Seit er 1988 mit "Annies Männer" sein Debüt gab, konnte Regisseur Ron Shelton mit packend inszenierten Sportfilmen dem Genre zu Popularität... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz15/z0315520/b150x150.jpg Ron Shelton

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Ron Shelton


  • Geburtstag
    15.09.1945
  • Geburtsort
    Whittier, Kalifornien

Seit er 1988 mit "Annies Männer" sein Debüt gab, konnte Regisseur Ron Shelton mit packend inszenierten Sportfilmen dem Genre zu Popularität verhelfen. Ob Baseball ("Annies Männer", "Homerun"), Basketball ("Weiße Jungs bringen's nicht"), Golf ("Tin Cup") oder Boxen ("Knocked Out"): Immer gelang es Shelton neben der Faszination am Spiel den Spaß und die Atmosphäre des jeweiligen Kampffeldes zu vermitteln. In allen Filmen spielt Shelton die Idee, zwei enge Freunde zu Gegnern werden zu lassen, durch: Tim Robbins und Kevin Costner fighten um die Gunst von Susan Sarandon, der die Baseballmannschaft "Bull Durham" gehört ("Annies Männer"); Woody Harrelson und Wesley Snipes mischen die Szene der Straßenliga im Basketball als vermeintlich Unbekannte auf, die dann im Spiel die Rivalen besiegen ("Weiße Jungs bringen's nicht"); Kevin Costner golft als alternder Star gegen Champion Don Johnson um René Russo ("Tin Cup"); Woody Harrelson und Antonio Banderas entwickeln sich zu Konkurrenten und streiten um ihrer beider Ex-Geliebte ("Knocked Out"); in "Homerun" geraten ein Starreporter und Tommy Lee Jones als Baseball-Legende Ty Cobb, der zwischen 1905 und 1928 zu den Stars der Liga gehörte, im Konflikt zwischen Legende und Wirklichkeit aneinander, für Jones eine der größten schauspielerischen Herausforderungen in einem intensiven und nuancenreichen Spiel. Die meisten von Sheltons Sportdramen (er schrieb zu allen das Drehbuch) wurden große kommerzielle Erfolge, die Baseball-Liga ehrte "Annies Männer" 2003 zum 15. Jahrestag des Films.

Außerhalb der Sportszene inszenierte Shelton mit Paul Newman die Satire "Blaze" um den Gouverneur von Louisiana, Earl Long, der wegen der titelgebenden Stripperin "Blaze" Starr (Lolita Davidovich, in "Knocked Out" die Geliebte der Boxer) seine politische Karriere aufs Spiel setzte. Nach 15 Jahren Sport wandte sich Shelton dem Cop-Genre zu. In "Dark Blue" (nach einem umgeschriebenen Originaldrehbuch von Krimiautor James Ellroy, "L.A. Confidential") ist Kurt Russell der desillusionierte Veteran, der zur Zeit der Straßenschlachten in der Folge des Rodney-King-Polizeiskandals ein Greenhorn unter seine Fittiche nimmt. Im Männerclub der Cops gerät er in Lebensgefahr, weil ihm die Gesetzesübertretungen der Kollegen zuviel werden, die ihn daraufhin aus dem Weg schaffen wollen. Im Thriller "Hollywood Homicide" stehen sich Harrison Ford und Josh Hartnett gegenüber.

Shelton wurde 1945 in Südkalifornien geboren, konnte mit dem Drehbuch zu Roger Spottiswoodes Polit-Thriller "Under Fire", wo er auch als Second-Unit-Regisseur wirkte, erste Meriten ernten und arbeitete erneut mit Spottiswoode an der Footballkomödie "The Best of Times".

  • Geburtstag
    15.09.1945
  • Geburtsort
    Whittier, Kalifornien
  • Geburtsland
    USA

Ford treibt Stuntmen in die Arbeitslosigkeit

Dass Harrison Ford nicht unbedingt zu den Weicheiern in Hollywood gehört, ist hinlänglich bekannt, doch nun drängt er auch noch seine Co-Stars, die gefährlichsten Stunts selbst zu drehen.

Keine Gnade gegen sich oder die Kollegen: Harrison Ford

Keine Gnade gegen sich oder die Kollegen: Harrison Ford

Der Mann fliegt in seiner Freizeit riskante Rettungseinsätze für die Bergwacht, setzt Dieben schon mal mit dem eigenen Wagen nach und ist auch ansonsten wenig zimperlich gegen sich selbst. Nun jedoch scheint Harrison Ford gezielt Stuntmen in die Arbeitslosigkeit zu treiben.

Isaiah Washington, eben im Kino in "Ghost Ship" zu sehen, beschwerte sich in einem Interview, dass Ford ihn und Josh Hartnett bei den Dreharbeiten zu Hollywood Homicide massive drängte, doch gefälligst alle Stunts - auch die brandgefährlichen - selbst zu drehen. Nun ist Herr Washington beileibe kein Frischling im Action-Genre. Er stand bereits in Exit Wounds - Die Copjäger und "Romeo Must Die" seinen Mann. Die Risikobereitschaft jedoch, die Ford an den Tag legte und auch von seinen Kollegen einforderte, sorgte bei ihm für weiche Knie.

"Ich habe ihm öfter gesagt, dass das schlicht und einfach der Job eines Doubles sei," so Washington im Interview, "doch Harrison winkte nur ab und meinte, das sei Kinderkram und dafür brauche man nun wirklich keinen Stuntman. Also habe ich es gemacht!" Dabei zeigte sich sogar Regisseur Ron Shelton wenig begeistert von den Gefahren, denen sich seine Stars aussetzten.

Vielleicht will Harrison Ford, wenn es schon mit einem echten "Oscar" bisher nicht geklappt hat, den Stunt-Oscar "Taurus Award" abräumen. Vielleicht übt er aber auch nur, um irgendwann doch noch die Rolle von Lee Majors in einem Remake von "Ein Colt für alle Fälle" zu übernehmen. Die coolen Sprüche dafür hat er zweifellos bereits drauf. Denn als Isaiah Washington bei einem seiner besonders gefährliche Stunts darauf hinwies, dass er dabei sterben könnte, antwortete Ford nur lapidar: "Dann sehe ich dich auf der anderen Seite!"


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