Sie kämpfen und lieben, sie streiten und siegen. Hollywoods zweite Garde schlägt sich grandios durch die Filmwelt.
There's no business like Showbusiness. Heute ein Nobody, morgen schon ein Star. Wo sonst kann so schnell die Karriereleiter erklommen werden wie in Hollywood? Tom Cruise und Julia Roberts haben es vorgemacht. Sie sind die Idole ganzer Schauspielerarmeen.
Doch das Showgeschäft hat auch seine Schattenseiten. So schnell wie ein Mime die Erfolgstreppe hinauffällt, kann er auch wieder abstürzen. Diejenigen, die zu dieser Spezies gehören, müssen sich fortan in B-Movies beweisen.
Je höher der Flug
Einer, der ein Lied davon singen kann, ist Jean-Claude Van Damme. In "Karate Tiger" erregt er zum ersten Mal Aufsehen. Kurz darauf feiert der Belgier in "Bloodsport" seinen Durchbruch. Ein wahrer "Muscles from Brussels"-Hype setzt ein. Er dreht mit den besten Regisseuren wie Peter Hyams ("Timecop") oder Hongkongs Action-Spezialist John Woo ("Harte Ziele"). Mit der Videospielverfilmung "Street Fighter - Die entscheidende Schlacht" schrammt er knapp an der 100-Millionen-Dollar-Grenze vorbei.
Dann kommt der Absturz. Filme wie "The Quest - Die Herausforderung" oder "Maximum Risk" floppen an den Kinokassen.
Kein Einzelfall. Elizabeth Berkley liegt die Welt zu Füssen. Dann leistet sie sich einen bösen Patzer. Sie nimmt eine Rolle als Striptease-Tänzerin in Paul Verhoevens Film-Waterloo "Showgirls" an. Das Werk floppt, Lizzy ist fortan unten durch.
Die Leistung stimmt
Aber es geht auch anders. Akteure wie Michael Dudikoff oder Traci Lords haben sich damit abgefunden, nie in den Film-Olymp aufgestiegen zu sein. Sie belegen erfolgreich die Reservistenloge.
Auch die Kampfmaschinen Dolph Lundgren und Chuck Norris und die Grazien Tia Carrere ("True Lies") und Talisa Soto ("James Bond 007: Lizenz zum Töten") gehören mittlerweile zur 2. Riege Hollywoods.
Das ist ihnen aber egal. In den B-Movies stehen sie ihren Mann bzw. ihre Frau. Klar, denn manchmal kann es ganz schnell wieder nach oben gehen. Der Sprung in die 1. Liga ist oft zum Greifen nah.
Übrigens: B-Movies sind Filme, die mit niedrigem Budget gedreht werden. Was nicht heißt, dass sie schlecht sein müssen. Entstanden ist der Begriff in den 30er Jahren. Damals wurden Doppelvorstellungen eingeführt. Der Bonusstreifen, der B-Film, war meist ein Horror-, Slapstick oder Westernmovie.