Als sportlich-sympathischer Blondschopf, der dem Australier Heath Ledger ähnlich sieht, fegte der durchtrainierte Paul Walker in dem PS-Pandämonium "The Fast and the Furious" nicht nur alle Konkurrenten bei illegalen Straßenrennen beiseite, er deckte in dem Überraschungserfolg des Sommers 2001 auch als cleverer und verliebter Undercover-Polizist die Highway-Überfälle Vin Diesels auf.
1973 in Südkalifornien geboren, begann Walker schon als Kind zu modeln. Er studierte zunächst Meeresbiologie, entschloss sich aber bald, eine Schauspielkarriere einzuschlagen. Nach Nebenrollen in der Footballkomödie "Varsity Blues" (als ausgemusterter Quarterback), der High-School-Romanze "Eine wie keine" (als bester Freund von Freddie Prinze Jr., mit dem er wettet, dass aus dem Aschenputtel Rachael Leigh Cook binnen sechs Wochen keine Schönheit für den Abschlussball wird) und der TV-Zeitreise "Pleasantville", wo er als Teenager Skip von Reese Witherspoon die Technik des Zungenkusses lernt, landete er in dem Mystery-Thriller "The Skulls" seine erste Hauptrolle als im Auftrag eines Geheimbundes tätiger Teenie-Mörder. In dem Road-Movie-Horrorthriller "Joyride - Spritztour" (Regie: John Dahl) wurde er als College-Student Lewis mit sexy Freundin (Leelee Sobieski) und schlitzohrigem Bruder (Steve Zahn) Opfer der Attacken eines unheimlichen Truckers, mit dem sie über Funk Kontakt aufgenommen hatten und der ihnen einen kleinen Streich böse heimzahlt.
Für die an den Kinokassen erfolgreiche Fortsetzung von "The Fast and the Furious", "2 Fast 2 Furious", fand Walker - im Gegensatz zu Diesel - in die gefährliche Welt illegaler Straßenrennen zurück: Mittlerweile aus dem Polizeidienst entlassen, wird der von Walker gespielte Brian vom FBI angeworben, um einem Drogenboss das Handwerk zu legen. Doch wie beim ersten Teil war die Handlung eigentlich nur Staffage für das Aufgebot an schnellen Autos (und attraktiven Frauen).
Auf den Jungstar Walker als Zugpferd setzte auch Richard Donner mit seinem Zeitreiseabenteuer "Timeline", der Verfilmung von Michael Crichtons gleichnamigen Roman, in der sich Walker auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater ins 14. Jahrhundert zurückschicken lässt. Nachdem Walker in Chazz Palminteris romantisch angehauchtem Regiedebüt "Noel" (in Deutschland Videopremiere) einen Cop spielte, der von einem alternden Kellner ausgerechnet am Weihnachtsabend als Reinkarnation seiner verstorbenen Frau betrachtet wird, begab er sich in John Stockwells Karibikabenteuer "Into the Blue" wieder auf gewohntes Terrain: Zwei Pärchen entdecken beim Tauchen ein versunkenes Goldschiff, aber auch ein abgestürztes Flugzeug mit Drogen, was für allerhand Komplikationen sorgt und Stockwell Gelegenheit gibt, die körperlichen Vorzüge von Walker und Co-Stars wie Jessica Alba ins rechte (Sonnen-)Licht zu rücken.
"Haywire"-Star Gina Carano heuert bei "Fast & Furious 6" an
Die wahrscheinlich härteste Frau Hollywoods steigt bei Vin Diesel und Paul Walker ein. Doch mit der Rolle als Beifahrerin in "Fast 6" wird Gina Carano kaum zufrieden sein ...
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Powerbraut Gina Carano hat ein "Fast 6"-Angebot bekommen (Foto: Concorde)
Gina Caranos Fähigkeiten als Mixed Martial Arts-Athletin nutzte Steven Soderbergh für brachiale Nahkämpfe in seinem Thriller "Haywire". Das musste ja Folgen haben: Die Powerfrau soll im kommenden, sechsten Teil der "Fast & Furious"-Reihe zeigen, dass sie auch einen unwiderstehlichen Bleifuss hat.
Filmgigant Universal hat auf Drängen des Regisseurs Justin Lin dem neuen Stern am Actionhimmel ein Angebot gemacht, dass Carano wohl nicht ausschlagen wird. Schließlich ist aus "Fast & Furious" längst ein milliardenschweres Markenprodukt geworden - mit serienmäßiger Erfolgsgarantie.
"Fast 6" - geheime Verschlußsache mit allen Stars an Bord
Details zur Story von "Fast 6" sind noch unter sicherem Verschluss, aber Paul Walker und Vin Diesel sind in ihren Rollen als Brian O'Conner und Dominic Toretto gesetzt. Auch Dwayne "The Rock" Johnson macht wie in "Fast 5" den Jägermeister unter den Cops.
Regisseur Justin Lin ließ für "Fast 6" sowohl "Terminator 6" sausen als auch das Remake von "Highlander". Das PS-Spektakel soll ziemlich genau in einem Jahr, im Mai 2013 in die Kinos kommen. Bis dahin ist von den Helden nur The Rock auf der Leinwand zu bewundern - als Elitesoldat Roadblock in "G.I. Joe 2: Die Abrechnung" ab 19. Juli.