Robert Redford gilt als eines der Sexsymbole Hollywoods schlechthin. Dabei widmete er sich ursprünglich der Malerei, brach sein Studium jedoch ab... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max13/kuk13/kuk24/u1324130/b150x150.jpg Robert Redford
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Robert Redford

  • Bürgerlicher Name
    Charles Robert Redford Jr.
  • Geburtstag
    18.08.1937
  • Geburtsort
    Santa Monica, Kalifornien

Robert Redford gilt als eines der Sexsymbole Hollywoods schlechthin. Dabei widmete er sich ursprünglich der Malerei, brach sein Studium jedoch ab und versuchte vergeblich, in Paris als Maler Fuß zu fassen. Nach seiner Rückkehr in die Staaten studierte er Theaterwissenschaften und wirkte in über 20 TV-Filmen mit. Als anerkannter Theaterschauspieler gelang ihm der Sprung auf die große Leinwand. Weltberühmt wurde Redford durch den Western "Butch Cassidy und Sundance Kid" (1969) und die nostalgische Krimikomödie "Der Clou".

Redford ist mit seiner eleganten Erscheinung der geborene Liebhaber, war jedoch klug genug sich keinesfalls auf diese Rolle festlegen zu lassen, sondern wandte sich - vor allem auch in der Inszenierung und Produktion seiner eigenen Projekte - vornehmlich sozialkritischen Stoffen zu. Als populärer Weltstar ist er in Western ("Jeremiah Johnson"), Melodramen ("Jenseits von Africa") und Komödien ("Staatsanwälte küßt man nicht") gleichermaßen zu Hause. Er besitzt eine charismatische Leinwandpräsenz und strahlt sowohl romantisches Flair wie konzentrierte Energie aus.

Früh gründete er seine eigene Produktionsfirma "Wildwood Enterprises", mit der er u.a. "Die Unbestechlichen" sowie "Bill McKay - Der Kandidat" realisierte. Seit seinem Regiedebüt 1980 mit "Eine ganz normale Familie", das ihm sowohl den Oscar als auch den Golden Globe sowie den "Directors' Guild Award" einbrachte, inszenierte er bislang noch vier weitere Filme.

Die Oscar-Nominierung für "Der Clou" (1973) blieb bis auf Weiteres die einzige Ehrung für den Schauspieler Redford, während er als Regisseur erneut für "Aus der Mitte entspringt ein Fluß" (Golden-Globe-Nominierung) und "Quiz Show" (Oscar- und Golden-Globe-Nominierung) bedacht wurde.

Seit Ende der 90er-Jahre ist Redford verstärkt als Produzent tätig (u.a. für Walter Salles' Che-Guevara-Biopic "Die Reise des jungen Che"), tritt aber ab und an auch noch als Darsteller auf, wie etwa als Entführungsopfer, das in "Anatomie einer Entführung" um sein Leben kämpft, oder als Schwiegervater, bei dem sich in Lasse Hallströms "An Unfinished Life" die eigentlich ungeliebte Schwiegertochter (Jennifer Lopez) einquartiert.

1981 schuf Redford mit der Gründung des Sundance Institutes in Utah und des gleichnamigen Filmfestivals ein wichtiges Forum für junge, unabhängige Filmemacher, das bereits für so manchen Regisseur und Darsteller das Sprungbrett zur großen Hollywood-Karriere darstellte.

In Laura Dunns Dokumentarfilm "The Unforeseen" kam Redford als prominenter Umweltaktivist zu Wort, da ein Baulöwe in Austin, Texas, eine Naturlandschaft in ein Neubaugelände verwandeln möchte. 2007 erschien seine nächste Regiearbeit "Von Löwen und Lämmern". Das Kriegsdrama feierte seine Premiere auf dem renommierten Londoner Film Festival. Er selbst spielte neben Meryl Streep und Tom Cruise einen Professoren, der zwei Studenten dazu rät, sich freiwillig für einen Auslandseinsatz nach Afghanistan zu melden und die wenig später in ernste Gefahr geraten.

Der brillante Schauspieler war von 1958 bis 1985 mit Lola Van Wagenen verheiratet und hat vier Kinder mit ihr, wobei ein Kind an plötzlichem Kindstod verstorben ist. Seit 1999 ist Robert Redford mit der deutschen Künstlerin Sibylle Szaggars zusammen.

  • Bürgerlicher Name
    Charles Robert Redford Jr.
  • Geburtstag
    18.08.1937
  • Geburtsort
    Santa Monica, Kalifornien
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Mutter: Martha Redford (gest. 1955)
    Vater: Charles Robert Redford (Buchhalter)

    Ehefrau: Lola Redford (1958 - 1985)

    Lebenspartnerinnen:
    Sibylle Szaggars (seit 1999)
    Kathy O'Rear (Kostümdesignerin)

    Töchter:
    Shauna Redford (von Lola Redford, 15.11.1960, Malerin)
    Amy Hart Redford (von Lola Redford, 22.10.1970, Schauspielerin)

    Sohn: David James Redford (von Lola Redford, 05.05.1962, Drehbuchautor)
  • Autogrammadresse
    Robert Redford:
    1101 East Montana Avenue
    Santa Monica, CA 90408
    USA
  • Links
    http://www.angelfire.com/realm/robertredford/ (Fan-Seite)
Neue Handschrift am Lido

Ein neuer Festivaldirektor hält Einzug am Lido und krempelt einiges um.

Großansicht Ben Affleck und Rachel McAdams im gespannt erwarteten Wettbewerbsbeitrag "To The Wonder" von Kinomagier Terrence Malick (Foto: Studiocanal)

Ben Affleck und Rachel McAdams im gespannt erwarteten Wettbewerbsbeitrag "To The Wonder" von Kinomagier Terrence Malick (Foto: Studiocanal)

Alberto Barbera ist allerdings streng genommen kein neues Gesicht in Venedig, leitete er die Mostra doch schon einmal kurz - bis Moritz de Hadeln ihn 2002 ablöste. Diesmal hat sich Barbera viel vorgenommen. Er hat das Filmprogramm deutlich verschlankt auf 50 Spielfilme im offiziellen Programm - alle laufen als Weltpremiere. Dazu kommen Dokus und Specials außer Wettbewerb, Kurzfilme und restaurierte Filmklassiker.

Während Barberas Vorgänger Marco Müller im großen Stil Hollywood-Stars an den Lido holte, will Barbera sich nicht allein mit einem glamourösen roten Teppich zufrieden geben. Der Lido soll nach Barberas Vorstellung wieder stärker Plattform für die Entdeckung neuer Talente werden, gerade auch aus weniger etablierten Filmregionen.

Das Festival will auch junge Talente fördern mit dem neuen Biennale College-Cinema, einem Workshop für junge Filmemacher aus aller Welt, in dessen Rahmen drei abendfüllende Filme entstehen sollen. Barbera hat in den vergangenen Jahre das Nationale Filmmuseum in Turin geleitet, so überrascht es nicht, dass auch die Filmklassiker und die Konservierung des Filmerbes einen neuen Stellenwert erhalten.

In der neuen Reihe Venzia Classici wird - nach Vorbild von Cannes - jährlich eine Auswahl von neu restaurierten Filmklassikern präsentiert. In diesem Jahr werden 19 Filme gezeigt, darunter "Heaven's Gate", den Michael Cimino persönlich vorstellt.

Der 80. Mostra-Geburstag wird mit einem kleinen Showcase gefeiert. Barbera möchte auch die Infrastruktur des Festivals verbessern. Er hofft, dass in zwei bis drei Jahren die schon unter Müller begonnenen Renovierungs- und Umbauarbeiten abgeschlossen sind und die lang ersehnten neuen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Was für Programmhighlights erwarten den Festivalbesucher? Etwa die mit Spannung erwarteten neuen Filme von Terrence Malick und Paul Thomas Anderson. Malicks "To the Wonder" mit Ben Affleck, Rachel McAdams und Javier Bardem ist offenbar ein experimentelles romantisches Drama. Andersons "The Master" dreht sich um die Entstehung einer Sekte in den Fünfzigerjahren, für die die Church of Scientology Pate stand - Philip Seymour Hoffman spielt einer Ron Hubbard nachempfundenen Figur, Joaquin Phoenix einen Mitstreiter, der am System zu zweifeln beginnt.

Bilder zu "The Company You Keep - Die Akte Grant"

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Im gesamten Programm sind zwölf US-Regisseure am Start, im Wettbewerb auch Harmony Korine ("Spring Breakers" mit James Franco als Rapper) und Ramin Bahrani ("At Any Price" mit Dennis Quaid und Zac Efron). Außer Wettbewerb laufen u. a. Robert Redfords "The Company You Keep" und Spike Lees Michael Jackson-Doku "Bad 25".

Auch die Franzosen zeigen in diesem Jahr eine starke Präsenz am Lido, im Wettbewerb etwa mit Olivier Assayas' "Something in the Air" über die Studentenrevolten im Paris der Sechzigerjahre und Xavier Giannolis Celebrity-Komödie "Superstar" mit Kad Merad. Das Gastgeberland Italien schickt Marco Bellocchio ("Bella addormentata"), Francesca Comencini ("Un giorno speciale") und Daniele Ciprì ("È stato il figlio") ins Löwen-Rennen.

Der Österreicher Ulrich Seidl ist mit "Paradies: Glaube" dabei, dem zweiten Teil seiner Trilogie, der von der Kölner Tatfilm koproduziert wurde. Mit deutscher Beteiligung (Integral Film) entstand auch Brian De Palmas "Passion", ein in Berlin angesiedelter Noir-Thriller, in dem neben Rachel McAdams und Noomi Rapace auch Karoline Herfurth zu sehen ist.

Ein deutscher Regisseur ist diesmal nicht auf dem Festival vertreten, in den Nebensektionen wurden jedoch fünf weitere deutsche Koproduktionen eingeladen. Neue Filme von Susanne Bier ("Love Is All You Need"), Brillante Mendoza ("Sinapupunan") oder Takeshi Kitano ("Autoreiji") komplettieren ein vielversprechendes Programm, in dem nicht weniger als 20 Regisseurinnen vertreten sind.


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