Rupert Everett

Rupert Everett

Leben & Werk

In Europa bereits mit Literaturverfilmungen und Beiträgen für das New British Cinema bekannt, war es die “Jane Bond”, der schwule beste Freund von Julia Roberts in “Die Hochzeit meines besten Freundes“, der Rupert Everett den Durchbruch brachte. Der unverschämt charmante, geistreiche und schlagfertige, gut aussehende Darsteller mit ebenmäßiger Nasenpartie im langen schlanken Gesicht und mit vorgerücktem Kinn wiederholte diese Rolle in “Ein Freund zum Verlieben“, der ersten in Hollywood auf ihn zugeschnittenen Hauptrolle.

Everett, Jahrgang 1959, begann 1984 als Eliteschüler und Spion in “Another Country” und als Geliebter von Miranda Richardson in “Dance with a Stranger“, bevor er europaweit als Erzähler in der Gabriel-Garcia-Marquez-Verfilmung “Chronik eines angekündigten Todes” und als Student neben Philippe Noiret in “Brille mit Goldrand” bekannt wurde. Danach er kehrte dem Geschäft für einige Jahre den Rücken und verarbeitete die Filmzeit in zwei Büchern.

Mit Julia Roberts kehrte Everett auf die Leinwand zurück und verkörperte im Anschluss in “Ein perfekter Ehemann” in idealer Weise den von Oscar Wilde erfundenen Lord aus dem Oberhaus, der sich nicht korrumpieren lässt, auch durch Julianne Moore nicht, wobei er als aristokratischer Geist, Dandy mit Witz und lässig gepflegten Manieren sein in allen Filmen offenbares komödiantisches Timing verfeinerte. In “Ein Freund zum Verlieben” führte ein One-Night-Stand mit der besten Freundin Abbie (Madonna) zu Vaterpflichten für den schwulen Robert (Everett), mit “Ernst sein ist alles” folgte eine weitere Wilde-Komödie, in der Everett an der Seite von Colin Firth einmal mehr den Dandy personifizerte.

Gelegentlichen Ausflügen in die Gegenwart (Everett als britische Upper-Class-Tunte in “Wer tötete Victor Fox”) oder zumindest in die Mitte des 20. Jahrhunderts (“The Third Identity – Im Bann der Macht”, als KGB-Agent, der Sharon Stone becirct) stehen zahlreiche Kostümrollen gegenüber, darunter der Vicomte de Valmont, als der er sich in der starbesetzten TV-Adaption des französischen Klassikers “Gefährliche Liebschaften” den Verführungswettstreit mit Catherine Deneuve lieferte. Ebenfalls für das Fernsehen verkörperte Everett in “Sherlock Holmes – Der Seidenstrumpfmörder” den berühmten Detektiv mit der Pfeife. In “Stage Beauty” war Everett König Charles II., der im England des 16. Jahrhunderts auf Bedrängen seiner Mätresse beschließt, dass künftig auch Frauen auf dem Theater auftreten dürfen.

Der Fantasyfilm “Der Sternwanderer” (2007) von Matthew Vaughn ist mit hochkarätigen Schauspielerkollegen wie Robert De Niro (Captain Shakespeare) und Peter O’Toole als König von Stormhold besetzt. Everett spielt hier einen Königssohn, der vom eigenem Bruder ermordet wird und als Geist weiter unter den Lebenden haust. In der 2007 inszenierten Komödie über ein Mädcheninternat “Die Girls von St. Trinian” überzeugt er in einer Frauenrolle als unorthodoxe Direktorin Camilla Fritton, deren Internat unter enormen finanziellen Nöten leidet und vor der Schließung steht.

Rupert Everett befürwortet die gleichgeschlechtliche Ehe und macht sich für die Gleichberechtigung der Schwulen in den USA und Großbritannien stark.

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