Der Sohn des in den Siebziger Jahren populären amerikanischen Sängers und Songschreibers Loudon Wainwright III, Rufus McGarrigle Wainwright, wird am 22. Juli 1973 in Rhinebeck im Staate New York geboren. Nach der Scheidung der Eltern wächst er bei seiner Mutter Kate McGarrigle in Montréal auf, wo er später auch eine kurze Zeit lang an der McGill Universität im Fach Klavier eingeschrieben ist. Mit dreizehn geht der begabte Teenager zum ersten Mal mit Mutter Kate, Tante Anna und Schwester Martha als "McGarrigle Sisters & Family" auf Tournee. Sein Song "I'm Running", welchen er zum Soundtrack des Films "Tommy Tricker And The Stamp Traveller" beisteuert, wird 1988 als "Best Original Song" für den Genie Award und 1990 für den Juno Award nominiert. In seiner Heimatstadt Montréal gehört Rufus bald zum festen Inventar der Club-Szene. Er verschickt eine Reihe von Demo-Bändern, wovon eines auf dem Schreibtisch des DreamWorks-Managers Lenny Waronker landet - und Gehör findet. 1998 unterschreibt er einen Vertrag und wenig später erscheint sein selbstbetiteltes Debüt-Album, das vor allem in Kanada reichlich Kritikerlorbeeren erntet. Als auch der Nachfolger "Poses" (2001) ähnliche Resonanzen erhält, wagt sich Rufus als Support-Act von Tori Amos erstmals ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die USA. Dort entwickelt er sich zwar bald zum eigenständigen Hauptact, bleibt kommerziell jedoch - ähnlich wie Kollege Ben Folds - mehr eine Randfigur. Er ist ein schwer zu vermarktendes Produkt: Der Opernfan Wainwright wechselt ständig zwischen Klavier und Gitarre, stellt vielschichtige Kompositionen mit Einflüssen von Schubert bis Piaf neben trockene Neo-Folk-Balladen und verarbeitet in seinen Texten nicht nur die eigene Homosexualität, sondern auch ein starkes Interesse für religiöse Themen. 2003 erscheint das erste "Want"-Album, "Want One", dem 2004 konsequent "Want Two" folgt. Als "Want" kommen beide CDs zusammen - pünktlich zum Beginn einer Großbritannien-Tournee - 2005 auch in Europa in den Handel. Seine auf dem Soundtrack zu dem viel beachteten Gay-Western "Brokeback Mountain" vertretenen Songs "The Maker Makes" und "King Of The Road" verschaffen ihm Anfang 2006 auch hier zu Lande Kultstatus.