Ausnahmemime Hollywoods, der wegen persönlicher Drogenprobleme extreme Schwankungen in seiner Filmkarriere erlebte und einige der erstaunlichsten Leistungen der Filmgeschichte ablieferte.
In "Iron Man" (2008) ist er als Rüstungsindustrieller Tony Stark, der sich als Superheld selbst erschafft, einer der ungewöhnlichsten Helden des Blockbuster-Kinos. Als charismatischer Darsteller war Downey unübertroffen als selbstzerstörerischer Yuppie in "Unter Null" (1987) und lieferte in der Titelrolle von Richard Attenboroughs "Chaplin" (1992) eine sensationelle Performance als Jahrhundertkomiker Chaplin ab.
Downey, der häufig ironisch gebrochene Charaktere verkörpert, verlieh 2009 in der Titelrolle von Guy Ritchies "Sherlock Holmes", dem viktorianischen Meisterdetektiv ein entschieden modernes Profil, das er in der Fortsetzung "Spiel im Schatten" frech-exzentrisch weiterentwickelt. 2010 war er zudem in "Iron Man 2" wieder als Tony Stark zu sehen.
Robert John Ford Elisa Downey jr. wurde 1965 in Greenwich Village, New York City, als Sohn von Independent-Experimentalfilmer Robert und Sängerin Elsie geboren. Die Familie zog 1978 nach Kalifornien, wo Downey 1982 die High School abbrach, nach New York ging und 1985 in der TV-Show "Saturday Night Live" (18 Episoden) begann. Sparmaßnahmen erzwangen sein Ausscheiden, doch der Erfolg der Romanze "Jack, der Aufreißer" und von "Unter Null" (beide 1987) machten Downey zu einem Namen.
1990 freundete er sich bei den Dreharbeiten des Abenteuerfilms "Air America" (als Pilot in Laos) mit Co-Star Mel Gibson an, der später für ihn Kautionen bezahlte und half, die Drogensucht zu überwinden. In den 90er-Jahren war Downey in Filmen von Robert Altman ("Short Cuts", "Gingerbread Man") zu sehen, war denkwürdiger TV-Moderator in Oliver Stones "Natural Born Killers", Hofarzt des englischen Königs in "Restoration", bisexueller Bruder von Holly Hunter in "Familienfest", Agent in "Auf der Jagd" und Lektor in "Wonder Boys".
Downey, der mit acht Jahren vom Vater mit Marihuana bekannt gemacht wurde, litt zeitlebens unter Drogenproblemen. Besitz von Kokain, Heroin und Waffen, Fahren unter Alkoholeinfluss, Haftstrafen, Verletzung von Bewährungsauflagen und erneute Haft brachten ihn in die Schlagzeilen und kosteten ihn Rollen, so die des Anwalts und Liebhabers von Calista Flockhart in der Serie "Ally McBeal", in der er 2000 in 18 Folgen auftrat.
Seit 2003 "sauber", nahm Downey in den Mel- Gibson-Produktionen "The Singing Detective" (als Schriftsteller) und "Gothika" (als Psychiater von Halle Berry) die Arbeit wieder auf. Seitdem war er der umwerfend komische Kleinkriminelle in der Film-Noir-Parodie "Kiss Kiss Bang Bang" (2005), Journalist auf der Suche nach dem Serienkiller "Zodiac" (2007), Vater von Kat Dennings und Schuldirektor in der Teenagerkomödie "Charlie Bartlett" (2008) und schwarz pigmentierter, fünffacher Oscar-Preisträger in Ben Stillers Vietnam-Kriegsfilm-Satire "Tropic Thunder" (2008). In "Der Solist" (2009) kümmert er sich als Kolumnist um den behinderten Musiker Jamie Foxx.
Downey nahm 2004 das Album "The Futurist" (Sony) mit eigenen Songs auf.
Robert Downey jr. war für "Chaplin" für den Oscar nominiert und wurde mit dem BAFTA Award ausgezeichnet. Für "Ally McBeal" wurde er mit dem Golden Globe geehrt. Er sagt: "Je größer die Herausforderung, desto glücklicher und besser bin ich."
Downey lebte bis 1991 sieben Jahre mit Sarah Jessica Parker, war 1992-2004 mit Model Dedorah Falconer verheiratet, mit der er einen Sohn hat, und ist seit 2005 mit Produzentin Susan Levin ("Gothika") verheiratet.
Gastauftritt für den Hulk in "Iron Man 3"?
Mit dem Rekordstart der "Avengers" in den USA läßt sich entspannt die Zukunft der Marvel-Helden planen. Eine Option: Hulk schaut beim "Iron Man" vorbei.
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Der Hulk: Nächster Wutausbrauch bei "Iron Man 3"? (Foto: Walt Disney)
Ganz entspannt plaudert Marvel-Chef Kevin Feige über die Zukunft seiner Superhelden - soeben haben die "Avengers" in ihrer Heimat USA den besten Kinostart der Filmgeschichte hingelegt und dabei "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" und "The Dark Knight" überholt.
Feige erklärte für den nächsten Wurf, "Iron Man 3", dass die von Robert Downey Jr. verkörperte Figur zwar interessante Beziehungen zu den anderen Helden geknüpft habe, aber in seinem nächsten Abenteuer losgelöst vom Marvel-Universum herumdüsen muss.
"Er kann weder 'Thor' noch 'Captain America' noch Nick Fury anrufen und wenn er in den Himmel schaut, wird kein Heli-Träger erscheinen", sagt Kevin Feige. Bereits seit längerem ist bekannt, dass auch 'Black Widow' Scarlett Johansson dem dritten "Iron Man" fern bleiben wird.
"Iron Man 3" und "Thor 2" kommen nächstes Jahr
Auch wenn Feige nichts derlei gesagt hat - nach dem Ausschlussprinzip läßt sich vermuten, dass Bruce Banner/Hulk bei "Iron Man 3" für grüne Momente sorgen könnte. Stark und Bruce Banner haben sich bei den "Avengers" gut bekannt gemacht, zudem hat "Hulk"-Darsteller Mark Ruffalo einen Vertrag mit Marvel, der über sechs Filme läuft. "Iron Man 3" - Kinostart am 3. Mai 2013 - wäre eine gute Gelegenheit, mehr von der beliebten Figur zu zeigen.
Über die Kinokarriere der anderen "Avengers" gab Marvel bekannt, dass "Thor 2" am 15. November 2013 und "Captain America 2" am 4. April 2014 in die Kinos kommen. Ein eigener Film für den Hulk könnte, stimmen die Gerüchte, 2015 starten.