Amerikanischer Schauspieler. Auffällig durch seine Körpergröße von 1,35 Meter und durch extrem buschige Augenbrauen, gehört Peter Dinklage zu den Film- und Theaterschauspielern, die trotz oder wegen dieser Besonderheit Rollen finden. Sein Repertoire in Independent-Filmen und Großproduktionen umfasst vom Leben gebeutelte Menschen, Gauner, Drehbuchautoren und Fantasy-Figuren. Seinen Durchbruch schaffte Dinklage als Fin in "Station Agent", der nach dem Tod des Chefs ein einsam gelegenes Bahnwärterhäuschen in New Jersey erbt und dessen seelische Mauer durch eine Malerin und einen lebenslustigen Würstchenverkäufer durchbrochen wird. 2006 spielte Dinklage in der schwarzen Komödie "Sterben für Anfänger" den Erpresser, der bei der Trauerfeier eines Familienpatriarchen Geld mit schlüpfrigen Sexfotos machen will. 2008 gehört er als Trumpkin zum Ensemble des Fantasy-Franchise "Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian". Trumpkin ist der loyale, den herrschenden Königen gegenüber kritische Zwerg, der als Führer der Untergrundbewegung nach dem Krieg Lordregent von Narnia wird und in Alitarationen spricht.
Peter Dinklage wurde 1969 in Morristown, New Jersey, als jüngster von zwei Söhnen eines Versicherungsvertreters und einer Musiklehrerin geboren. Während die Familie, auch Bruder John, normalwüchsig ist, stellte sich bei Peter die Achondroplasie genannte Form des Zwergenwuchses ein, die bei normal entwickeltem Oberkörper kurze Arme und Beine hervor bringt. Dinklage schloss 1991 das Bennington College in Vermont in Schauspielkunst ab und zog nach London, wo er die Royal Academy of Dramatic Arts absolvierte und an der Welsh School of Music and Drama in Cardiff studierte. Zurück in den USA, war er in zahlreichen Off-Broadway-Produktionen zu sehen.
Dinklage debütierte 1994 in Tom DiCillos Film-im-Film-Satire "Living in Oblivion" als Drehbuchautor Nick, der in einer Fantasiesequenz seine Oscar-Dankesrede mit "Leck mich am..." abschließt. Es folgten Jahre mit Auftritten in TV-Serien wie "Seinfeld", "Third Watch - Einsatz am Limit" und "Nemesis - Der Angriff" sowie in "Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis" (2006). Er war in Michel Gondrys Evolutionssatire "Human Nature" (2001) als Versuchsobjekt dabei, gehörte zur Schar der Himmelszwerge um Will Ferrell im Märchen "Buddy - Der Weihnachtself" (2003), spielte in der "Lassie"-Version von 2005 mit Peter O' Toole und Samantha Morton und an der Seite von Christina Ricci und Reese Witherspoon im Fantasy-Drama "Penelope" (2006).
Als Synchronsprecher war Dinklage unter anderem für den Animationsfilm "Underdog" (2007) im Einsatz. 2005 nahm er am "Celeb Poker Showdown" teil.
Für "Station Agent" wurde Dinklage als Bester Darsteller des Ourense Film Festival 2003 und 2004 mit dem Satellite Award für "außergewöhnliche Leistungen" ausgezeichnet.
Während seiner Studienjahre schrieb Dinklage das Stück "Frog" (1990).
Er ist seit 2005 mit Theaterdirektorin Erica Schmidt verheiratet.
Dinklage ist Vegetarier. Wenn er in Filmen Fleisch essen muss, ist es Tofu.
"Modern Family" hängt Konkurrenz ab
Die Comedy-Serie "Modern Family" ist der große Gewinner der diesjährigen Primetime Emmy Awards.
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In Deutschland bisher unbekannt: Der US-Serienhit "Modern Family"
Die Comedy-Serie "Modern Family" ist der große Gewinner der 63. Primetime Emmy Awards, die in der vergangenen Nacht in Los Angeles verliehen wurden. Die ABC-Serie, produziert von Fox Television Studios, wurde mit insgesamt fünf der begehrten TV-Preise ausgezeichnet, darunter als beste Comedy-Serie, für das Drehbuch und für die Leistungen der Schauspieler Julie Bowen und Ty Burrell. Die Serie, diese Woche startet in den USA Staffel drei, ist eine sogenannte Mockumentary: als vermeintliche Doku schildert sie den Alltag von drei völlig verschiedenen Paaren, darunter zwei homosexuellen Männern, die ein asiatisches Baby adoptieren. In Deutschland war die Serie bisher nicht zu sehen.
Einen Überraschungserfolg erzielte der öffentlich-rechtliche Sender PBS, der in den USA eigentlich keine große Rolle spielt. Mit "Downton Abbey", einer historischen Serie, die vor dem I. Weltkrieg in Großbritannien am Hof eines Adeligen spielt, heimste der Sender insgesamt sechs Emmys ein - das üppigste Ausbeute für PBS seit 1985. "Downton Abbey" gewann u.a. in der Kategorie "Miniserie oder Fernsehfilm" und verwies den Favoriten "Mildred Pierce" in die Schranken. Kate Winslet erhielt für ihre Hauptrolle als alleinerziehende Mutter während der Zeit der Großen Depression einen Emmy, genauso wie Guy Pearce für seine Nebenrolle in "Mildred Pierce".
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Erneut zur besten Drama-Serie gekürt: "Mad Men"
Dürftig schnitt die HBO-Drama-Serie "Boardwalk Empire" ab, für die es nur für Martin Scorsese (Regie-Emmy) eine Auszeichnung in den Hauptkategorien gab. Mit den bereits im Vorfeld verliehenen Creative Arts Awards kommt die Serie, die im Atlanta der 20er Jahre spielt, auf acht Auszeichnungen. Zum vierten Mal in Folge wurde "Mad Men" als beste Drama-Serie ausgezeichnet. Nur wenigen anderen Serien gelang bisher dieser Ausnahmeerfolg, auch wenn es dieses Jahr für "Mad Men" in den übrigen wichtigen Kategorien nichts mehr zu gewinnen gab.
Preise gingen außerdem an Jason Katims für das Drehbuch und für Kyle Chandler als Schauspieler der Drama-Serie "Friday Night Lights", eine Serie über eine High School Football-Mannschaft von Direc-TV. Mehr erwartet haben dürfte sich HBO für die Fantasy-Serie "Game of Thrones", am Ende reichte es jedoch nur für einen Emmy, der Schauspieler Peter Dinklage überreicht wurde. Julianna Margulies ging mit einem Emmy für ihre Rolle in "Good Wife" nach Hause, Barry Pepper überzeugte die Jury als Bobby Kennedy in "The Kennedys".
Die Creative Awards eingerechnet, kassierte HBO 19 der begehrten Trophäen - die magerste Ausbeute seit 2003. Ein Trend, der eine Entwicklung im US-Fernsehen deutlich macht: Nicht nur die großen Networks und Pay-Sender wie HBO produzieren erstklassiges Fernsehen, auch Kabelsender wie AMC oder Direc-TV ziehen nach und ernten jetzt die Früchte ihrer Qualitätsanstrengungen. Auf Platz zwei lag dieses Mal PBS mit 14 Auszeichnungen noch vor CBS (11) und Fox (9).