Amerikanischer Regisseur und Choreograf. Das Musical, schwungvolle Tänze und farbenprächtige Kostüme sind die Welt, in der sich Regisseur und Choreograf Rob Marshall auf dem Broadway und im Film Meriten mit innovativen und originellen Regieeinfällen verdient hat. Ein weltweiter Erfolg wurde das Film-Musical "Chicago" (2002), das mit sechs Oscars ausgezeichnet wurde. Marshalls Bestsellerverfilmung "Die Geisha" (2005), dramatischer Kostümfilm um die Identitätsfindung der Titelheldin, gewann drei Oscars. Marshall arbeitete mit Stars wie Catherine Zeta-Jones (Oscar), Richard Gere (Golden Globe), Renée Zellweger und Queen Latifah in "Chicago", und mit den asiatischen Superstars Zhang Ziyi, ("Tiger & Dragon"), Michelle Yeoh ("007 - Die Welt ist nicht genug") und Gong Li ("Miami Vice") in "Die Geisha".
Für das Film-Musical "Nine" (2009/10), das auf Federico Fellinis Jahrhundertfilm "8 1/2" (1963) basiert und der Krise eines Regisseurs (Marcello Mastroianni) folgt, der die Frauen seines Lebens um sich versammelt, vereinte Marshall Weltstars wie Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis als Regisseur Guido, Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard ("La vie en rose") als Guidos Frau Luisa, Oscar-Preisträgerin Sophia Loren (Guidos Mutter), die Oscar-Preisträgerinnnen Penélope Cruz, Judi Dench und Nicole Kidman sowie Kate Hudson und Stacy Ferguson (Black Eyed Peas) als Hure Saraghina. 2009/10 wird Marshall die Regie des vierten Piratenabenteuers um den "Fluch der Karibik" (mit Johnny Depp) übernehmen.
Rob Marshall wurde 1960 in Madison, Wisconsin, als Sohn eines Professors und späteren Dekans der University of Pittsburgh geboren. Mit 12 Jahren trat er erstmals in einer Produktion der Pittsburgh Civic Light Opera im Theater auf. Er studierte an der Carnegie-Mellon University, unterbrach das Studium, um am Broadway im Musical "A Chorus Line" zu tanzen, nahm das Studium wieder auf und schloss es 1982 mit dem B.A. ab. Mit 27 Jahren musste er wegen eines Bandscheibenvorfalls das Tanzen aufgeben und arbeitete seither als Choreograf.
Zu den herausragenden Broadway-Produktionen mit Marshall als Regisseur und/oder Choreograf gehören sein Debüt "Kuss der Spinnenfrau" (1993), "She Loves Me" (1995), die Travestie-Komödie "Victor/Victoria" (1995, mit Julie Andrews), "Cinderella" (1997, mit Whitney Houston), "The Cradle Will Rock" (1998) und in Co-Regie mit Sam Mendes ("American Beauty") das Revival von "Cabaret" (1998). Vor der Filmversion von "Chicago" inszenierte er Kanders und Ebbs Musical in Los Angeles. 1999 gab er sein Debüt als Filmregisseur mit dem Disney-Musical "Annie - Weihnachten einer Waise".
Rob Marshall war sechs Mal für den Tony Award nominiert und erhielt für "Chicago" Nominierungen für Oscar und Golden Globe. Er gewann zwei Emmy Awards: 1999 für "Annie" (Choreografie) und 2007 für das TV-Special um Sänger und Entertainer "Tony Bennett: An American Classic" (Regie).
Rob Marshall lebt mit Choreograf John De Luca in New York.
Rob Marshall über "Fluch der Karibik 5"
Regisseur Rob Marshall und Produzent Jerry Bruckheimer beschwören den fünften "Fluch der Karibik" nach Piratenart: Mit Zuckerbrot und Peitsche für den Drehbuchautor.
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Johnny Depp ist bereit für "Fluch der Karibik 5" (Foto: Disney)
Was ein richtiger Pirat ist, der geht auch dann auf Kaperfahrt, wenn der Wind scharf von vorne kommt: "Fluch der Karibik 5" wird gedreht, auch wenn die Kritiker bei "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" keine Gefangenen machten. Sie ließen Käptn Jack Sparrow alias Johnny Depp kielholen, schickten Drehbuchautor Terry Rossio über die Planke und feuerten eine Breitseite nach der anderen auf Regisseur Regisseur Rob Marshall ab.
Tatsächlich hatte Disney eine weitere Fortsetzung der Reihe bereits in Auftrag gegeben, als "Fremde Gezeiten" noch gar nicht in den Kinos war. Und der Erfolg gab den Machern unter Produzentenadmiral Jerry Bruckheimer recht: Der Film machte, den miesen Kritiken zum Trotz, fette Beute an den Kinokassen, spielte über eine Milliarde US-Dublonen ein.
Trotzdem zeigten die Breitseiten der Filmjournalisten Wirkung: Terry Rossio darf zwar auch das Skript für "Fluch der Karibik 5" verfassen, soll aber eine deutliche Steigerung aufs Papier bringen. In einem Interview gab ihm Rob Marshall Zuckerbrot und Peitsche zu schmecken.
Gesucht: Der 1-Milliarde-Dollar-Fluch für Jack Sparrow
Marshall deutete an, dass er bei "Fluch der Karibik 5" zwar an Bord sei, die Produktion aber noch in einer Flaute liege. Jerry Bruckheimer hätte die erste Drehbuchfassung schon mal in der Luft zerrisssen:
"Terry arbeitet unglaublich hart daran. Er schrieb eine Fassung, überdachte sie völlig neu - und fing wieder von vorne an", sagt Rob Marshall. "Ziel ist es doch, dass das Publikum wiederkommt, um ein aufregendes Abenteuer zu sehen. Wenn Du dieses Kaliber nicht erreichst, kannst du es gleich bleibenlassen. Johnny Depp denkt genauso. Er brennt darauf, sich wieder den Hut aufzusetzen und den Säbel umzuschnallen. Aber nur, wenn das Drehbuch stimmt!"
Scheint, als fehle Terry Rossio für eine der erfolgreichsten Filmserien aller Zeiten die 1-Milliarde-Dollar-Idee. Das nennt man wohl "unter Druck stehen" ...
Bilder zu "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten"
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