Als fünfter James Bond in der langlebigsten Serie der Filmgeschichte brachte Pierce Brosnan mit "GoldenEye", "Der Morgen stirbt nie", "Die Welt ist... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max11/kuk11/kuk07/u1107161/b150x150.jpg Pierce Brosnan

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Pierce Brosnan


  • Bürgerlicher Name
    Pierce Brendan Brosnan
  • Geburtstag
    16.05.1953
  • Geburtsort
    Navan, County Meath

Als fünfter James Bond in der langlebigsten Serie der Filmgeschichte brachte Pierce Brosnan mit "GoldenEye", "Der Morgen stirbt nie", "Die Welt ist nicht genug" und "Stirb an einem anderen Tag" die angeschlagene Reihe wieder auf Erfolgskurs. Mit einer Mischung aus Virilität, Härte, Ironie, Understatement, gutem Aussehen und exzellentem Benehmen nahm er die Charakteristika der von Sean Connery und Roger Moore geprägten Figur auf und passte sie seinem Flair des Ladies' Man an. Brosnan gelang es, den selbstparodistischen Touch der Reihe weitgehend aufzugeben und sie den Erfordernissen moderner Action-Helden zwischen Einsatz, Verführungskunst und weltmännischer Attitüde anzupassen, ohne an Glaubwürdigkeit einzubüßen.

Welches Risiko er dabei einging, zeigte ein zweites Wagnis: Der Krimiklassiker um den Gentleman-Kriminellen aus Langeweile, den Steve McQueen in "Thomas Crown ist nicht zu fassen" 1967 gespielt hatte, wurde als "Die Thomas Crown Affäre" 1999 erneut ein Hit. Brosnan versuchte nicht, McQueen zu imitieren, sondern legte den Charakter an als im Zeitalter der Emanzipation von Karrierefrauen geplagten, die Psychiaterin (Faye Dunaway, die bereits im Original mitspielte) konsultierenden und doch weitgehend selbstbestimmten, mit krimineller Energie vorgehenden Connaisseur von Kunst.

Der Ire Brosnan zog im Alter von elf Jahren mit seiner Familie nach London. Nach zwei Jahren als Wanderschauspieler und langjähriger Theaterarbeit spielte er 1979 in dem Krimiklassiker "Rififi am Karfreitag" einen irischen Terroristen, der sich als homosexuell ausgibt. Neben Sir Michael Caine fiel er 1984 in dem Agententhriller "Das vierte Protokoll" auf. Weitgehend unterbewertet wurde seine Leistung als britischer Kolonialoberst, der in "Mr. Johnson" (1990) eine Eisenbahnlinie baut und Recht über einen rebellischen Schwarzen sprechen muss.

Zeitweilig wurde Brosnan, der in den 1980ern in Actionfilmen ("Nomads", "Die Täuscher") und in der populären TV-Serie "Remington Steele" als Privatdetektiv auftrat - weswegen er nicht schon 1986 den 007 spielen durfte -, zum "schönsten Mann in Badehosen" gekürt. Zwischen den Bond-Filmen war er u. a. in dem Katastrophenfilm "Dante's Peak", in Richard Attenboroughs Öko-Biografie des Halbindianers "Grey Owl", als "Robinson Crusoe" und in "Die Liebe hat zwei Gesichter" zu sehen. Mit seiner Firma Irish Dream Time finanzierte er 1998 das Melodram "Der amerikanische Neffe".

Vor seinem letzten Bond überraschte Brosnan mit dem Versuch eines Imagewandels in "Der Schneider von Panama": Als aalglatter, skrupelloser britischer Spion zwang er die von Geoffrey Rush gespielte Titelfigur, ihn mit (erfundenen) Informationen zu versorgen.

Sympathischer gab sich Brosnan als Scheidungsanwalt, der in "Laws of Attraction" in Hassliebe zu einer Kollegin (Julianne Moore) entbrennt. Die Rolle des Gentleman-Gauners aus "Die Thomas Crown Affäre" nahm Brosnan für "After the Sunset" wieder auf: Gemeinsam mit seiner attraktiven Komplizin Lola (Salma Hayek) wagt der eigentlich im Ruhestand lebende Juwelendieb einen letzten Coup.

Noch witziger war Brosnan in "Mord und Margaritas", in dem er als Profikiller in eine Sinnkrise gerät, wofür er 2006 auch für den Golden Globe nominiert wurde. Durch Maske und Bart kaum wieder zu erkennen, brillierte er 2006 als hartgesottener ehemaliger Captain der Nordstaaten im modernen Western "Seraphim Falls". In dem Psychothriller "Butterfly on a Wheel" mimte er ein Jahr später einen Kindesentführer und zerstört schrittweise das Leben der bisher glücklichen Familie. Im selben Jahr traf Ira Sachs ins Schwarze, als sie Brosnan in "Married Life" für den alternden Charmeur castete, der die Geliebte seines verheirateten Freundes verführt und damit gerade noch einen Mord verhindern kann.

In der Verfilmung des Abba-Musicals "Mamma Mia!" überraschte Brosnan mit Sangeskünsten und trug maßgeblich zum enormen Erfolg bei. Einen Ausflug ins Reich der Fantasy unternahm Brosnan als Zentaur in "Percy Jackson", bevor er im Polit-Thriller "Der Ghostwriter" als filmisches Alter Ego des britischen Ex-Premiers Tony Blair dunkle Machenschaften einfädelte.

Leichtere Töne in einer für ihn typischen Rolle schlägt Brosnan nun wieder in "Der ganz normale Wahnsinn" an, wenn er als smarter Business-Mann den "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker an ihren Prioritäten zwischen Beruf und Familie zweifeln lässt.

Brosnan gilt als Familienmensch, der 2000 seine geplante zweite Hochzeit wegen eines schweren Motorradunfalls seines Sohnes um ein Jahr verschob.

  • Bürgerlicher Name
    Pierce Brendan Brosnan
  • Geburtstag
    16.05.1953
  • Geburtsort
    Navan, County Meath
  • Geburtsland
    Irland
  • Familie
    Mutter: May (Krankenschwester)
    Vater: Thomas Brosnan
    Stiefvater: Bill Carmichael

    Ehefrauen:
    Keely Shaye Smith (Nachrichtenkorrespondentin, seit 2001)
    Cassandra Harris (Schauspielerin, 1980 - 1991, verstorben)

    Tochter: Charlotte (Stieftochter, von Cassandra Harris, geb.1972)

    Söhne:
    Paris Beckett (von Keely Shaye Smith, geb.27. Februar 2001)
    Dylan Thomas (von Keely Shaye Smith, geb. 13. Januar 1997)
    Christopher (Stiefsohn, von Cassandra Harris, geb. 1973)
    Sean (von Cassandra Harris, geb. 13. September 1983)
  • Autogrammadresse
    c/o Creative Artists Agency
    9830 Wilshire Blvd
    Beverly Hills, CA 90212
    USA
  • Links
    http://www.piercebrosnan.com (Offizielle Seite)

Hugh Jackman will James Bond werden

Er war schon als Erbe von Pierce Brosnan im Gespräch.

Großansicht Würde gerne Bond werden: Hugh Jackman (Foto: Kurt Krieger)

Würde gerne Bond werden: Hugh Jackman (Foto: Kurt Krieger)

Als die Bond-Macher nach "Stirb an einem anderen Tag" dem smarten Iren Pierce Brosnan den Laufpass gaben, wurde lange spekuliert, wer der neue James Bond werden könnte, sollte, müsste. Wesentlich häufiger als Daniel Craig wurde damals Hugh Jackman genannt. Daraus wurde bekanntlich nichts und Craig legte mit "Casino Royale" einen fulminanten Neustart der Filmreihe um den britischen Superagenten hin.

Doch nun, da Daniel Craig seinen dritten 007-Film dreht, wird erneut über die Nachfolgeregelung diskutiert. Darin hat sich nun Hugh Jackman persönlich eingeschaltet - und Details verraten, warum es für "Casino Royale" noch nicht geklappt hatte:

"Mein Agent rief mich damals an und sagte: 'Möglicherweise will man Dich als Bond, wärest Du denn interessiert?' Damals hatte ich kein Interesse, weil ich kurz vor dem Drehbeginn für 'X-Men 2' stand. Wolverine war damals die ganz große Sache in meinem Leben und ich wollte nicht gleichzeitig zwei derart legendäre Figuren spielen. Allerdings denkt jeder Schauspieler irgendwann darüber nach, wie es wohl wäre, James Bond zu spielen. Wenn es also damals nicht gepasst hat, könnte es sehr wohl passen, wenn sich die Chance erneut ergibt."

Alles hängt an Daniel Craigs drittem Streich...

Im Klartext heißt das: "Ich will die Rolle und falls Daniel Craig jemals aufhört, ruft mich auf jeden Fall wieder an!" Doch es gehört natürlich zum guten Ton und zum Respekt unter Kollegen, dass man solche Bewerbungen möglichst indirekt formuliert.

Hugh Jackman ist indes nicht der einzige, der sich proaktiv als nächster 007-Darsteller ins Gespräch bringt. Zuletzt hatte Idris Elba Interesse bekundet, der erste Bond-Darsteller mit afrikanischen Wurzeln zu werden.

Zwar wird über 007 immer viel spekuliert, doch wenn sich die Initiativ-Bewerbungen häufen, ist dies oft ein Zeichen dafür, dass sich hinter den Kulissen etwas tut. Das mag auch ein wenig mit den durchwachsenen Kritiken für Daniel Craigs letzten Bond-Auftritt in "Ein Quantum Trost" und den Schwierigkeiten beim Dreh des 23. 007-Abenteuers zu tun haben. Falls dieses allerdings ein echter Knaller wird - wofür Neu-Regisseur Sam Mendes durchaus sorgen könnte - sind die Spekulationen möglicherweise ebenso schnell wieder verstummt, wie sie begonnen haben...

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