstuntfahrers Luke musste sich Gosling jede Menge falsche Tattoos verpassen lassen. Die seien einfach nur furchtbar gewesen und besonders der falsche Zacken unter seinem linken Auge ging ihm sehr auf die Nerven: "Dieses Tattoo habe ich echt bereut. Ich musste es den ganzen Film über tragen und habe mich total geschämt, so sehr, dass ich nicht einmal mehr in den Spiegel schauen wollte."

Ob Ryan Gosling in seinem neuen Film wirklich an Schönheit eingebüßt hat, wissen wir zum Kinostart am 20. Juni. Richtig schön wird in jedem Fall Film- und Lebenspartnerin Eva Mendes sein, die Goslings Freundin spielt und, auch wenn sie sich Mühe gibt rauh und hart aufzutreten, mit Sicherheit wieder ein Hingucker wird.

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