Als übergewichtige, selbstkritische und (zunächst) allein stehende Chaoskönigin Bridget Jones spielte sich Renée Zellweger in den bislang zwei Teilen weiltweit in die Herzen ihres vor allem weiblichen Publikums. Auch sonst stellt die verträumte Blondine mit roten Bäckchen und traurig anmutenden Augen unter Schlupflidern meist durch Anmut, Wärme und Aufrichtigkeit geprägte junge Frauen dar, die konsequent ihren Weg gehen und sich auch durch romantische Tagträume nicht von ihrem Ziel im Beruf oder in der Liebe abbringen lassen.
Zellweger, 1969 geboren, hatte Literatur studiert, in einigen TV-Filmen und eine stumme Rolle in "Confusion - Sommer der Ausgeflippten" gespielt, bevor sie 1994 eine Nebenrolle in dem Spielfilm "Reality Bites" ergatterte. Danach war sie die Dorothy, die Tom Cruise in "Jerry Maguire" erobert, sie war die Tochter von Meryl Streep, die ihre Journalistenkarriere wegen der letzten Monate im Leben ihrer Mutter in "Familiensache" unterbricht, sie war die rebellische Frau eines jüdischen Geschäftsmannes in "Teurer als Rubine", die ermordete Prostituierte in dem Krimi "Scharfe Täuschung", die von Chris O' Donnell ungeschickt umworbene, konfuse Freundin in "Der Junggeselle" und grandios in "Nurse Betty", wo sie als Kellnerin in einer Kleinstadt in die Welt der Soap Operas flüchtet, nach Los Angeles reist, um den "Arzt" ihrer Träume zu finden und Star der Soap wird, bevor sie wieder zu Bewusstsein kommt.
Seit den Dreharbeiten zu "Ich, beide & Sie" war Zellweger mit dem Komiker Jim Carrey liiert, doch beide trennten sich kurz vor der geplanten Heirat. Auf den internationalen Durchbruch mit "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" folgte das sensible Mutter-Tochter-Drama "Weißer Oleander", in dem sie neben Michelle Pfeiffer überzeugte. Einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere stellte die Rolle des Showgirls Roxie dar, das im Musical "Chicago" an der Seite von Richard Gere und Catherine Zeta-Jones rücksichtslos ihre Karriereträume verfolgt. Für die Rolle, um die u.a. auch Goldie Hawn und Charlize Theron gekämpft hatten, erhielt Zellweger ihren zweiten Golden Globe (nach "Nurse Betty"). Mit "Unterwegs nach Cold Mountain" folgte der dritte, ebenso wie der erste Oscar als beste Nebendarstellerin: Als energische, furchtlose Ruby, die der verzweifelten Ada (Nicole Kidman) hilft, ihre marode Farm wieder auf Vordermann zu bringen, konnte Zellweger mühelos neben den eigentlichen Hauptdarstellern Kidman und Jude Law bestehen.
Während das Publikum an "Down with Love", einer mitunter parodistisch wirkenden Hommage an die Doris-Day-Rock-Hudson-Komödien der Sechziger, weniger Gefallen fand, knüpfte der zweite Teil von Bridget Jones ("Am Rande des Wahnsinns") wieder an den Erfolg des Vorgängers an: Mittlerweile mit Anwalt Darcy (Colin Firth) liiert, wird Bridgets Eifersucht durch Darcys neue Kollegin Rebecca geweckt, was eine Kette von Ereignissen auslöst, die Bridget u.a. einen Aufenthalt im Frauenknast in Thailand bescheren. Nicht so erfolgreich wie vermutet war hingegen wieder das "Ron Howard"-Drama "Das Comeback", in dem sie neben Russell Crowe eine Boxergattin spielt.
Hugh Grant zweifelt an "Bridget Jones 3"
Hugh Grant glaubt nicht an einen dritten "Bridget Jones" - ihm passte bis jetzt noch kein Drehbuch.
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Wäre doch schade, wenn Bridget Jones und Daniel Cleaver nicht nicht mehr ins Kino zurückfänden (Foto: UIP)
Im geplanten dritten Teil von "Bridget Jones" ist der Wurm drin. Diesmal heißt der Störenfried Hugh Grant, der über den dritten Teil meckert und das ganze Projekt in Frage stellt: "Ich würde Daniel Cleaver gern spielen, aber im Moment gibt es keinen dritten Teil", unkt der Schauspieler. Grund sei die schlechte Story, die im Moment keinen überzeuge.
Laut Grant haben die Autoren bis jetzt noch keinen Knaller abliefern können, auch, weil diesmal keine Romanvorlage von Helen Fielding vorhanden ist. "Bis jetzt gab es einige Entwürfe und da waren sehr gute Sachen dabei. Aber im Großen und Ganzen haben sie noch nicht ins Schwarze getroffen."
Wie Grant weiter berichtet, seien mittlerweile andere Drehbuchschreiber am Werk: "Sobald sie das Richtige abliefern, werden wir den Film machen. Da bin ich sicher. Aber es ist so, dass das alles signifikant neu erfunden werden muss." Überraschend ist weiterhin Hugh Grants Bemerkung, dass die Schauspieler noch nicht offiziell zugesagt haben: "Keiner von uns hat bis jetzt unterschrieben", so Grant. Bisher hieß es, dass Renée Zellweger, Colin Firth und Hugh Grant sicher dabei seien.
Angeblich hat noch niemand zugesagt
Der Drehbeginn von "Bridget Jones 3" war für Anfang dieses Jahres geplant. Zuvor gab es schon Rangeleien um den Regisseur: Zuerst war "Brautalarm"-Macher Paul Feig die erste Wahl. Dann hieß es, dass dieser urbritische Stoff lieber von einem britischen Filmemacher umgesetzt werden sollte und Peter Cattaneo ("Ganz oder gar nicht") übernahm das Ruder. Wie Cattaneo den Disput um das Drehbuch sieht, ist übrigens nicht bekannt.
Ursprünglich sollte sich "Bridget Jones 3" um Bridgets Babykrise und ihren Versuch, Daniel Cleaver als möglichen "Spender" aufzutreiben, drehen.