Am Gymnasium Paulinum in Münster hantierte er, wie seine Conabiturienten berichten, bereits mit der Kamera, sogar versteckt im Unterricht. 50 Jahre... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max04/kuk04/kuk06/u0406011/b150x150.jpg Peter Schamoni

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Peter Schamoni


  • Geburtstag
    27.03.1934
  • Geburtsort
    Berlin
  • gestorben
    14.06.2011

Am Gymnasium Paulinum in Münster hantierte er, wie seine Conabiturienten berichten, bereits mit der Kamera, sogar versteckt im Unterricht. 50 Jahre später trat der renommierte deutsche Regisseur, Produzent und Autor Peter Schamoni in Ulli Lommels "Daniel, der Zauberer" als Konditoreibesitzer auf, in dessen Torten Daniel Küblböck seine Finger steckt. Dazwischen liegen Jahre reger Produzententätigkeit und die Anfänge des Neuen Deutschen Films, Spielfilme und über 30 Dokumentarfilme.

Schamoni gehörte 1962 zu den Mitunterzeichnern des Oberhausener Manifests, einer Gruppe Münchner Filmautodidakten, die gegen Papas etabliertes Schnulzenkartell rebellierten. Während Alexander Kluge, der Wortführer der "Obermünchhausener", "viele kleine schmutzige und subversive Filme, die die Gesellschaft verändern könnten" forderte, experimentierte Peter Schamoni von Anfang an in verschiedenen Filmformaten mit dem Ziel, die künstlerische Qualität des deutschen Films zu verbessern. 1966 inszenierte er mit "Schonzeit für Füchse" einen der ersten Spielfilme des Neuen Deutschen Films, einen bedeutenden Beitrag zum Thema Generationskonflikte und Ziellosigkeit junger Menschen, für den er einen Berliner Bär erhielt. Als Produzent des Publikumserfolgs "Zur Sache, Schätzchen" (1967, Regie: May Spils) gewann Schamoni jene Mittel, die er in eigene Dokumentarfilme und Filme seines Bruders Ulrich ("Alle Jahre wieder", "Quartett im Bett", "Eins") stecken konnte. Schamonis legendäre Großzügigkeit führte dazu, dass er Landesmedienzentren (früher: Landesbildstellen) die von ihm produzierten Filme kostenlos zur Bildungsarbeit zur Verfügung stellte.

Zu den Misserfolgen seiner Karriere gehörten die mit Herbert Vesely geplante Romanze "Deine Zärtlichkeiten" (mit Bernhard Wicki, Ulli Lommel und Doris Kunstmann) und der Kartoffel-Western "Potato Fritz" (1975, mit Hardy Krüger und Stephen Boyd), der Medienaufmerksamkeit durch eine vom berühmten Fußballer Paul Breitner gespielte Figur erlangte. Ambitioniert und als einer der ersten Filme auf den Arthouse-Kinomarkt ausgerichtet war "Frühlingssinfonie" (1982), die Liebesgeschichte zwischen dem Komponisten Robert Schumann (Herbert Grönemeyer) und der Klaviervirtuosin Clara Wieck (Nastassja Kinski), den er vor dem Mauerfall im Defastudio in Babelsberg realisierte. Einen Coup, aber keinen kommerziellen Erfolg landete Schamoni, als er 1987 sieben weibliche UFA-Stars - Marika Rökk, Marianne Hoppe, Camilla Horn, Carola Höhn, Rose Renee Roth, Fee von Reichlin und Ortrud von der Recke - für die am Kriegsende 1945 spielende Komödie "Schloss Königswald" vor der Kamera versammelte.

Schamoni wurde 1934 in Berlin geboren, zog mit der Familie nach Münster, bestand dort sein Abitur, studierte Kunst-, Literatur- und Theatergeschichte und besuchte die Schauspielschule in München. Nach einem Regievolontariat am Bayerischen Staatstheater wurde er ab 1957 Autor, Regisseur und Produzent von über 30 kurzen, mittellangen und langen Dokumentarfilmen, so über Friedrich Hundertwasser ("Hundertwassers Regentag", der 1973 für den Oscar nominiert wurde) oder die Architektur der Nazi-Zeit ("Brutalität in Stein"). Zu den bekannten, teils Dokumentarisches und Fiktion mischenden Filmen gehören "Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit" (mit Helmut Griem), "Max Ernst - Mein Vagabundieren, meine Unruhe", "Niki de Saint Phalle: Wer ist das Monster - Du oder ich?" und "Majestät brauchen Sonne", der den deutschen Kaiser Wilhelm II. als einen der ersten Medienstars vorstellt.

Schamoni wurde vielfach ausgezeichnet: Mit Festival-, Bundes- und Bayerischen Filmpreisen und 2003 mit der Goldenen Taube des Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilme. 2009 erhielt Schamoni mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk beim Bayerischen Filmpreis seine letzte große Auszeichnung. 2004 wurde er mit Ausstellungen in Berlin und Düsseldorf geehrt. Der Bildband "Peter Schamoni - Filmstücke" (2004) versammelt Fotografien, Setbilder und Kritiken. 2006 arbeitet er an einem abendfüllenden Film über den weltbekannten kolumbianischen Maler und Bildhauer Fernando Botero.

Peter Schamoni erlag am 14. Juni 2011 einer Krebserkrankung, die erst kurz zuvor diagnostiziert wurde.

  • Geburtstag
    27.03.1934
  • Geburtsort
    Berlin
  • Geburtsland
    Deutschland
  • Links
    http://www.schamoni.de

Treffen der "Champions" in München

Am 19. Oktober war vom "verflixten siebten Jahr" nichts zu spüren bei der "DVD Night 2006" im Münchner ArabellaSheraton Grand Hotel. Über 500 Gäste aus dem Showbusiness und der Entertainmentbranche feierten ihre "Champions" - und mit ihnen auch den Publikumsliebling, den die Leser des Treffpunkt Kino Livepaper in einer großen Abstimmung gewählt hatten.

Großansicht Otto Waalkes sorgte für Stimmung bei der DVD Night (Foto: Sigi Jantz)

Otto Waalkes sorgte für Stimmung bei der DVD Night (Foto: Sigi Jantz)

Der Entertainment Media Verlag lud dieses Jahr zum siebten Mal seit 1999 zur großen "DVD Night", und alle kamen: Prominente wie Veronica Ferres, Peter Maffay, Otto Waalkes und BAP-Sänger Wolfgang Niedecken samt Band. Sie alle waren mit dem schnellen und sicheren Audi-VIP-Shuttle gekommen und genossen einen glanzvollen Abend, in dessen Verlauf Verleger Ulrich Scheele die besten DVD-Produktionen des vergangenen Jahres auszeichnete und herausragenden Persönlichkeiten der Entertainment-Branche die begehrte "DVD Champion"-Trophäe überreichte. Die Moderation des Events übernahm TV-Profi Sabrina Staubitz, und sie bestand ihre Premiere bei der "DVD Night" mit Bravour.

Eine mitreißende Live-Performance gab es von der dänischen Newcomerin Tina Dico, die beim Publikum mit Songs wie "Warm Sand" und "In the Red" Gänsehaut auslöste. Rockiger ging es dagegen zu, nachdem Peter Maffay den "Music Award" an BAP-Frontman Wolfgang Niedecken überreicht hatte: Die Kölsch-Rocker ließen es sich nicht nehmen, dem Publikum ein Mini-Konzert zu geben, bei dem sich so mancher BAP-Fan im Publikum zu Begeisterungsrufen hinreißen ließ.

Publikumspreis für den König

Großansicht Strahlende Gesichter bei den Preisträgern (Foto: Sigi Jantz)

Strahlende Gesichter bei den Preisträgern (Foto: Sigi Jantz)

Bei so hervorragender Stimmung konnte das Event nur gut weitergehen: Autorenfilmer Peter Schamoni ("Zur Sache, Schätzchen") nahm von der Schauspielerin Sunnyi Melles den Lifetime Achievement Award entgegen. Der "Artist Award" ging an den inzwischen schon legendären Komiker Otto Waalkes und das neu gegründete Marketing-Label UFA Animé erhielt den "Marketing Award".

Der "DVD Champion" in neun Produktkategorien wie Boxset oder Internationaler Film ging unter anderem an die "Planet der Affen" DVD Collection mit genialer Sonderverpackung und an "Das Phantom der Oper". Als bester deutscher Film wurde "NVA" prämiert, hier nahm unter anderem auch Hauptdarsteller Kim Frank die Trophäe entgegen. Alle Sieger waren von einer Fachjury ausgewählt worden, bei einem Preis hatte diese jedoch nichts zu melden: Die Leser von Treffpunkt Kino Livepaper, DVDpremiere, Treffpunkt Kino, VideoTipp und die kino.de-User hatten entschieden, welcher Film ihr Highlight des Jahres war. Der Publikumspreis ging an die aufwendige Special 2-Disc Collector's Edition von "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia".

Sehen Sie hier die schönsten Bilder der "DVD Night 2006"

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