Der Finne in Hollywood jagte Bruce Willis durch den zweiten Teil von "Stirb langsam" und etablierte sich als einer der gefragten Action-Regisseure... - Foto: Tobis http://images.kino.de/flbilder/max04/auto04/auto12/04120486/b150x150.jpg Renny Harlin

Alle Bilder

Renny Harlin


  • Geburtstag
    15.03.1959
  • Geburtsort
    Riihimäki

Der Finne in Hollywood jagte Bruce Willis durch den zweiten Teil von "Stirb langsam" und etablierte sich als einer der gefragten Action-Regisseure und Produzenten der Branche. 1959 als Lauri Mauritz Harjola in Finnland geboren, drehte er nach seinem Regiedebüt 1980 seinen zweiten Film in englischer Sprache.

Er konnte schnell in Hollywood Fuß fassen, wo er den vierten Teil der Horrorfilmserie um Freddy Krüger (Robert Englund) mit "Nightmare on Elm Street IV: The Dream Master" inszenierte, der ihm die Regie von "Stirb langsam 2" einbrachte, in dem Willis auf einem Flughafen mit Verbrechern auf Kollision gerät. Das Kleinstadtdrama "Die Lust der schönen Rose", das Harlin produzierte, brachte Diane Ladd und Laura Dern (Mutter und Tochter im Film wie im Leben) "Oscar"-Nominierungen ein. Mit Sylvester Stallone als Bergführer, der in den Rocky Mountains ein Trauma erlebt, das er im Kampf gegen Gangster unter der Führung von John Lithgow in den Dolomiten überwindet, entstand "Cliffhanger". Den relativen Misserfolg des Abenteuerfilms "Die Piratenbraut" beantwortete Harlin mit dem Agenten-Spektakel "Tödliche Weihnachten". In beiden Filmen spielte seine Frau, die Schauspielerin Geena Davis, die Hauptrolle, für die er auch die Polit-Satire "Sprachlos" (mit Michael Keaton) produzierte, in der ein Ex-Ehepaar im Wahlkampf für gegnerische Parteien arbeitet. Ebenso produzierte Harlin "Eve und der letzte Gentleman", in dem Brendan Fraser sein Leben in einem Atombunker zugebracht hat und nach 30 Jahren die Welt entdeckt. Mit "Deep Blue Sea" inszenierte Harlin eine Mischung aus Horrorfilm und Science-Fiction mit Action-Grundierung um genmanipulierte Haie, die aus der Kontrolle des Experiments geraten und in einem sinkenden Labor für Hai-Tech-Terror sorgen. Einen weiteren Agententhriller inszenierte er mit "Mindhunters" und mit dem von einer langwierigen und wechselvollen Produktionsgeschichte begleiteten Horrorprequel "Exorzist: Der Anfang" kehrte er zum Anfang seiner Karriere zurück.

  • Geburtstag
    15.03.1959
  • Geburtsort
    Riihimäki
  • Geburtsland
    Finnland

Harlin schickt Werwölfe ins All

Renny Harlins letzter großer Erfolg liegt eine ganze Weile zurück. Der Mann, der einst Sylvester Stallone zu einer (kurzzeitigen) Rückkehr in die obere Actionliga verhalf, braucht dringend einen Hit.

Großansicht "Werwölfe, Space-Opera...vielleicht schreib ich noch einen Herrscherring ins Drehbuch, um sicherzugehen..." (Foto: Tobis)

"Werwölfe, Space-Opera...vielleicht schreib ich noch einen Herrscherring ins Drehbuch, um sicherzugehen..." (Foto: Tobis)

Über zehn Jahre ist es her, seit der Actionknüller "Cliffhanger" für klingelnde Kassen sorgte. Doch obwohl Renny Harlin mit diesem Erfolg seinen Ruf als aufsteigender Stern am Regiehimmel zementiert hatte, hagelte es in der Folge praktisch nur noch Enttäuschungen. Nach Flops wie "Driven" und "Mindhunters" sorgte zuletzt auch das Horror-Prequel "Exorzist: Der Anfang" für negative Reaktionen bei Kritikern und Publikum. Mit der Verfilmung des Comics "Full Moon Fever" will Harlin den Bann nun brechen.

Neben Vampiren gehören Werwölfe zu den derzeit wohl populärsten Filmmonstern. Im vergangenen Jahr hatten Lykanthropen unter anderem in "Van Helsing", "Underworld" und "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" große Auftritte. Von diesem Trend scheint Harlin profitieren zu wollen, allerdings gibt die Vorlage der Mythologie einen ganz eigenen Twist.

Schlimmer als Werwölfe ist die Schlaflosigkeit...

Comic-Autor Joe Casey, der bereits an diversen Abenteuern von "Superman" und den "X-Men" arbeitete, siedelt seine Geschichte in einer nahen Zukunft an. Eine Gruppe von Arbeitern wird ins All geschickt, um Reparaturarbeiten an der ersten von Menschenhand geschaffenen Mondbasis vorzunehmen. Eigentlich ein Routinejob, doch bei ihrem Eintreffen finden die Männer die Station scheinbar verlassen vor.

Wie nicht anders zu erwarten, lauert jedoch das Böse in den einsamen Gängen und schon bald sehen sich die Arbeiter mit einer Horde ausgehungerter Werwölfe konfrontiert. Der Clou: Von der eigenen Oberfläche aus betrachtet, ist der Mond stets "voll", die Bestien können ihre grausige Form somit dauerhaft beibehalten...

Harlin dürfte der richtige Mann für dieses Projekt sein. Ursprünglich war er an der Entwicklung von "Alien 3" beteiligt gewesen, und "Deep Blue Sea", ein klaustrophobischer Horror-Thriller über genmanipulierte Haie, war der einzige finanzielle Lichtblick für den Finnländer seit Sylvester Stallones Bergwanderung. Vielleicht bewirbt sich ja auch "Sly" für eine Rolle als Werwolf - "Full Moon Fever" könnte damit gleich zwei gebeutelten Stars ein Comeback ermöglichen...


Filmografie

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Das große Special zu "Men in Black 3" und der erste Trailer zu "The Great Gatsby"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

News zum Star