Pernilla August

Pernilla August

Leben & Werk

Schwedische Schauspielerin. Eine der Lieblingsschauspielerinnen von Ingmar Bergman, fiel Pernilla August 1982 als Kindermädchen Maj in Bergmans Schwanengesang “Fanny und Alexander” auf und verkörperte in den von ihm inszenierten oder nach seinen Drehbüchern entstandenen Erinnerungsfilmen (“Die besten Absichten”) mehrfach Bergmans Mutter. Mutterrollen fielen der bodenständigen Schauspielerin in zahlreichen Produktionen zu. International gehört sie als Annakin Skywalkers Mutter Shmi Skywalker in “Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung” (1999) und “Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger” (2002) zum “Star Wars”-Universum. Sie wirkte in schwedischen Thrillern (“Der letzte Mord”) und Dramen (“Daybreak”) mit und debütierte 2009/10 als Regisseurin mit dem in den 70er-Jahren angesiedelten Familiendrama “Svinalangorna”, um eine in Missbrauch und Alkoholismus versinkende Familie.

Pernilla August wurde 1958 als Mia Pernilla Wallgren in Stockholm geboren, stand mit acht Jahren erstmals auf der Bühne und debütierte als Gymnasiastin in Roy Anderssons “Giliap” (1975). Nach dem Schulabschluss arbeitete sie mit entwicklungsgefährdeten Kindern und nahm ihr Studium an der Schauspielschule Stockholm auf, von Bergman gefördert. Sie spielte im Kinderfilm “Linus und das alte Backsteinhaus” und in Lasse Hallströms Dorfschwank “Der Gockel” (1981) und wurde in Bille Augusts “Die besten Absichten” (1992) in der Rolle von Bergmans Mutter bekannt. Sie spielte seine Mutter in Bergmans TV-Film “Dabei: Ein Clown” (1997) und in Liv Ullmanns TV-Film “Enskilde samtal” (1996).

Zu den weiteren Mutterrollen von Pernilla August gehören die Karin, die in Bille Augusts Selma-Lagerlöf-Adaption “Jerusalem” (1996) mit religiös eifernden Dorfbewohnern Ende des 19. Jahrhunderts nach Jerusalem aufbricht, die Mutter im Jugendfilm “Die Kinder des Glasbläsers” (1998), die Titelrolle in “Maria – Die heilige Mutter Gottes” (TV 1999), in der Christian Bale Jesus verkörpert und die Mutter von Marie Bonnevie in Ole Bornedals “Dina – Meine Geschichte” (2002).

Pernilla August war in schwedischen Thrillern dabei, so in “Der letzte Mord” (1996), der um den Mord an Ministerpräsident Olaf Palme kreist, in Per Flys “Totschlag – Im Teufelskreis der Gewalt” (2005) und in “Rancid – Treibjagd durch die Nacht” (2004). Als von Kommissarin Helena Bergström verfolgte Bombenattentäterin hat sie in der Liza-Marklund-Verfilmung “Deadline – Terror in Stockholm” (2001) einen spektakulären Auftritt. Sie wirkte in den Vorstadtdramen “Daybreak” (2003) und “Tag und Nacht” (2005) und in der Sci-Fi-Komödie “Kenny Begins” (2009) mit.

Pernilla August wurde 1992 als Beste Darstellerin in Cannes für “Die besten Absichten” ausgezeichnet, war mehrfach für die nationalen Filmpreise Guldbagge und Robert nominiert und erhielt den Guldbagge-Preis für “Absichten” und 2000 für “Där regnbogen slutar”. 2004 erhielt sie mit dem Ensemble von “Daybreak” den Silbernen Bären der Berlinale. 1987 wurde sie als Ophelia in “Hamlet” mit zwei britischen Theaterpreisen geehrt.

Pernilla August war mit dem Autor Klas Östergren von 1982-1989 und mit dem dänischen Regisseur Bille August von 1991-1997 verheiratet, ist von beiden geschieden und hat drei Töchter.

Bilder

Filme

Weitere Stars

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.