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Peter Jackson

Peter Jackson

Leben & Werk

An Halloween 1961 geboren, war der Neuseeländer Peter Jackson für eine Karriere im Bereich des phantastischen Films prädestiniert. Als er 1992 auf dem Festival des Phantastischen Films drei Hauptpreise für “Braindead” gewann und der Splatterfilm mit der von Ratten gebissenen Zombiefamilie, die Gäste in untote Mordgesellen verwandelt, und dem berühmten Showdown mit der Motorsäge als “Bester Horrorfilm seit Erfindung des Genres” hochgelobt wurde, gilt Jackson als Kultfigur auf diesem Gebiet.

Bereits mit acht Jahren experimentierte er mit der elterlichen Super-8-Kamera, stellte in den folgenden Jahren Monsterpuppen her und bastelte Raumschiffe, um seinem Vorbild, dem Trickkünstler Ray Harryhausen, nachzueifern. Mit 17 verließ er die Schule, fand keinen Job in der Filmindustrie, arbeitete in einer Fotosatzwerkstatt und schuf in jahrelanger Kleinarbeit in Super 8 und auf Cinemascope den Vampirfilm “Curse of the Grave Walkers”, der sich – als er nach dem Tod des Vaters an eine 16-mm-Kamera gelangte – zu einer Science-Fiction-Story mit dem Arbeitstitel “Gilles’ Big Day” ausweitete. Den letzten Schliff erhielt der Film mit Schweineleber, Nieren, Lammhirn und Ahornsirup für die Spezialeffekte; eine Förderung der New Zealand Film Commission ermöglichte die Fertigstellung, und 1988 präsentierte Jackson seinen Debütfilm als “Bad Taste” (US-Titel: “Dead Alive”) in Cannes.

“Bad Taste” fand auf der Stelle reißenden Absatz: Außerirdische suchen die Erde heim, um ihren Planeten mit Frischfleisch zu versorgen. Ihnen stellt sich eine Gruppe Jugendlicher entgegen, deren Anführer dem Gemetzel mit der Kettensäge ein Ende bereitet. Auf “Bad Taste” und “Braindead” folgte 1994 “Heavenly Creatures“, die Aufarbeitung eines authentischen neuseeländischen Mordfalls um zwei Teenager, die sich 1950 in eine Fantasiewelt verspinnen und ihre Eltern töten. Der Film, in dem Kate Winslet ihr Debüt im Kino gab, wurde in Venedig mit dem “Silbernen Löwen” ausgezeichnet sowie für den Oscar nominiert. Mit “The Frighteners” kehrte Jackson 1996 zum Horrorfilm zurück und ließ Michael J. Fox als Fachmann für das Totenreich mit den untoten Geistern eines Massenmörders und seiner Geliebten in Kontakt treten.

Nach sechsjähriger Vorbereitung begann Jackson 1999 mit Verwirklichung eines Traums und der Realisierung des aufwändigsten Projekts der Filmgeschichte – der parallelen Verfilmung aller drei Bände von J.R.R. Tolkiens Klassiker “Der Herr der Ringe“. Mit allein über 10 Millionen Besuchern in Deutschland und vier Academy Awards sicherte sich Jackson 2001 bereits mit dem ersten Teil “Die Gefährten” seinen Titel als einer der erfolgreichsten Regisseure der Filmgeschichte. Mit dem im Dezember 2002 gestarteten Teil 2 “Die zwei Türme” konnte Jackson an den Erfolg von “Die Gefährten” anknüpfen. Der abschließende Teil 3 “Die Rückkehr der Könige” lockte erneut über zehn Mio. Besucher in die deutschen Kinos. Mit “King Kong” ging er erneut einen Mythos an, dieses Mal einen bereits im Kino etablierten. Auch dieses Projekt nahm wieder gigantische Ausmaße an, was die Größe des Protagonisten, des Budgets und die Laufzeit betrifft.

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