Respektlos und ironisch, rebellenhaft und großspurig, idealistisch und zweifelnd, zurückhaltend und hyperprofessionell, stand der 1925 geborene Paul Newman in der Tradition der im Actors' Studio nach dem "Method Acting" ausgebildeten Schauspieler, die die tiefenpsychologischen Seiten ihrer Rollen ausloten. Newman, den man eine Zeit lang als zweiten Marlon Brando aufbauen wollte, überwand hingegen die zwanghafte Anlage dieses Schauspielstils durch seine unverfrorene Schalkhaftigkeit, die selbst noch in seinen ernsten Rollen zu finden ist.
Er wurde als Boxer Rocky Graziano in "Die Hölle ist in mir" bekannt, spielte den zeitweise impotenten Gatten von Elizabeth Taylor in "Die Katze auf dem heißen Blechdach", den Drifter in "Der lange heiße Sommer" sowie den Billardspieler in "Haie der Großstadt", einen Part, den er 25 Jahre später in "Die Farbe des Geldes" wieder aufnahm, was ihm nach etlichen Oscar-Nominierungen 1987 den Darstellerpreis einbrachte. Für Hitchcock spielte er einen Mathematikprofessor, der als Agent in die DDR reist ("Der zerrissene Vorhang"), er war Ross MacDonalds Privatdetektiv Lew Harper in "Ein Fall für Harper" und der Zuchthäusler in "Der Unbeugsame".
In vielen Filmen drohten Newmans Charaktere sich zu überschätzen, wurden dafür bitter bestraft und hatten Mühe, sich aus dem selbstverschuldeten Sumpf zu ziehen. Aber alle waren, auch durch Newmans blendendes Aussehen bedingt, sympathisch. In seinen Altersrollen ("Nobody's Fool", "Zwielicht") wich die Draufgängerattitüde einer ironischen, weisen Abgeklärtheit. Newmans populärste Filme waren der nostalgische Western "Zwei Banditen - Butch Cassidy und Sundance Kid" (mit der berühmten Radfahrsequenz mit Katherine Ross) und die Gaunerkomödie "Der Clou". In beiden Filmen war Robert Redford mit von der Partie. Newman spielte häufig an der Seite seiner Gattin Joanne Woodward, führte Regie ("Sie möchten Giganten sein") und war ein bekannter Rennfahrer.
Am 26. August 2008 erlag der Schauspieler einem Krebsleiden.
George Clooney hat Angst vor Arbeitslosigkeit
Seine Villa am Comer See kann George Clooney keiner mehr nehmen.
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Ganz tief in sich drin fürchtet sich George Clooney noch immer vor Arbeitslosigkeit (Foto: Kurt Krieger)
Es hat lange gedauert für George Clooney, bis aus dem unscheinbaren Mann Hollywoods Nummer eins wurde. Nicht immer lief es für den Schauspieler rosig und die Zeiten, in denen er hart um Jobs kämpfen musste, kann er nicht vergessen: "Tief in meiner Seele habe ich heute noch Angst, ohne Arbeit dazustehen", so der "Ocean's 11"-Star. Deshalb habe er sein Geld auch lieber gleich in die Villa am Comer See gesteckt, als in Aktien, denn die möge er gar nicht: "Das ist wie Vegas, nur ohne Spaß und Bikini-Mädchen".
So ein Häuschen im Grünen nun sei für George Clooney genau das, was er sich immer unter Sicherheit vorgestellt habe: "Es ist eine Investition und ich weiß, ich kann immer verkaufen und hätte dann Geld." Die Zeiten, in denen Clooney hart für seine Rollen kämpfen musste, sind zwar vorbei - aber eben noch nicht so lange her.
Heute wird in Ruhe gealtert
Erst Mitte der 90er Jahre hatte Clooney mit "From Dusk Till Dawn" seinen cineastischen Durchbruch. Zuvor machte er zwar in "Emergency Room" von sich Reden, doch auch bis dahin war der Weg weit und jede Menge unbedeutende Fernsehauftritte pflasterten den Weg des Schauspielers.
Heute jedenfalls hat George Clooney alles erreicht und freut sich, dass er in Ruhe alt werden kann: "Wenn ich mich auf der Leinwand sehe, ist mir schon klar, dass ich keine 40 mehr bin." Aber man müsse eben kapieren, dass man nun ein Charakterschauspieler ist - wie sein Vorbild Paul Newman, der laut Clooney die Sache mit dem Altwerden prima hinbekomme.