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Ryan Gosling

Ryan Gosling

Leben & Werk

Außenseiter, Soziopathen, Teenager in Trouble, unangepasste Drifter, jugendliche Provokateure und Künstlerseelen in Aufruhr gehören zum bevorzugten Rollenrepertoire von Ryan Gosling, der seine Charaktere zwischen wildem Aufgebehren und selbstzerstörerischer Rebellion anlegt.

Gosling leidet als New Yorker Kunststudent in “Stay” an Weltschmerz, gibt bizarre Vorhersagen von sich und bringt das Leben des ihn behandelnden Psychiaters (Ewan McGregor) aus den Fugen; er legt sich wegen seines Selbsthasses als jüdischer Skinhead Danny in “The Believer” mit dem eigenen Glauben an; er ersinnt in Barbet Schroeders Thriller “Mord nach Plan” (nach einem authentischen Fall, der Alfred Hitchcock zu “Cocktail für eine Leiche” inspirierte) einen perfiden perfekten Mord an einem Kommilitonen und führt die ermittelnde Tatortexpertin (Sandra Bullock) in überheblicher Arroganz auf seine Spur; in “The United States of Leland” ersticht er einen 15-Jährigen und landet im Jugendvollzug.

Ryan Gosling wurde 1980 im kanadischen Ontario geboren und wuchs in einer Mormonenfamilie auf. Als Zwölfjähriger sprach er für eine Rolle in Disneys “Mickey Mouse Club” vor, zog nach Florida und war neben Britney Spears und Justin Timberlake Mitglied dieser TV-Show. Etliche TV-Rollen später trat er in den Serien “Kung Fu“, “Herkules” und in der Titelrolle als “Young Hercules” auf.

Im Spielfilm debütierte Gosling 2000 als Spieler im Football-Drama “Gegen jede Regel”. Der Skinhead Danny in “The Believer” (2002) brachte ihm über Nacht einen Namen, den Jury-Preis von Sundance, Nominierung beim Independent Spirit Award und den Goldenen Widder russischer Kritiker.

Einem größeren Publikum wurde Gosling an der Seite von Rachel McAdams in “The Notebook – Wie ein einziger Tag” (2004) bekannt, Geschichte einer großen Sommerliebe, die beginnt, als Gosling droht, sich vom Riesenrad zu stürzen, wenn Rachel nicht mit ihm ausgeht. Der leidenschaftliche Kuss im Regen brachte dem Paar, auch im Leben liiert, den MTV Movie Award 2005 für “Best Kiss” ein, sie spielten ihn auf der Bühne nach. Gosling und McAdams wurden in dem Krankenhaus geboren, in dem “The Notebook” spielt.

2006 ist Gosling drogenabhängiger Lehrer in “Half Nelson”, stellvertretender Staatsanwalt in “Fracture” und in Steven Soderberghs “Guerilla” der bolivianische Colonel Ramirez, der den Revolutionär Ernesto Che Guevara zur Strecke brachte.

Dann bricht eine Phase in Goslings Karriere an, die ihn in den Augen vieler Kritiker in den Rang eines schauspielerischen Ausnahmekönners erhebt: Er verliebt sich als Einzelgänger in “Lars und die Frauen” in eine Sexpuppe, er bietet Michelle Williams im Beziehungsdrama “Blue Valentine” einen Gegenpart, der ihre Oscar-Nominierung erst ermöglichte. Nach einem Ausflug ins Komödiengenre, als er Steve Carrell in “Crazy, Stupid, Love” die Schürzenjagd lehrte, brillierte er in George Clooneys Politdrama “The Ides of March – Tage des Verrats” als politisches Wunderkind, das als Strippenzieher hinter den Kulissen des US-Präsidentenwahlkampfs über seine Selbstüberschätzung und die Fallstricke politischer Ränkespiele stolpert.

Für das dänische Regiewunderkind Nicolas Winding Refn (“Walhalla Rising”) gibt Gosling nun in dessen US-Debüt “Drive” (Regiepreis in Cannes!) einen Stuntman, der nachts als Fahrer der Mafia unterwegs ist, und beweist, dass atemberaubende Action und nuancierte Darstellkunst sich keinesfalls widersprechen müssen.

Gosling, privat eine Zeit lang mit Sandra Bullock verbunden, ist versierter Jazzgitarrist. Sein Lieblingsfilm ist “Jenseits von Eden” mit James Dean.

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