Mit ihren Filmen unterlaufen die Brüder Peter und Bobby Farrelly gezielt die US-Doktrin der "political correctness", indem sie mit den Formen des... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max01/mbiz01/mbiz27/z0127067/b150x150.jpg Peter Farrelly
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Peter Farrelly

  • Geburtstag
    17.12.1956
  • Geburtsort
    Phoenixville, Pennsylvania

Mit ihren Filmen unterlaufen die Brüder Peter und Bobby Farrelly gezielt die US-Doktrin der "political correctness", indem sie mit den Formen des Slapstick, der Farce, der Groteske und des verbal wie visuell drastischen Gags unterhalb der Gürtellinie Geschmacksvorschriften torpedieren. Die Komödien der Brüder bestehen aus Lachern und Lachnummern mit Narren, Sozio- wie Schizopathen sowie schriller Typenkomik und klassischen Verwechslungsszenen, burlesken Arrangements des Stummfilms und Seitenhieben aufs Genrekino. Zu den unvergesslichen Höhepunkten zählen die Hinrichtung einer Kuh, die Wiederbelebung eines betäubten Schoßhundes und die mit der Sperma-Locke in Cameron Diaz' Haar endende Badezimmer-Expedition von Ben Stiller.

Die Farrellys, Bobby ist eineinhalb Jahre jünger als Peter, wurden in Cumberland auf Rhode Island geboren und stiegen mit dem Verkauf von zwei Episoden für die TV-Serie "Seinfeld" ins Geschäft ein. Es folgten Drehbucharbeiten mit "Dumm und Dümmer", der den Komiker Jim Carrey berühmt machte, und 1994 das Regiedebüt. Zwei Tolpatsche mit Niedrigst-IQ stolpern am Rockzipfel einer schönen reichen Frau in einen Kidnapping-Fall. Der Bowling-Komödie "Kingpin" (1996, mit Woody Harrelson) folgte mit "Verrückt nach Mary" 1998 der größte Erfolg des Teams. Vier schräge Typen reißen sich um die Blondine Mary (Cameron Diaz) und geraten vom Penis-Einklemm-Problem bis zur Angelhaken-Reißprobe in die peinlichsten Zwischen- und Unfälle. "Mary" wurde für mehrere Auszeichnungen nominiert und erhielt den Preis der New Yorker Filmkritik (für Cameron Diaz) und vier MTV Awards (u. a. bester Film, beste Schauspielerin).

Jim Carrey kehrte in "Ich, beide & sie" zu den Farrellys zurück und spielte als brillanter Hauptdarsteller einen freundlichen US-Polizisten, der schizophren wird und sich in ein aggressives, zotiges, brutales und fäkalorientiertes zweites Ich verwandelt. Mit Pillen bekommt er es zeitweilig in den Griff, während er eine junge Frau (Renee Zellweger) durch Neuengland eskortiert.

In "Schwer verliebt" kommt der romantische Zug der Regisseure voll zum Tragen. Erst nach einer Hypnose stellt der Möchte-Gern-Frauenheld Hal (Jack Black) sein Interesse für Top-Models ein und verliebt sich in die 150 kg schwere Rosemary, in der er aber nur die gertenschlanke Gwyneth Paltrow sieht. Aberwitzig und zugleich symbolträchtig ist sechste Kinofilm der Farrelly-Brüder, "Unzertrennlich", in dem die an den Hüften zusammengewachsenen siamesischen Zwillinge Bob (Matt Damon) und Walt (Greg Kinnear) auf Erfolgskurs nach Hollywood sind. 2005 nahmen die Regisseure Nick Hornbys Roman "Fever Pitch" in "Ein Mann für eine Saison" als Vorlage und casteten für ihre leider vorhersehbare Komödie Drew Barrymore und Jimmy Fallon. Nach neun Jahren arbeitete das Regie-Duo 2007 erneut mit Ben Stiller in dem Film "Nach 7 Tagen - Ausgeflittert" zusammen. Dieser spielt einen 40jährigen Single, der endlich die Frau seines Lebens zu finden scheint und diese nach sechs Wochen heiratet. In den Flitterwochen muss er jedoch feststellen, dass hinter der Fassade seiner Traumfrau ein echter Alptraum steckt.

  • Geburtstag
    17.12.1956
  • Geburtsort
    Phoenixville, Pennsylvania
  • Geburtsland
    USA
Halle Berry tauchte ihre Brüste für "Movie 43" in Guacamole

Expliziter Sex-Talk, fieser Fäkalhumor, gnadenlose Peinlichkeiten…

Großansicht Völlig hemmungslos: Halle Berry in "Movie 43" (Foto: Constantin)

Völlig hemmungslos: Halle Berry in "Movie 43" (Foto: Constantin)

"Movie 43" überschreitet nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks, der Film der berüchtigten Farrelly-Brüder ("Dumm und Dümmer", "Verrückt nach Mary", "Nach 7 Tagen ausgeflittert") definiert "Bad Taste" vollkommen neu. Da wird beim romantischen Picknick offen über fäkale Sexualpraktiken debattiert, ein Penis-Häxler erfunden und selbst behinderte Kinder bekommen übelst ihr Fett weg.

Das Besondere dabei: Während sich in derart abgründigen Klamauk-Filmen sonst höchstens Schauspieler aus der B-Klasse abmühen, klotzt "Movie 43" mit einem absoluten Superstarreigen: Hugh Jackman, Uma Thurman, Gerard Butler, Kate Winslet, Naomi Watts, Tony Shaloub ("Monk") und Emma Stone, um nur einige zu nennen.

Das verbindende Element zwischen den Darstellern in dem Episodenklamauk mit 25 Einzelgeschichten ist eine Speed-Dating-Veranstaltung zum Thema Superhelden, alberne Kostüme inbegriffen. Und selbstverständlich haben Menschen, die an so etwas teilnehmen, irgendwie alle einen an der Klatsche.

Halle hemmungslos

Am überzeugendsten hat das nach Meinung von Peter Farrelly - Macher und gleichzeitig einer von insgesamt 12 Regisseuren - aber Halle Berry hinbekommen:

"Vor der Arbeit mit Halle war ich echt nervös, weil ihre Szene derartig extrem ist und ich hatte Angst, dass sie sich am Set dann doch dagegen sperrt", berichtet Farrelly. "Doch das tat sie nicht, sie war im Gegenteil der Meinung, dass die Szene noch zu harmlos sei und forderte, dass wir noch eine Schippe drauflegen. Am Ende haben wir einige Dinge mit ihr gemacht, die nicht im Drehbuch standen und die völlig wahnsinnig sind. Ihre Episode handelt ja von zwei Leuten, die gleich beim ersten Date 'Wahrheit oder Pflicht' spielen. Das endete unter anderem damit, dass Halle ihre nackte Brust in eine Schüssel Guacamole taucht. Das zu filmen, hat riesigen Spaß gemacht."

Allerdings war es nicht bei allen Superstars leicht, sie für das Projekt zu gewinnen, wie Farrelly zugibt: "Ist 'betteln' eigentlich das Gleiche wie 'einen blasen'? Falls ja, dann musste ich bei Richard Gere betteln!"

Viele Schauspieler waren aber auch schnell zu begeistern und das erklärt der Macher so: "'Movie 43' ist so ziemlich die härteste Komödie, die in USA ab 17 Jahren freigegeben wurde. Die Darsteller waren definitiv erschüttert, als sie das Drehbuch lasen. Doch genau das gefiel auch vielen. Denn Hugh Jackman, Halle Berry und Kate Winslet hatten noch nie die Chance, in einem Film derart weit zu gehen…"

Das Ergebnis gibt's ab sofort im Kino zu erleben, hierzulande ist der Spaß ab 16 Jahren freigegeben. Allzu zimperlich sollte man für diesen Film aber unabhängig vom Lebensalter nicht sein…

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