Stromlinienförmige Stars aus der Retorte? Silikonverstärkte Barbiepüppchen? Waschbrettbauchmänner vom Laufsteg?
Nicht mit Regisseur George A. Romero! Er versammelt gerade die Crème de la Crème der schrägen Vögel und Rebellen wider den sogenannten guten Geschmack um sich. Die Mission: Ein Zombie-Film, wie ihn die Welt noch nicht gesehen und gehört hat.
"Diamond Dead" nennt sich sein neuestes Projekt - gleichzeitig auch der Name der Band, die im Mittelpunkt des Horrorschockers steht. Eigentlich waren die Jungs ja nur eine ganz normale, mittelmäßige Garagenband. Bis Aria de Winter in ihr Leben trat - und selbiges aus Versehen abrupt beendete.
Weil Aria aber unbedingt Sängerin der Truppe werden will, schließt sie einen düsteren Pakt und holt die verblichenen Musiker als Untote zurück auf die Bühne. Prompt sorgen die Zombie-Rocker für ausverkaufte Stadien und kreischende Fans. Das Dumme ist nur, dass Aria noch eine kleine Gegenleistung für die Auferstehung der Kombo zu erbringen hat: Sie muss 365 Leute in den Tod befördern. Da trifft es sich vorzüglich, dass "Diamond Dead" inzwischen so viele Fans haben...
Horror-Spezialist Romero, der unter anderem für den Genre-Klassiker "Zombie" von 1978 verantwortlich zeichnete, hat das irre Drehbuch sogar schon online gestellt. Die offizielle Seite des Projekts wurde bisher 8 Millionen Mal besucht. Ein Grund: Romero diskutiert dort mit Interessierten seine Besetzungsvorschläge.
Johnny Depp ist demnach im Gespräch, weil er als großer Romero-Fan bekannt ist. David Bowie und Ozzy Osbourne sollen Bandmitglieder werden, Gwen Stefani ist Favoritin für die Rolle der Aria. Die Krönung: Marilyn Manson soll Jesus Christus spielen. Den mit Sicherheit ohrenbetäubenden Soundtrack wird Richard Hartley komponieren, aus dessen Feder der Score zur "Rocky Horror Picture Show" stammt.
Dass "Diamond Dead" dabei nicht nur die fixe Idee eines Spinners ist, zeigt die Firma, die hinter dem Projekt steht: Free Productions. Und wer zieht dort die Fäden? Kein Geringerer als Blockbuster-Garant Ridley Scott!