Der Hannoveraner Massenmörder Fritz Haarmann, der in den 20er-Jahren 24 am Bahnhof aufgelesene junge Männer vampiristisch getötet und zu Blutwurst... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max09/kuk09/kuk38/u0938032/b150x150.jpg Romuald Karmakar

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Romuald Karmakar


  • Geburtstag
    15.02.1965
  • Geburtsort
    Wiesbaden

Der Hannoveraner Massenmörder Fritz Haarmann, der in den 20er-Jahren 24 am Bahnhof aufgelesene junge Männer vampiristisch getötet und zu Blutwurst in Dosen verarbeitet hatte, brachte dem bis dato weitgehend in der Dokumentarfilm-Nische arbeitenden Regisseur Romuald Karmakar den Durchbruch. Götz George in der Titelrolle als "Der Totmacher" wurde für das auf den psychiatrischen Protokollen von Haarmanns Arzt beruhende Kammerspiel 1995 auf den Filmfestspielen von Venedig als bester Darsteller ausgezeichnet. Der Film war für den "Oscar" als bester ausländischer Film nominiert und gewann drei Bundesfilmpreise 1996 (Film, Regie, Darsteller). Romuald Karmakar, geboren 1965 in Wiesbaden, lebte von 1977-1982 in Athen, war Regieassistent bei Herbert Achternbusch und inszenierte seit 1985 Kurzfilme (1992 Preis in Oberhausen) und Dokumentarfilme und wurde mit dem dreistündigen "Warheads" bekannt. Der Film erzählt die Lebensgeschichte des ehemaligen Fremdenlegionärs Günter Aschenbrenner und des britischen Söldners Karl und war 1992 für den Europäischen Filmpreis "Felix" nominiert. Dem Erfolg mit "Der Totmacher" folgte im Rahmen der Milleniums-Filme von arte der einstündige "Das Frankfurter Kreuz" (1998), der in einem Kiosk in den letzten Stunden bis Silvester spielt und Fremde und Freunde beim Reden und Erzählen beobachtet. Der Spielfilm "Manila" (1999) vereint eine Handvoll deutscher (Sex-)Touristen, die im Flughafen von Manila auf ihren immer wieder verschobenen Rückflug warten und durch unfreiwillige Begegnungen zu Ausbrüchen gebracht werden, die ihre Untiefen anzeigen. Der wie die Vorgänger im Studio gedrehte Film erhielt den "Bayerischen Filmpreis" für das beste Drehbuch. Mit seinem Lieblingsschauspieler Manfred Zapatka drehte Karmakar 2000 das dreistündige "Himmler-Projekt", in dem Zapatka in dem von nur 50 Schnitten gegliederten Film die berühmte Rede von Heinrich Himmler während der Wannsee-Konferenz über die "Endlösung der Judenfrage" liest.

  • Geburtstag
    15.02.1965
  • Geburtsort
    Wiesbaden
  • Geburtsland
    BRD

"Cold Mountain" bringt Topstars zur Berlinale

Von 5. bis 15. Februar werden sich Stars, Sternchen und Filmfans wieder durch die kalten Straßen Berlins kämpfen - und sich von den Filmhighlights des Festivals das Herz wärmen lassen.

Großansicht Nicole Kidman ist fast schon Dauergast in Berlin (Foto: Kurt Krieger)

Nicole Kidman ist fast schon Dauergast in Berlin (Foto: Kurt Krieger)

Denn die 54. Berlinale wird heiß - und das liegt nicht nur am Thema "Lateinamerika", das Festivalleiter Dieter Kosslick als einen der diesjährigen inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt hat. Der Hauptgrund für steigende Temperaturen bei Filmfreunden ist die Auswahl der Beiträge.

So kämpfen mit dem Ehekammerspiel "Die Nacht singt ihre Lieder" und dem Einwandererdrama "Gegen die Wand" gleich zwei deutsche Filme im Wettbewerb um den Goldenen Bären für den besten Film. Da heißt es Daumen drücken, dass die Werke von Romuald Karmakar und Fatih Akin vor der Jury unter der Leitung von Präsidentin Frances McDormand bestehen können. In der Nebenreihe "Panorama" läuft dazu "Was nützt die Liebe in Gedanken" mit den heimischen Jungstars Daniel Brühl und August Diehl.

Internationale Spitzenklasse

Aber auch Hollywood ist dieses Jahr wieder stark in Berlin vertreten. Mit "Unterwegs nach Cold Mountain" eröffnet nach dem letztjährigen "Chicago" wieder ein heißer Oscar-Anwärter das Festival - wenn auch außer Konkurrenz. Hauptdarstellerin Nicole Kidman, die im letzten Jahr für "The Hours" zusammen mit Meryl Streep und Julianne Moore den Goldenen Bären als Darstellerin gewann, hat ihren Besuch fest zugesagt und ist damit schon Dauergast in der Hauptstadt.

Doch auch im offiziellen Wettbewerb gibt es US-Hochkaräter zu sehen, so zum Beispiel das Westernepos "The Missing" mit Tommy Lee Jones und "Herr der Ringe"-Star Cate Blanchett. Bemerkenswert auch der Beitrag "Monster" von Patty Jenkins: Für ihre Rolle der 2002 hingerichteten mehrfachen Mörderin Aileen Wuornos gilt Hauptdarstellerin Charlize Theron dieses Jahr als Oscar-Favoritin.

Außer Konkurrenz läuft die Jack Nicholson-Komödie "Was das Herz begehrt", in der auch Jury-Präsidentin McDormand zu sehen ist. Nicholson hat überdies ebenfalls sein Erscheinen in Berlin angekündigt.

Weitere Filmhighlights bieten die Nebenreihen "Panorama", "Forum", "Perspektive Deutsches Kino", "German Cinema", das Kinderfilmfest, die Retrospektive "New Hollywood", der Kurzfilmwettbewerb und die Hommage an Anouk Aimée.

Besonders freut sich das Berlinale-Publikum natürlich auf die prominenten Stargäste. Neben den erwähnten Jack Nicholson und Nicole Kidman haben dieses Jahr bereits ihren Besuch angekündigt: Robin Williams, Juliette Binoche, Nick Nolte, Woody Harrelson, Jennifer Jason Leigh, Sandrine Bonnaire, Bud Spencer, Chantal Akerman, Peter Greenaway, Ken Loach und Eric Rohmer.

Erstmals gibt es für Filmfans die Chance, Kino-Karten im Berlinale-Palast zu erwerben: Ist eine Vorstellung dreißig Minuten vor Beginn noch nicht ausverkauft, sind Last-Minute-Tickets erhältlich - zum halben Preis!

Alles zu den 54. Filmfestspielen Berlin finden Sie tagesaktuell in unserem großen Berlinale-Special.


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