Die verlockende Filmcirce wird die italienische Antwort auf Marilyn Monroe genannt, Timothy Dalton bewundert ihre Augen, Alain Delon ihr Können,... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max13/kuk13/kuk24/u1324101/b150x150.jpg Ornella Muti
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Ornella Muti

  • Geburtstag
    09.03.1955
  • Geburtsort
    Rom

Die verlockende Filmcirce wird die italienische Antwort auf Marilyn Monroe genannt, Timothy Dalton bewundert ihre Augen, Alain Delon ihr Können, und Marlene Dietrich sagte ihr eine große Zukunft voraus. Ornella Muti, Römerin aus der Generation von Laura Antonelli, Carla Gravina und Mariangela Melato, ist eine der großen erotischen Leinwandverführerinnen, deren grüne Augen und kastanienbraunes Haar ihre Wirkung auch real nicht verfehlen. In Komödien ist die Muti eine temperamentvolle Darstellerin mit großer Natürlichkeit, unaffektiert und sich ihrer Mittel und selbstironisch eingesetzten Reize bewusst. Dabei macht sie kein Hehl aus ihrer Schönheit, auf ihrer offiziellen Website sind sexy Fotos, nackter Busen und Aufnahmen mit prominenten Leinwandpartnern geschickt gemischt.

Ornella Muti wurde 1955 in Rom als Francesca Romana Rivelli, Tochter eines Neapolitaners und einer estnischen Mutter geboren, begann wie ihre illustre Vorgängerin Sophia Loren ihre Karriere als Modell in Fotoromanen und wurde von Produzent Achille Manzotti gefördert. Für ihren Debütfilm "La moglie piu bella" (Die schönste Frau) gab ihr Regisseur Damaiano Damiani 1970 den Künstlernamen Ornella Muti (die Stumme). 1975 wurde sie schlagartig in Marco Ferreris "Die letzte Frau" bekannt: Da schnitt sich Filmgatte Gérard Depardieu ihretwegen den Penis mit der Küchenschere ab. In dem Jahrzehnt bevorzugte Muti Rollen als naive, leichtgläubige oder geheimnisvolle Schönheit, die Stars wie Marcello Mastroianni (Sergio Corbuccis "Leichen muss man feiern wie sie fallen"), Ugo Tognazzi ("Ein Sack voller Flöhe") oder Alain Delon ("Der Fall Serrrano") bezauberte.

Mit einem Doppelschlag an der Seite von Raubein Adriano Celentano, mit dem sie gut harmonierte, gab Muti die einfachen Mädchen auf und setzte sich 1980/81 international durch: In "Der gezähmte Widerspenstige" und "Gib' dem Affen Zucker" ließ sie sich keineswegs von der prolligen Macho- und Bauernkomik des Partners beeindrucken, sondern brachte ihn dazu, sie auf einem Doppelbett durch ein Haus zu ziehen. In den Jahren brachten ihr Nackt-Aufnahmen im "Playboy", Ausflüge nach Hollywood (Frau von Sly Stallone in der Verwechslungskomödie "Oscar", Weltraumprinzessin in "Flash Gordon") ebenso Aufmerksamkeit, wie die depressive Hure, die sich in Marco Ferreris "Ganz normal verrückt" lange vor der Huppert die Vagina mit einer Nadel verunstaltete.

Ornella Muti spielte die unglückliche Braut in Francesco Rosis Gabriel Garcia Marquez-Verfilmung "Chronik eines angekündigten Todes", die schizophrene Heldin in "Das Mädchen aus Triest" und in "Bibel"-Verfilmungen. Zum deutschen Film hat sie eine gute Beziehung, seit sie in Volker Schlöndorffs "Eine Liebe von Swann" die Geliebte von Jeremy Irons spielte, der sich an der Calleia auf ihrem Busen labte. Sie wirkte in der Frauenkomödie "Widows" mit und sprach als Präsentatorin auf der Verleihung des Deutschen Filmpreises deutsch.

Ornella Muti ist von Alessio Orano und Federico Fachinetti geschieden und gilt in Italien als die schönste Großmutter der Welt. Mit Tochter Nike Rivelli, die auch in Filmen spielt, machte sie 1999 für die 10-Millionen-Mark-Kampagne der italienischen Firma Lepel gemeinsam Dessous-Werbung.

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