Amerikanischer Schauspieler. Seit seinem starken Auftritt als Neandertaler Amoukar in Jean-Jacques Annauds Steinzeit-Road-Movie "Am Anfang war das... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max04/kuk04/kuk30/u0430105/b150x150.jpg Ron Perlman

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Ron Perlman


  • Bürgerlicher Name
    Ronald Francis Perlman
  • Geburtstag
    13.04.1950
  • Geburtsort
    New York City

Amerikanischer Schauspieler. Seit seinem starken Auftritt als Neandertaler Amoukar in Jean-Jacques Annauds Steinzeit-Road-Movie "Am Anfang war das Feuer" (1981) gehört der hünenhafte Ron Perlman zu den beeindruckenden Charakterköpfen in Genrefilmen, wo er meist deformierte Menschen und Monster mit trockenem Humor und ungeheuren Körperkräften verkörpert, die wie sein "Hellboy" häufig rauchen. Ende der 80er-Jahre brachte ihm die Rolle des Löwenmenschen Vincent in der TV-Serie "Die Schöne und das Biest" (CBS 1987-1990) große Popularität. Nach über 150 Film- und TV-Arbeiten bekräftigte er mit der Rolle des titelgebenden Comichelden in Guillermo del Toros "Hellboy" (2004) und "Hellboy - Die goldene Armee" (2008) seinen Status als Ausnahmeerscheinung in Hollywood und im internationalen Filmgeschäft.

Ronald Francis Perlman wurde 1950 in New York City geboren und machte seinen Master of Fine Arts an der University of Minnesota. Er kehrte nach New York zurück und spielte ab 1974 am Broadway und Off-Broadway in klassischen und modernen Theaterstücken von Shakespeare bis Harold Pinter. Ab 1978 war er in Kinorollen zu sehen und hat vor allem in Science-Fiction-, Horror- und Fantasyfilmen gearbeitet. Perlman war in "Die Eispiraten" (1984), "Stephen Kings Schlafwandler" (1992), John Frankenheimers "DNA - Die Insel des Dr. Moreau" (1996, mit Marlon Brando), der Comic-Verfilmung "Prinz Eisenherz" (1997, mit Katherine Heigl), Uwe Bolls "Schwerter des Königs" (2007, mit Jason Statham) und "The Mutant Chronicles" (2008, als Bruder Samuel) zu sehen, häufig als Freund des Helden, Erzähler oder Priester ("I Sell the Dead", 2009). In der Verfilmung von Mark Twains Roman "Die Abenteuer von Huck Finn" (1993) ist er der Vater von Huckleberry Finn, in der schwarzen Komödie "Last Supper - Die Henkersmahlzeit" (1995) ein Fernsehmoderator, und in der Krimikomödie "Happy, Texas" (2000, mit Steve Zahn und William H. Macy) ein Marshal.

Ron Perlman arbeitete mehrfach mit den Regisseuren Jean-Jacques Annaud, Jean-Pierre Jeunet und Guillermo del Toro. Für Annaud stand er als buckliger Mönch Salvatore in der Umberto-Eco-Romanverfilmung "Der Name der Rose" (1986, mit Sir Sean Connery) und im Kriegsfilm "Duell - Enemy at the Gates" (2001, als sowjetischer Soldat) vor der Kamera. Für Jeunet spielte er in "Die Stadt der verlorenen Kinder" (1995) den Kettensprenger One, und in "Alien - Die Wiedergeburt" (1997, dritter Teil der Alien-Saga) den Weltraumpiraten Johner an der Seite von Sigourney Weaver und Winona Ryder. Seinen Freund del Toro lernte er 1992 bei Dreharbeiten zum mexikanischen Horrorfilm "Cronos" kennen, wo er den Industriellensohn Angel de la Guardia spielte. In del Toros Comic-Verfilmung "Blade II" (2002) ist er als Reinhardt Anführer der Elitesoldaten, die das Vampirreich der Reaper beschützen.

Ron Perlman ist Synchronsprecher zahlreicher Zeichentrickfilme und Computerspiele, unter anderem "Fallout 1 und 2", "Riddick", "True Crine: Streets of L.A." und "Halo 2". 2003 trat er im TV-Werbespot der Biermarke "Stella Artois" auf.

Ron Perlman wurde 1989 für "Die Schöne und das Biest", wo er für eine Folge die Regie übernahm, mit dem Golden Globe ausgezeichnet, war zwei Mal für den Emmy nominiert und erhielt zwei Mal den Q Award (Preis der Viewers for Quality Television).

Ron Perlman ist seit 1981 mit Opal Stone verheiratet. Sie haben zwei Kinder und leben in New York.

  • Bürgerlicher Name
    Ronald Francis Perlman
  • Geburtstag
    13.04.1950
  • Geburtsort
    New York City
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Ehefrau: Opal Stone (seit 1981)

    Tochter: Blake Perlman (geb. 1984)
    Sohn: Brandon Avery Perlman (geb. 1990)
  • Autogrammadresse
    Ron Perlman
    Kritzer Levine Wilkins Entertainment Llc.
    8840 Wilshire Blvd.
    Suite 100
    Beverly Hills, CA 90211
    USA

Nur Weicheier in Hollywood

Erfolgsregisseur Guillermo del Toro beklagt das Fehlen authentischer Actionhelden in der Filmmetropole.

Großansicht Action-Helden gesucht: Guillermo del Toro (Foto: Kurt Krieger)

Action-Helden gesucht: Guillermo del Toro (Foto: Kurt Krieger)

Woche für Woche lässt es Hollywood auf der Leinwand richtig krachen. Da werden dutzendweise Autos geschrottet, Knochen gebrochen und Häuser in die Luft gejagt. Doch in all dem Trubel sieht Guillermo Del Toro nicht starke Haudegen ihren Mann stehen, sondern hübsch anzusehende Softies der Kategorie "Liebling aller Schwiegermütter". Richtige Macho-Männer sucht der Geschichtenerzähler in der Filmmetropole fast vergebens. Der Regisseur von "Hellboy" kritisiert, dass die meisten der heutigen Actionhelden zu nett seien und ihnen das passende Macho-Image fehle.

Die Glaubwürdigkeit ist damit im Keller. "Meiner Meinung nach sind heutzutage im Filmgeschäft - abgesehen von Ron Perlman und Clive Owen - die Hauptdarsteller keine Männer sondern Jungs", schimpft der Regisseur und fährt fort: "Es gibt keine Lee Marvins, Steve McQueens, Charles Bronsons oder James Coburns mehr. Jeder ist ein schöner, netter GQ-Bub. Echte Männerfilme sind ausgestorben."

Schönlinge statt Narbengesichter

Den Grund dafür scheint der Mexikaner auch zu kennen: "Ich glaube nicht, dass die meisten von ihnen ein richtiges Leben hatten. Wenn ich mir Actionfilme ansehe - dabei bilden meiner Meinung nach Harrison Ford und kurioserweise Will Smith die Ausnahme - können sie so viel Schweiß- und Blut-Make-Up aufgetragen haben wie sie wollen, aber ich stelle mir trotzdem ganz genau vor, wie ihr Assistent neben der Kamera mit einem Evian Wasser und dem Handy auf sie wartet."

Für den Erfolgregisseur erfüllt sein Hauptdarsteller Ron Perlman in den "Hellboy"-Filmen alle Anforderungen eines Superhelden: "Ron hat diese taffe, grimmige, im Blaumann agierende Jedermann-Persönlichkeit. Er verkörpert den noblen Kämpfertypen. Ron ist nicht im klassischen Sinn ansehnlich, aber er ist eine Führungspersönlichkeit. Das ist etwas anderes."


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In der aktuellen Ausgabe: Katherine Heigl im Trailer zur Actionkomödie "Einmal ist keinmal".

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