An seinen Brustmuskeln in die Höhe eines Tipis gezogen, wurde der Ire Richard Harris (geb. 1930) in dem Western "Ein Mann, den sie Pferd nannten",... - Foto: Warner http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz18/z0418600/b150x150.jpg Richard Harris

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Richard Harris


  • Geburtstag
    01.10.1930
  • Geburtsort
    Limerick
  • gestorben
    25.10.2002

An seinen Brustmuskeln in die Höhe eines Tipis gezogen, wurde der Ire Richard Harris (geb. 1930) in dem Western "Ein Mann, den sie Pferd nannten", endgültig zum Star. Davor hatte der vom Theater kommende Schauspieler in europäischen und amerikanischen Film gleichermaßen rebellische, kraftvolle und zornige Charaktere verkörpert (u.a. "Lockender Lorbeer", "Die Meuterei auf der Bounty", "Camelot"). Harris' ungestümes, rauhbeiniges Naturell fand Stoff in historischen Filmen ("Cromwell") wie in Bibelfilmen, in denen er 1964 in John Hustons "Die Bibel" als Kain, der Abel (Franco Nero) erschlägt, ebenso zu sehen war, wie Jahrzehnte später als Patriarch "Abraham" in der Reihe der TV-Produktionen zur Bibel.

Im Kunstkino (Antonionis "Die rote Wüste") war Harris weniger zu Hause, seine Domäne sind Action-Filme, ob Kriegsfilm, Söldnerepos, Western (Sam Peckinpahs "Sierra Chariba", "Ein Mann in der Wildnis", die beiden Fortsetzungen des "Pferd"-Films), Agentenfilm ("Cassandra Crossing") oder Katastrophenfilm ("Orca - Der Killerwal"). Harris war in Clint Eastwoods Meisterwestern "Erbarmungslos" der Revolvermann, der von Gene Hackman als sadistischer Sheriff gedemütigt wird. "Bloomfield", seine einzige Regiearbeit mit Romy Schneider, an deren Seite er einen alternden Fußballer spielte, fand wenig Beachtung.

Durch seine Rolle des Professor Dumbledores in zwei Harry-Potter-Verfilmungen wurde der Schauspieler nach der Jahrtausendwende auch einem jüngeren Publikum bekannt.

Harris, der ein ähnlich turbulentes Privatleben führte wie Oliver Reed und Richard Burton, veröffentlichte 1982 einen Roman und hatte 1968 als Sänger mit dem Song "MacArthur Park" einen Hit in den Charts. 2000 gewann Richard Harris den Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk.

  • Geburtstag
    01.10.1930
  • Geburtsort
    Limerick
  • Geburtsland
    Irland

Die Angst des Regisseurs vorm Elfmeter

Der Aufarbeitung, zweiter Teil: Nach der Dokumentation letzte Woche möchte KINO.DE Ihnen heute die besten fiktionalen Fußballfilme ans Herz legen - bzw. vor den schlimmsten warnen.

Großansicht Nur bedingt WM-tauglich: die Aufsteigersaga "Goal" (Foto: Kinowelt)

Nur bedingt WM-tauglich: die Aufsteigersaga "Goal" (Foto: Kinowelt)

Denn wie bereits im ersten Teil des Fußballfilmchecks festgestellt werden musste: Das runde Leder und Zelluloid können wohl ebenso schlecht miteinender wie Otto Pfister und der togolesischen Fußballverband. Man versucht es immer wieder, aber nach der Vorrunde ist Schluss!

Selbst die in der steuerfreundlichen Schweiz ansässige, recht eifrig die Franken vermehrende Fußballcamorra FIFA dürfte mit ihrem eigenen Filmprojekt nicht ganz glücklich sein. Der capo de tutti capi Sepp "Don Vito" Blatter jedenfalls grinst bei dem Gedanken an die Millionen, die die "Goal!"-Trilogie kostet, noch gequälter als dereinst bei "And the winner is … Deutschland".

Großansicht Jederzeit verfilmenswert: "Der Pate IV - Die Machenschaften des Joseph B." (Foto: FIFA)

Jederzeit verfilmenswert: "Der Pate IV - Die Machenschaften des Joseph B." (Foto: FIFA)

Nicht einmal die FIFA packt's

Dass Blatters Protegés aus Afrika die WM 2006 nicht ausrichten durften, hat er fast schon wieder vergessen, die zweite und dritte Episode der Aufsteigersaga um das Ghettokid Santiago Munez stehen ihm dagegen noch bevor. Der Auftakt war eher dröge, und die Gangart erinnerte mehr an einen Boxerfilm klassisch amerikanischen Zuschnitts, denn an Fußball.

Dabei träumen wohl Filmemacher, die sich dem Thema "Fußball" zuwenden, von solchen Startvoraussetzungen: Zugang zum Allerheiligsten von Vereinen wie Real Madrid und Newcastle United, Unterstützung von Sponsoren mit drei Streifen und roten Getränkedosen und Nebendarsteller wie Alan Shearer, Raul, Zinedin Zidane und David Beckham. Nun, wenigstens auf der Leinwand gilt also noch: Geld schießt keine Tore!


Filmografie

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