Robert Loggia

Robert Loggia

Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler. Mit seinen dichten Augenbrauen und der wuchtigen Statur ein Urgestein des amerikanischen Kinos und Fernsehens, kann Robert Loggia mit weit über 200 Filmen auf fünf Jahrzehnte zurückblicken, in denen er als häufig furchterregender Cop, Gangster, Mafioso, Richter, Senator, Priester in tragenden Nebenrollen Geschichte schrieb. Er wurde so populär, dass er 1999 im zum Kult gewordenen Werbespot für den Orangensaft von Minute Maid, den er ausspuckt, mit “Robert Loggia, Wow!” namentlich genannt wird. Der Spot spielt eine Rolle in Loggias Gastautritt als Opa des Titelhelden in der Serie “Malcom mittendrin” (2001). Loggia entwickelte sich vom TV-Serienschauspieler in zahllosen Serien zum Charakterdarsteller, gehört zum “Panther”-Universum von Blake Edwards, zu Tony Montana in “Scarface” und spielte 2009 den Vater von Psychotherapeut Kevin Spacey in “Shrink”, den Patriarchen in “Harvest” und den Priester im Horrorfilm “The Least of These”.

Robert Salvatore Loggia wurde 1930 in Staten Island, New York City, in eine italo-amerikanische Familie geboren, schloss 1947 die High School und 1951 das Journalistikstudium ab und diente im Korea-Krieg in der Army. Er debütierte 1956 in einer Nebenrolle des Boxerdramas “Die Hölle in mir”. Im Krimi “Cop Hater” (1958) war er Detective Steve Carelli vom 87. New Yorker Polizeirevier. In der Serie “Elfego Baca” spielte er 1958 zehn Episoden den “untötbaren Gesetzeshüter” (1959 im Kino als “Sechs gegen das Gesetz”). 1966 war er in der Mini-Serie “The C.A.T.” Zirkusartist und Einbrecher, der die Seiten wechselt. Loggia war FBI-Agent Mancuso in der Mini-Serie “Günstlinge der Hölle” (1988), deren Spin-Off “Mancuso, FBI” nach einer Staffel abgesetzt wurde. Er war in “Magnum”, “Columbo” und “Die Sopranos” zu sehen und führte bei “Magnum”, “Hart aber herzlich” und “Quincy” Regie.

In den 70er-Jahren machte Loggia Abstecher nach Europa, wo er gegen Terence Hill und Bud Spencer in “Zwei Missionare” und “Plattfuß am Nil” antrat. Blake Edwards nutzte sein komisches Potenzial in drei “Rosaroter Panther”-Filmen (als Al Machione) und der bissigen Hollywood-Satire “S.O.B.” (1981), wo er mit William Holden und Robert Webber das Trio sarkastischer Studioveteranen bildet. In den 80er-Jahren war er Mafioso in John Hustons “Die Ehre der Prizzis“, dem Alkohol verfallener Priester in Edwards’ “That’s Life” und General in “Amazonen auf dem Mond“. Berühmt wurde sein Gangsterboss Frank Martinez, der Tony Montana (Al Pacino) in “Scarface” (1983) ins Drogengeschäft von Miami einführt. Im gleichnamigen Videogame (2006) ist Loggia der Erzähler.

In “Big” (1988) tanzt Loggia als Spielzeughersteller mit Tom Hanks auf dem Piano, wird von Anne Parillaud im Vampirfilm “Bloody Marie” gebissen, ist im Western “Bad Girls” Geisel von Madeleine Stowe, Andie McDowell und Drew Barrymore und in David Lynchs “Lost Highway” wieder Gangsterboss.

Loggia leiht Cop Ray Machowski in den Videogames “GTA III” und “GTA: Liberty City Stories” die Stimme.

Robert Loggia war für die “Ehre der Prizzis” für den Oscar nominiert. Er erhielt den Saturn Award für “Big”.

Robert Loggia ist von Marjorie Sloan, mit der er drei Kinder hat, geschieden, und in zweiter Ehe mit Audrey O’Brien verheiratet, mit der er ein Kind hat.

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