Paul Walker

Paul Walker

Leben & Werk

Als sportlich-sympathischer Blondschopf fegte der durchtrainierte Paul Walker in dem PS-Pandämonium “The Fast and the Furious” nicht nur alle Konkurrenten bei illegalen Straßenrennen beiseite, er deckte in dem Überraschungserfolg des Sommers 2001 auch als cleverer und verliebter Undercover-Polizist die Highway-Überfälle Vin Diesels auf. Tragischerweise kam er selbst am 30. November 2013 bei einem Autounfall ums Leben.

1973 in Südkalifornien geboren, begann Walker schon als Kind zu modeln. Er studierte zunächst Meeresbiologie, entschloss sich aber, eine Schauspielkarriere einzuschlagen. Nach Nebenrollen in der Footballkomödie “Varsity Blues” (als ausgemusterter Quarterback), der High-School-Romanze “Eine wie keine” (als bester Freund von Freddie Prinze Jr., mit dem er wettet, dass aus dem Aschenputtel Rachael Leigh Cook binnen sechs Wochen keine Schönheit für den Abschlussball wird) und der TV-Zeitreise “Pleasantville”, wo er als Teenager Skip von Reese Witherspoon die Technik des Zungenkusses lernt, landete er in dem Mystery-Thriller “The Skulls” seine erste Hauptrolle als im Auftrag eines Geheimbundes tätiger Teenie-Mörder.

In dem Road-Movie-Horrorthriller “Joyride – Spritztour” (Regie: John Dahl) wurde er als College-Student Lewis mit sexy Freundin (Leelee Sobieski) und schlitzohrigem Bruder (Steve Zahn) Opfer der Attacken eines unheimlichen Truckers, mit dem sie über Funk Kontakt aufgenommen hatten und der ihnen einen kleinen Streich böse heimzahlt.

Für die an den Kinokassen erfolgreiche Fortsetzung von “The Fast and the Furious”, “2 Fast 2 Furious”, fand Walker – im Gegensatz zu Diesel – in die gefährliche Welt illegaler Straßenrennen zurück: Mittlerweile aus dem Polizeidienst entlassen, wird der von Walker gespielte Brian vom FBI angeworben, um einem Drogenboss das Handwerk zu legen. Doch wie beim ersten Teil war die Handlung eigentlich nur Staffage für das Aufgebot an schnellen Autos (und attraktiven Frauen). Den dritten Teil des Action-Franchises lässt Walker aus, in den Teilen vier bis sechs klemmt er sich wieder hinters Lenkrad. Da er während der Dreharbeiten zum siebten Teil verstarb, wurde der bereits begonnene Dreh mithilfe von Pauls Brüdern Cody und Caleb sowie aufwändiger Computertechnik fertiggestellt und kommt nun ins Kino.

Auf Walker als Zugpferd setzte auch Richard Donner mit seinem Zeitreiseabenteuer “Timeline”, der Verfilmung von Michael Crichtons gleichnamigen Roman, in der sich Walker auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater ins 14. Jahrhundert zurückschicken lässt. Nachdem Walker in Chazz Palminteris romantisch angehauchtem Regiedebüt “Noel” (in Deutschland Videopremiere) einen Cop spielte, der von einem alternden Kellner ausgerechnet am Weihnachtsabend als Reinkarnation seiner verstorbenen Frau betrachtet wird, begab er sich in John Stockwells Karibikabenteuer “Into the Blue” wieder auf gewohntes Terrain: Zwei Pärchen entdecken beim Tauchen ein versunkenes Goldschiff, aber auch ein abgestürztes Flugzeug mit Drogen, was für allerhand Komplikationen sorgt und Stockwell Gelegenheit gibt, die körperlichen Vorzüge von Walker und Co-Stars wie Jessica Alba ins rechte (Sonnen-)Licht zu rücken.

Umso frostiger wurde es für Walker als Überlebenskämpfer in “Antarctica – Gefangen im Eis”. Anschließend adelte ihn Clint Eastwood mit einer Rolle in seinem Kriegsdrama “Flags of our Fathers”.

Action vom Feinsten bot Paul Walkers letzter Film, der postum ins Kino kam: In “Brick Mansions”, dem titelgebenden Crime-Viertel von Detroit, ermittelte Walker zusammen mit einem von Parkour-Profi David Belle gespielten Ex-Häftling gegen einen Gangsterboss.

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