Unter den Filmautoren des erotischen Kinos nimmt Russ Meyer (1922-2004) eine Sonderstellung ein: Sein Lieblingsmotiv sind fast ausschließlich die... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz39/z0439499/b150x150.jpg Russ Meyer

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Russ Meyer


  • Geburtstag
    21.03.1922
  • gestorben
    18.09.2004

Unter den Filmautoren des erotischen Kinos nimmt Russ Meyer (1922-2004) eine Sonderstellung ein: Sein Lieblingsmotiv sind fast ausschließlich die herausragenden körperlichen Eigenschaften vollbusiger Frauen, deren voluminöse Oberweiten leinwandfüllend als Waffe wie als Lustobjekt dienen. Dabei hat Meyer als "auteur", der für Produktion, Regie, Buch, Kamera und Schnitt verantwortlich zeichnet und sich Sekundenauftritte gönnt, einen Stil erarbeitet, der aus seinen Filmen mehr macht als niedrige Instinkte bedienende Kultfilme für Busenfetischisten.

Vielmehr nutzt Meyer die auffälligen Proportionen und aggressiven Potentiale seiner Heldinnen, um mit schnellen Schnitten, satirischen Stimuli, verkanteten Kameraeinstellungen und Assoziationsmontagen, die seine ausgesprochen komische Ader belegen, den American Way of Life zu karikieren. Das Rezept ist einfach und einsehbar: In Russ Meyers Filmen stehen den starken, dominanten, gewalttätigen und sexuell unersättlichen Frauen, die sich nicht unterdrücken lassen, Männer gegenüber, die er als "Typen mit kantigen Gesichtern und einem IQ von 37" lässig als brutale Möchtegern-Machos darstellt, die als "Schlappschwänze" aus dem Rennen gehen.

Meyer wurde 1922 in Oakland, Kalifornien, als Sohn eines Polizisten geboren, verbrachte seine Kindheit mit Sport und war im Zweiten Weltkrieg als Soldat bei der Landung der Alliierten und im August 1944 bei der Befreiung von Paris mit der Kamera dabei. Einige bekannte historische Fotos der Ereignisse gehen auf sein Konto. Zur Legende gehört, dass ihn Ernest Hemingway in einem Pariser Bordell in die Geheimnisse der Liebe einweihte. 1958 drehte Meyer in vier Tagen "Der unmoralische Mr. Teas", Geschichte eines Voyeurs und eines jener wie die FKK-Filme "Nudies" genannten Werke, die weibliche Nacktheit im prüden Amerika propagierten (und parallel zur Karriere von Hugh M. Hefners "Playboy"-Magazin die Grenzen des Erlaubten in der Abbildung nackter Tatsachen austesteten und verschoben). Mitte der 60er-Jahre entstanden die ersten Hauptwerke: "Lorna", "Mudhoney", "Die Satansweiber von Tittfield" und "Motorpsycho". Ohne Kommentar, rasant und stark überspitzt treten Frauen gegen Männer an. Es geht um puren Sex, Geilheit, Gewalt.

Gesellschaftskritische Absichten hatte Meyer nie. Ihm ging es um große Brüste, Frauen und das damit zu verdienende Geld. Davon abgesehen, gehören diese vier Filme zu seinen besten: Die Schwarz-Weiß-Fotografie und die unverhüllte rüde Aggressivität sind von einer Intensität, die zu jener Zeit niemand wagte: Wenn Tura Satana in Meyers Meisterwerk "Faster, Pussycat! Kill! Kill!/Die Satansweiber von Tittfield" mit ihrem Sportwagen gezielt einen Krüppel im Rollstuhl überfährt, bricht Meyer bis heute Tabus.

In den folgenden Filmen nimmt die satirische, groteske und kuriose Seite des Sex zu. Die Phallussymbolik und die unverhüllten Amazonen, darunter die deutsche Uschi Digard als "griechischer Chor", die die Handlungsführung kommentiert, gingen anlässlich des Kleinstadt-Dramas "Im tiefen Tal der Superhexen" als "die großen Gefühle griechischer Tragödien im Playmate-Format" ("Süddeutsche Zeitung") in die Filmgeschichte ein.

In den letzten Jahren brachte Meyer die originellen Soundtracks seiner Filme als CDs heraus und schnitt die alten Filme auf Mini-Versionen zum Mammutwerk "The Breast of Russ Meyer" zusammen: "Ich interessiere mich für Busen, ich liebe sie, und ich werde sie weiterhin glorifizieren, propagieren und herausstellen."

  • Geburtstag
    21.03.1922
  • Geburtsland
    USA

Tarantino castet Pornostar

Bisher verdiente Pornostar Tera Patrick ihr Geld vor der Kamera ausschließlich in der Horizontalen. Für Quentin Tarantino soll sie einen Stellungswechsel vornehmen.

Großansicht Bringt eine kräftige Prise Erotik in sein neustes Projekt: Quentin Tarantino (Foto: Senator Film)

Bringt eine kräftige Prise Erotik in sein neustes Projekt: Quentin Tarantino (Foto: Senator Film)

Kultfilmer Quentin Tarantino ist bekannt für scharfe Kurven und rassige Darstellerinnen in seinen Werken. So durften bisher bereits Salma Hayek, Bridget Fonda und Rosario Dawson ihre Reize vor der Kamera ausspielen. Für sein neustes Projekt, die Neuauflage des Russ-Meyer-Klassikers "Die Satansweiber von Tittfield", schweben dem Regisseur von "Death Proof" mehrere scharfe Bräute vor.

Zu Quentins ursprünglichen Favoritinnen - Popprinzessin Britney Spears, Top-Latina Eva Mendes sowie Schmuddelvideobraut und Paris-Hilton-Busenfreundin Kim Kardashian - soll sich nun Pornoqueen Tera Patrick gesellen. Der Filmemacher ist ganz hin und weg von der Tochter eines Briten und einer Thailänderin. "Quentin liebt sie. Tera ist wie geschaffen für die Rolle, die im Original von Tura Satana gespielt wurde", verrät ein Insider.

Von der Horizontalen in die Vertikale

Die 32-jährige Augenweide hat bereits eine beachtliche Karriere im Hardcorebusiness hingelegt. Zuletzt konnte das Ex-Model zweimal hintereinander in den Jahren 2007 und 2008 die Porno-Auszeichnung "F.A.M.E.-Award" als bestes weibliches Starlet entgegennehmen.

Den kurzzeitigen Wechsel ins ernste Schauspielfach würde die Halbasiatin liebend gerne vollziehen: "Das wäre die heißeste Neuverfilmung aller Zeiten! Ich fühle mich geehrt, in die Auswahl gekommen zu sein. Ich wurde für diese Rolle geschaffen!" Hört sich nach einem sehr frivolen Projekt an.


Filmografie

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