Ron Perlman

Ron Perlman

Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler. Seit seinem starken Auftritt als Neandertaler Amoukar in Jean-Jacques Annauds Steinzeit-Road-Movie “Am Anfang war das Feuer” (1981) gehört der hünenhafte Ron Perlman zu den beeindruckenden Charakterköpfen in Genrefilmen, wo er meist deformierte Menschen und Monster mit trockenem Humor und ungeheuren Körperkräften verkörpert, die wie sein “Hellboy” häufig rauchen. Ende der 80er-Jahre brachte ihm die Rolle des Löwenmenschen Vincent in der TV-Serie “Die Schöne und das Biest” (CBS 1987-1990) große Popularität. Nach über 150 Film- und TV-Arbeiten bekräftigte er mit der Rolle des titelgebenden Comichelden in Guillermo del Toros “Hellboy” (2004) und “Hellboy – Die goldene Armee” (2008) seinen Status als Ausnahmeerscheinung in Hollywood und im internationalen Filmgeschäft.

Ronald Francis Perlman wurde 1950 in New York City geboren und machte seinen Master of Fine Arts an der University of Minnesota. Er kehrte nach New York zurück und spielte ab 1974 am Broadway und Off-Broadway in klassischen und modernen Theaterstücken von Shakespeare bis Harold Pinter. Ab 1978 war er in Kinorollen zu sehen und hat vor allem in Science-Fiction-, Horror- und Fantasyfilmen gearbeitet. Perlman war in “Die Eispiraten” (1984), “Stephen Kings Schlafwandler” (1992), John Frankenheimers “DNA – Die Insel des Dr. Moreau” (1996, mit Marlon Brando), der Comic-Verfilmung “Prinz Eisenherz” (1997, mit Katherine Heigl), Uwe Bolls “Schwerter des Königs” (2007, mit Jason Statham) und “The Mutant Chronicles” (2008, als Bruder Samuel) zu sehen, häufig als Freund des Helden, Erzähler oder Priester (“I Sell the Dead”, 2009). In der Verfilmung von Mark Twains Roman “Die Abenteuer von Huck Finn” (1993) ist er der Vater von Huckleberry Finn, in der schwarzen Komödie “Last Supper – Die Henkersmahlzeit” (1995) ein Fernsehmoderator, und in der Krimikomödie “Happy, Texas” (2000, mit Steve Zahn und William H. Macy) ein Marshal.

Ron Perlman arbeitete mehrfach mit den Regisseuren Jean-Jacques Annaud, Jean-Pierre Jeunet und Guillermo del Toro. Für Annaud stand er als buckliger Mönch Salvatore in der Umberto-Eco-Romanverfilmung “Der Name der Rose” (1986, mit Sir Sean Connery) und im Kriegsfilm “Duell – Enemy at the Gates” (2001, als sowjetischer Soldat) vor der Kamera. Für Jeunet spielte er in “Die Stadt der verlorenen Kinder” (1995) den Kettensprenger One, und in “Alien – Die Wiedergeburt” (1997, dritter Teil der Alien-Saga) den Weltraumpiraten Johner an der Seite von Sigourney Weaver und Winona Ryder. Seinen Freund del Toro lernte er 1992 bei Dreharbeiten zum mexikanischen Horrorfilm “Cronos” kennen, wo er den Industriellensohn Angel de la Guardia spielte. In del Toros Comic-Verfilmung “Blade II” (2002) ist er als Reinhardt Anführer der Elitesoldaten, die das Vampirreich der Reaper beschützen.

Ron Perlman ist Synchronsprecher zahlreicher Zeichentrickfilme und Computerspiele, unter anderem “Fallout 1 und 2″, “Riddick“, “True Crine: Streets of L.A.” und “Halo 2″. 2003 trat er im TV-Werbespot der Biermarke “Stella Artois” auf.

Ron Perlman wurde 1989 für “Die Schöne und das Biest”, wo er für eine Folge die Regie übernahm, mit dem Golden Globe ausgezeichnet, war zwei Mal für den Emmy nominiert und erhielt zwei Mal den Q Award (Preis der Viewers for Quality Television).

Ron Perlman ist seit 1981 mit Opal Stone verheiratet. Sie haben zwei Kinder und leben in New York.

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